Tennislehrer / Tennislehrerin
Ausbildung & Beruf
Aktualisiert am 27.05.2026
Was macht ein Tennislehrer (m/w/d)?
Deine Hauptaufgabe als Tennislehrer ist es, deinen Schülern die Techniken und Regeln des Tennisspiels beizubringen. Du erklärst Vorhand, Rückhand, Aufschlag und Volley so, dass jeder Spieler sie Schritt für Schritt üben kann. Du analysierst die Stärken und Schwächen deiner Schüler, planst Trainingseinheiten und führst diese durch. Oft arbeitest du mit Anfängern, Fortgeschrittenen und Mannschaftsspielern. Du hilfst auch dabei, Ziele festzulegen, Turniere vorzubereiten oder die Motivation zu stärken.
Dein Alltag als Tennislehrer ist durchaus abwechslungsreich. Du arbeitest sowohl auf dem Tennisplatz als auch im (Heim-)Büro, wo du Trainingspläne erstellst und organisatorische Aufgaben erledigst. Einen großen Teil deiner Zeit verbringst du auf dem Court, wo du Einzel- oder Gruppentraining gibst. Manche Spieler meldest du auch zu Turnieren an und begleitest sie regelmäßig bei ihren Wettkämpfen.
Wo kann ich als Tennislehrer arbeiten?
Als Tennislehrer arbeitest du vor allem in Tennisvereinen, Tennisschulen und Sportanlagen. Viele Trainer geben Kurse für Vereinsmitglieder, betreuen Jugendgruppen oder arbeiten mit Mannschaften. Auch Feriencamps, Schulsportprojekte und private Einzelstunden können zum Beruf dazugehören.
Je nach Erfahrung kannst du auch in Leistungszentren, bei Verbänden oder in Hotels mit Tennisangebot eingesetzt werden. Einige Tennislehrer sind fest angestellt, viele arbeiten aber selbstständig und rechnen ihre Stunden direkt mit Spielern, Vereinen oder Tennisschulen ab.
Die Arbeitszeiten als Tennislehrerin richten sich stark nach den Spielern und nach der Saison. Viele Kinder und Jugendliche trainieren nach der Schule, Erwachsene eher am Abend oder am Wochenende. Deshalb arbeitest du nicht immer zu klassischen Bürozeiten. In der Sommersaison ist oft besonders viel los, weil Außenplätze geöffnet sind und Vereine Kurse, Mannschaftstraining oder Camps anbieten. Im Winter verlagert sich der Unterricht häufig in Tennishallen. Dann hängen deine Stunden auch davon ab, wie viele Hallenzeiten verfügbar sind.
Ausbildungsorte als Tennislehrer
Wie viel verdient ein Tennislehrer?
Als Tennislehrer kannst du im Schnitt mit Gehältern zwischen 3.156 und 3.797 Euro rechnen. Wie viel du als Tennislehrer aber genau verdienst, hängt stark von deiner Lizenz, deiner Erfahrung und deiner Arbeitsform ab. Als angestellter Trainer bekommst du meist ein festes Monatsgehalt. Selbstständige Tennislehrer verdienen dagegen pro Trainingsstunde, müssen davon aber Kosten, Versicherungen und freie Zeiten selbst bezahlen.
Wie viel verdient ein Tennislehrer in der Ausbildung?
In der Regel erhältst du während der Tennislehrer Ausbildung keine Ausbildungsvergütung. Eventuell fallen dagegen Lehrgangs- und Prüfungsgebühren an.
Wie läuft die Ausbildung zum Tennislehrer ab?
Die Ausbildung als Tennislehrer läuft über den Deutschen Tennis Bund (DTB) sowie die jeweiligen Landesverbände. Dabei beginnst du in der Regel mit der C-Trainer-Ausbildung. Danach folgen je nach Ziel die B-Lizenz, die A-Lizenz oder eine staatlich anerkannte Ausbildung zum Tennislehrer.
Du lernst dabei nicht nur Tennis zu spielen, sondern auch Unterricht zu planen und Gruppen zu führen. Am Ende stehen häufig eine Lehrprobe, praktische Aufgaben und eine schriftliche Prüfung. Je höher die Lizenz, desto stärker geht es um Leistungssport, Trainingssteuerung, Analyse und langfristige Entwicklung von Spielern.
Wie lange dauert die Ausbildung als Tennislehrer?
Die Dauer der Ausbildung als Tennislehrer hängt vom gewählten Weg ab. Eine C-Trainer-Ausbildung umfasst je nach Landesverband oft etwa 100 bis 150 Unterrichts- oder Lerneinheiten. Dazu kommen Onlinephasen, Präsenzlehrgänge, ein Vereinspraktikum und meist ein Erste-Hilfe-Nachweis. Manche Verbände verteilen die Ausbildung auf mehrere Wochenenden und Lehrgangstage, andere arbeiten mit längeren Blöcken.
