Naturwerksteinmechaniker / Naturwerksteinmechanikerin
Ausbildung & Beruf
Aktualisiert am 06.05.2026
Was macht ein Naturwerksteinmechaniker (m/w/d)?
Als Naturwerksteinmechaniker bearbeitest du Naturstein so, dass daraus fertige Bauteile oder schöne Einzelstücke entstehen. Du arbeitest zum Beispiel mit Granit, Marmor, Kalkstein oder Sandstein. Aus großen Rohblöcken werden so Platten, Fliesen, Treppen, Fassaden, Waschtische oder Denkmäler. Dafür nutzt du moderne Maschinen, aber auch Werkzeuge für Feinarbeit.
Du sägst, schleifst, polierst und prüfst, ob Maße, Kanten und Oberflächen stimmen. Auch die Wartung und Instandsetzung der Geräte, Maschinen und Anlagen gehört zum Berufsbild als Naturwerksteinmechaniker.
Wo kann ich als Naturwerksteinmechaniker arbeiten?
Naturwerksteinmechaniker arbeiten vor allem in Maschinen- und Werkhallen sowie Werkstätten. Je nach Fachrichtung sind sie auch auf Baustellen, in Büro- und Verkaufsräumen sowie auf Friedhöfen unterwegs.
Anstellung finden Naturwerksteinmechaniker der Fachrichtung Schleiftechnik in Betrieben der Marmor- und Natursteinbearbeitung, in Unternehmen der Natursteingewinnung oder bei Fassadenbauunternehmen. Naturwerksteinmechaniker der Fachrichtung Maschinenbearbeitungstechnik arbeiten darüber hinaus auch oder in der Beton-, Zement- und Gipsverarbeitung. In der Fachrichtung Steinmetztechnik sind sie vor allem in Steinmetzereien, bei Herstellern von Einrichtungs- und Ausstattungsobjekten sowie in Granit- und Sandsteinwerken zu finden.
Die Arbeitszeiten als Naturwerksteinmechaniker hängen stark vom Betrieb ab. In vielen Werkstätten und Hallen arbeitest du tagsüber, oft nach einem festen Wochenplan. In größeren Produktionsbetrieben kann aber auch Schichtarbeit vorkommen, weil Maschinen gut ausgelastet werden sollen. Dann beginnst du manchmal sehr früh oder arbeitest später am Tag. Auf Baustellen richten sich die Zeiten zusätzlich nach Wetter, Terminplan und Absprachen mit anderen Gewerken.
Ausbildungsorte als Naturwerksteinmechaniker
Wie viel verdient ein Naturwerksteinmechaniker?
Nach der Ausbildung bekommst du als Naturwerksteinmechaniker in der Regel zwischen 2.400 bis 2.700 Euro brutto. Wie hoch dein Gehalt tatsächlich ausfällt, hängt von mehreren Punkten ab: Bundesland, Tarifvertrag, Größe des Betriebs, Fachrichtung und Berufserfahrung. Mit mehr Erfahrung, guter Leistung und passenden Weiterbildungen kannst du deinen Verdienst aber deutlich steigern. Arbeitest du beispielsweise an modernen CNC-Maschinen, übernimmst Verantwortung oder leitest später ein Team, verbessert das oft ebenfalls deine Chancen.
Wie viel verdient ein Naturwerksteinmechaniker in der Ausbildung?
Wirst du nach dem Tarifvertrag der Natursteinindustrie bezahlt, könnte deine Vergütung so aussehen:
- im 1. Ausbildungsjahr: 996 Euro
- im 2. Ausbildungsjahr: 1.100 Euro
- im 3. Ausbildungsjahr: 1.247 Euro
Beachte aber: Dein Gehalt in der Ausbildung als Naturwerksteinmechaniker hängt von verschiedenen Faktoren ab. Vor allem dein Ausbildungsbetrieb unterscheidet über die Höhe deiner Ausbildungsvergütung – dabei spielt eine große Rolle, in welcher Region Deutschlands du arbeitest. Auch ein eventuell bestehender Tarifvertrag hat großen Einfluss auf dein Ausbildungsgehalt.
Wie läuft die Ausbildung zum Naturwerksteinmechaniker ab?
Die Ausbildung als Naturwerksteinmechaniker ist eine duale Ausbildung und dauert in der Regel 3 Jahre. Egal, für welche Fachrichtung du dich entscheidest: Du lernst Theorie und Praxis des Berufs parallel. Denn du besuchst eine Berufsschule und lernst gleichzeitig in einem Ausbildungsbetrieb.
Die Ausbildung als Naturwerksteinmechaniker gibt es in 3 Fachrichtungen:
- Maschinenbearbeitungstechnik
- Schleiftechnik
- Steinmetztechnik
Die Fachrichtung entscheidet, ob im Beruf der Fokus auf maschineller oder manueller Herstellung der Naturwerksteine oder auf der Oberflächenbearbeitung liegt.
Wie lange dauert die Ausbildung als Naturwerksteinmechaniker?
Die Ausbildung als Naturwerksteinmechaniker dauert in der Regel 3 Jahre. Am Anfang lernst du Grundlagen, etwa Werkzeuge, Maschinen, Sicherheitsregeln und den Umgang mit verschiedenen Steinen. Später arbeitest du genauer an deiner Fachrichtung.
