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Industrieelektriker / Industrieelektrikerin
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 1.103 – 1.180 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 2 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss i. d. R. Mittlere Reife

Was macht ein Industrieelektriker (m/w/d)?

Was du genau als Industrieelektriker bzw. Industrieelektrikerin machst, hängst von deiner Fachrichtung ab. Für die Ausbildung kannst du zwischen zwei Fachrichtungen wählen:

  • Betriebstechnik und
  • Geräte und Systeme.

In der Betriebstechnik arbeitest du mit mechanischen Komponenten und elektrischen Betriebsmitteln. Du verlegst beispielsweise Kabel und Anschlüsse und verbindest sie miteinander. Du richtest automatisierte Systeme ein, indem du diese programmierst und konfigurierst. Zum Abschluss überprüfst du deine Einrichtung, indem du sie testest. Zusätzlich übernimmst du die regelmäßige Wartung und Instandsetzung.

In der Fachrichtung Geräte und Systeme montierst du ebenfalls verschiedene elektrische Betriebsmittel. Zusätzlich unterstützt du Techniker und Ingenieure bei ihrer Arbeit. Das bedeutet, dass du Konzepte und Entwürfe für Systeme und Softwarelösungen erstellst. Du erstellst anhand der Konzepte Prototypen und testest die elektrischen Bauteile. Außerdem arbeitest du im Kundendienst und führst Beratungen vor Ort beim Kunden durch.

Wo kann ich als Industrieelektriker arbeiten?

Als Industrieelektriker kannst du in vielen Branchen arbeiten. Typische Einsatzorte sind Betriebe aus Metall-, Kunststoff-, Chemie-, Lebensmittel- oder Automobilindustrie. Dort betreust du Produktionsanlagen, Roboter und Fördersysteme. Auch in Energieversorgungsunternehmen oder bei Herstellern von elektrischen Geräten kannst du eine Stelle finden.

Manche Firmen schicken dich als Service-Techniker zu Kunden, um Anlagen vor Ort zu warten. Andere Unternehmen setzen dich eher in der Instandhaltung im eigenen Werk ein. So kannst du als Industrieelektriker später gut wählen, welche Umgebung am besten zu dir passt.

Arbeitszeiten als Industrieelektriker

Als Industrieelektriker hast du je nach Betrieb unterschiedliche Arbeitszeiten. In vielen Industriebetrieben arbeitest du im Schichtdienst, zum Beispiel Früh-, Spät- oder Nachtschicht. Das ist wichtig, wenn die Produktion rund um die Uhr läuft und immer ein Industrieelektriker gebraucht wird. Dafür bekommst du oft Schicht- oder Nachtzuschläge. In kleineren Firmen oder Werkstätten kann dein Arbeitsalltag auch eher klassisch von Montag bis Freitag tagsüber ablaufen. Bei Störungen oder Notfällen kann es vorkommen, dass du bereitstehen musst oder kurzfristig einspringst.

Wie viel verdient ein Industrieelektriker?

Als Industrieelektriker kannst du mit einem stabilen Einkommen rechnen. Nach deiner Ausbildung kanst du je nach Branche und Region ein unterschiedlich hohes Gehalt erwarten. In tarifgebundenen Industriebetrieben, zum Beispiel Metall oder Chemie, fällt das Gehalt oft höher aus. Im Elektrohandwerk kannst du beispielsweise mit einem Einstiegsgehalt von 2.600 bis 2.700 Euro im Monat. Bist du dagegen in der Energie- und Versorgungswirtschaft tätig, erwarten dich 3.200 bis 4.100 Euro.

Mit Berufserfahrung, Schichtarbeit und Zuschlägen kannst du später auch deutlich mehr verdienen. Mit Weiterbildungen und mehr Verantwortung steigt dein Verdienst in der Regel weiter. So bietet dir der Beruf als Industrieelektriker langfristig gute finanzielle Perspektiven.

Wie viel verdient ein Industrieelektriker in der Ausbildung?

In der Ausbildung zum Industrieelektriker erhältst du eine monatliche Ausbildungsvergütung. Diese erhöht sich von Jahr zu Jahr und richtet sich auch danach, ob dein Ausbildungsbetrieb tariflich gebunden ist.

Im Schnitt kannst du mit dieser Ausbildungsvergütung rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 1.103 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.180 Euro

Wenn du mehr über das Gehalt als Industrieelektriker wissen willst, schau dir gleich mal die Gehaltsseite an.

Wie läuft die Ausbildung als Industrieelektriker ab?