Für höhere Lizenzen brauchst du mehr Zeit und Erfahrung. Die B-Lizenz setzt in der Regel eine C-Lizenz und praktische Tätigkeit voraus. Die A-Lizenz ist die höchste Trainerlizenz im deutschen Tennis und wird vom Deutschen Tennis Bund organisiert. Insgesamt kann der Weg vom Einstieg bis zur Top-Lizenz je nach Bundesland mehrere Jahre dauern.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Tennislehrer?
Deine Ausbildung beinhaltet praktische und theoretische Module, die dich auf den Beruf vorbereiten. Du lernst unter anderem Spieltechniken, Trainingsmethoden, Erste Hilfe und Sportpsychologie. Konkrete Lehrgangsinhalte können sein:
- Das Konzept Play and Stay
- Arbeiten mit Großgruppen
- Theorie und Praxis des Konditionstrainings
- Bewegungstheoretische Grundlagen
- Kinder- und Jugendschutz im Sport
Für die Ausbildung als Tennislehrer brauchst du vor allem Tenniserfahrung und Freude am Erklären. Viele Verbände verlangen ein Mindestalter, die Mitgliedschaft in einem Tennisverein und einen Nachweis über deine Spielfähigkeit. Für die C-Lizenz kann der Einstieg teils schon mit 16 oder 17 Jahren möglich sein, die Lizenz wird häufig erst ab 18 Jahren vergeben. Oft brauchst du außerdem ein Tennisassistent-Zertifikat, einen Erste-Hilfe-Kurs und ein Praktikum im Verein.
Wichtig sind auch Geduld, Zuverlässigkeit und ein gutes Auftreten. Du solltest mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen umgehen können. Wer nur gut spielt, aber schlecht erklärt, wird auf Dauer wenig Erfolg haben, besonders im Training.
- Sport
- Deutsch
- Englisch
- Verantwortungsbewusstsein
- Pädagogisches Geschick und Einfühlungsvermögen
- Kommunikationsstärke
- Umfeld: Tennisclubs, Sportvereine
- Arbeit mit Kindern, Menschen
- Unregelmäßige Arbeitszeiten möglich
Ähnliche Ausbildungsberufe
Tennislehrer zu sein, macht dir viel Spaß, aber du wünschst dir mehr? Für neue Herausforderungen solltest du dich über die Möglichkeiten einer Weiterbildung informieren.
Nach der Ausbildung gibt es viele Möglichkeiten zur Weiterbildung. In Deutschland ist das Lizenzsystem für Tennislehrer gestaffelt. Heißt: Nach einer C-Trainer Lizenz folgen die nächsthöheren Stufen B und A. Diese Lizenzen müssen regelmäßig durch Weiterbildungen und Fortbildungskurse aktualisiert werden, um ihre Gültigkeit zu bewahren.
Tennislehrer ist ein spannender Beruf für dich, wenn du Tennis liebst und gern mit Menschen arbeitest. Du brauchst sportliches Können, aber auch Geduld, klare Erklärungen und ein gutes Gefühl für verschiedene Spieler. Die Ausbildung läuft je nach Weg über Lizenzen, Lehrgänge und Prüfungen. Ein klassisches Ausbildungsgehalt bekommst du meistens nicht, dafür kannst du später sehr unterschiedlich arbeiten: im Verein, in einer Tennisschule, selbstständig oder im Leistungsbereich.
Der Arbeitsmarkt für dich als Tennislehrer ist insgesamt solide, vor allem in Städten mit vielen Tennisvereinen. In Tennisschulen, Clubs und Sportanlagen werden regelmäßig Trainer gesucht, oft auf Honorarbasis. Je flexibler du bist, desto mehr Jobs findest du als Tennislehrer, besonders nachmittags, am Wochenende und während der Schulferien.
Ja, der Beruf Tennislehrer eignet sich gut für Quereinsteiger, wenn du selbst sicher Tennis spielst. Häufig startest du mit Kinder- oder Anfängerkursen und sammelst dabei Praxis. Eine Trainerlizenz hilft dir als Tennislehrer, ist aber nicht immer Pflicht. Viele Vereine bilden dich intern weiter, wenn sie merken, dass du motiviert und zuverlässig bist.
Als Tennislehrer brauchst du vor allem ein gutes Gefühl für Menschen und Spaß am Erklären. Du solltest Technik verständlich zeigen, klare Ansagen machen und deine Schüler motivieren können. Wichtig sind als Tennislehrer auch Kondition, eine positive Ausstrahlung, Geduld und ein sicherer Umgang mit Gruppen, besonders mit Kindern und Jugendlichen auf dem Platz.
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