Vor Ende des 2. Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Dort beweist du, was du bisher schon gelernt hast. Am Ende deiner Ausbildung, also nach dem 3. Jahr, wartet dann die Abschlussprüfung auf dich.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Naturwerksteinmechaniker?
Die Ausbildung als Naturwerksteinmechaniker findet abwechselnd in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb statt. Das heißt, du lernst die Theorie und die Praxis des Berufs gleichzeitig.
Im Betrieb arbeitest du vor allem praktisch mit und lernst, wie man Naturwerksteine manuell und maschinell bearbeitet. Auch Sonderbearbeitungstechniken wie Ausklinkungen, Aussparungen und Bohrungen werden dir beigebracht. Außerdem wirst du Aufmaße anfertigen und erfahren, was beim Anfertigen und Anwenden von Skizzen, Bau- und Werkzeichnungen zu beachten ist.
In der Berufsschule besuchst du den Unterricht. Du wirst in berufsspezifischen Lernfeldern wie Herstellen einer Grabmalanlage und Verlegen eines Bodenbelags ausgebildet. Doch auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde hast du.
Um eine Ausbildung als Naturwerksteinmechaniker zu starten, musst du keinen bestimmten Schulabschluss mitbringen. Die meisten Azubis starten mit einem Hauptschulabschluss. Gute Noten in Mathe, Werken bzw. Technik und Kunst sind aber hilfreich.
Auch ein paar Soft Skills helfen dir im Beruf. So solltest du beispielsweise handwerkliches Geschick und technisches Verständnis mitbringen, um die Maschinen bedienen zu können. Gespür für Ästhetik ist z. B. bei der Gestaltung von Grabsteinen wichtig.
- Mathe
- Werken/Technik
- Kunst
- Handwerkliches Geschick
- Technisches Verständnis
- Gespür für Ästhetik
- Umfeld: Werkstätten, Produktionshallen
- Arbeit bei Dämpfen, Staub und Gerüchen
- Kontakt mit Kunden
Ähnliche Ausbildungsberufe
Nach der Ausbildung kannst du als Naturwerksteinmechaniker in verschiedenen Betrieben arbeiten und dich weiterentwickeln. Eine Anpassungsweiterbildung hilft dir, fachlich aktuell zu bleiben, zum Beispiel bei CNC-Technik, Natursteinverarbeitung, Arbeitssicherheit oder Oberflächenbehandlung. Wenn du mehr Verantwortung übernehmen möchtest, kommt eine Aufstiegsweiterbildung infrage. Mit dem Meisterbrief kannst du einen Betrieb leiten, Azubi ausbilden oder dich selbstständig machen.
Auch eine Weiterbildung zum Techniker oder zum Betriebswirt im Handwerk kann passen, wenn du stärker planen, organisieren oder Kunden beraten willst. Mit deiner abgeschlossenen Ausbildung kannst du z. B. auch einen Bachelor in den Studiengängen Produktionstechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen absolvieren.
Die Ausbildung als Naturwerksteinmechaniker ist gut für dich geeignet, wenn du handwerklich arbeiten willst und dich Technik interessiert. Du bearbeitest echte Naturmaterialien und siehst am Ende, was du geschafft hast. Der Beruf ist vielseitig, weil du mit Maschinen, Werkzeugen, Zeichnungen und verschiedenen Steinarten arbeitest. Gleichzeitig brauchst du Geduld, Sorgfalt und Verantwortungsgefühl.
Durch Fachrichtungen und Weiterbildungen hast du außerdem Chancen, dich später zu spezialisieren oder aufzusteigen. So verbindest du traditionelles Handwerk mit moderner Technik.
Als Naturwerksteinmechaniker hast du in Deutschland gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, weil im Bau und Innenausbau ständig Fachkräfte gesucht werden. Viele Betriebe im Handwerk, in Werkstätten und Steinmetzbetrieben brauchen qualifizierte Leute für Naturstein, Grabmale und Treppen. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung als Naturwerksteinmechaniker kannst du dir meist recht schnell einen sicheren Job in deiner Region suchen.
Ja, als Naturwerksteinmechaniker kannst du auch als Quereinsteiger durchstarten, wenn du Lust auf Handwerk und Naturstein hast. Häufig läuft der Einstieg über eine Umschulung, ein Praktikum oder eine zweite Ausbildung im Betrieb. Besonders wenn du schon Erfahrungen im Bau oder in einem handwerklichen Beruf hast, fällt dir der Start als Naturwerksteinmechaniker oft deutlich leichter.
Für den Job als Naturwerksteinmechaniker solltest du vor allem handwerkliches Geschick, sauberes Arbeiten und ein gutes Augenmaß mitbringen. Du arbeitest viel mit Maschinen, Werkzeugen und schweren Natursteinen, daher ist körperliche Fitness wichtig. Außerdem hilft dir räumliches Denken, etwas Mathe und Teamfähigkeit, damit du Projekte als Naturwerksteinmechaniker gemeinsam mit Kollegen sicher umsetzen kannst.
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Bildnachweis:
„Naturwerksteinmechaniker“ ©Anja Liefting - stock.adobe.com
„Naturwerksteinmechaniker wählen Werksteine zur Verarbeitung aus“ ©Phovoir - stock.adobe.com