Deine Ausbildung als Industrieelektriker ist dual organisiert. Das heißt, du bist abwechselnd im Betrieb und in der Berufsschule. Im Betrieb lernst du, wie du Anlagen verdrahtest, Messungen durchführst und Fehler suchst. In der Schule bekommst du das theoretische Wissen in Elektrotechnik, Mathe, Physik und Technologie. Du arbeitest an Projekten, schreibst Klassenarbeiten und legst Zwischenprüfungen ab.

Am Ende steht eine Abschlussprüfung mit praktischem und schriftlichem Teil vor der Industrie- und Handelskammer. Mit dem Bestehen dieser Prüfung bist du offizieller Facharbeiter und kannst als Industrieelektriker starten.

Wie lange dauert die Ausbildung als Industrieelektriker?

Die Ausbildung zum Industrieelektriker dauert in der Regel 2 Jahre. In diesen zwei Jahren lernst du sehr konzentriert die wichtigsten Inhalte für deinen späteren Arbeitsalltag. Nach erfolgreichem Abschluss kannst du direkt als Industrieelektriker arbeiten oder dich weiterbilden.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Industrieelektriker?

In deinem Ausbildungsbetrieb lernst du die verschiedenen Bauteile und Baugruppen kennen, wie du sie montierst und demontierst. Elektrik spielt die Hauptrolle in diesem Beruf. Daher vermittelt dein Betrieb dir, wie du elektrische Größen misst, bewertest und wie du diese berechnen kannst.

In der Berufsschule stehen berufsspezifische Fächer auf deinem Stundenplan, in denen du beispielsweise das Planen und Ausführen elektrischer Installationen erlernst. Zusätzlich erhältst du Unterricht in allgemeinbildenden Fächern, wie Deutsch und Mathematik.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Industrieelektriker

Für die Ausbildung zum Industrieelektriker brauchst du in der Regel mindestens einen guten Hauptschul- oder Realschulabschluss. Besonders wichtig sind Noten in Mathe und Physik, weil du viel mit Formeln, Messwerten und technischen Zusammenhängen arbeitest. Du solltest sorgfältig, zuverlässig und verantwortungsbewusst sein, da du mit Strom und teuren Anlagen umgehst. Handwerkliches Geschick und Interesse an Technik helfen dir im Alltag sehr. Wichtig ist auch, dass du gerne im Team arbeitest und keine Angst vor praktischer Arbeit hast. Wenn das auf dich zutrifft, hast du gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Eine Tätigkeit im Bereich IT, Informatik & Elektrotechnik kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung und Karrierechancen als Industrieelektrikerin

Wenn du die Ausbildung zum Industrieelektriker abgeschlossen hast, kannst du deine Qualifikation über eine Anpassungsfortbildung, Aufstiegsfortbildung oder ein Studium vertiefen und erweitern.

Wenn du Karriere machen möchtest, ist eine Aufstiegsfortbildung der richtige Weg. Als Industrieelektriker bietet sich zum Beispiel eine Ausbildung in einem zweiten dualen Beruf, wie etwa dem Elektroniker für Automatisierungstechnik an. Du kannst aber auch eine Weiterbildung zum Techniker oder Elektrotechnikermeister anschließen. Daneben besteht die Möglichkeit eines Studiums.

Typische Studiengänge für ausgebildete Industrieelektriker sind:

Fazit: Vielfältige Chancen als Industrieelektriker

Die Industrieelektriker Ausbildung bringt dich in kurzer Zeit in einen zukunftssicheren Beruf. Du arbeitest mit moderner Technik, sorgst für laufende Produktion und bist ein wichtiger Ansprechpartner bei Störungen. Als Industrieelektriker findest du in vielen Branchen Einsatzmöglichkeiten und kannst dir einen passenden Arbeitsplatz aussuchen.

Dein Einkommen ist in der Regel solide und kann später mit Erfahrung und Weiterbildungen auch noch deutlich steigen. Durch Meister-, Techniker- oder Studienwege hältst du dir außerdem viele Türen offen. Wenn du Technik spannend findest und gerne praktisch arbeitest, passt der Beruf als Industrieelektriker sehr gut zu dir.

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Ausbildungsgehalt (brutto pro Monat)
1. Ausbildungsjahr
1.103 €
2. Ausbildungsjahr
1.180 €
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Bildnachweis: „Elektriker und Schaltkasten" © Kalinovsky Dmitry / Fotolia; „Industrieelektriker montiert Schaltschrank" ©industrieblick - stock.adobe.com