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Bergbautechnologe / Bergbautechnologin
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 1.080 – 1.550 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss i. d. R. Mittlere Reife

Was macht ein Bergbautechnologe (m/w/d)?

Als Bergbautechnologe bist du für den sicheren Abbau von Rohstoffen wie Kohle, Erz, Salz oder Gestein verantwortlich. Du planst und überwachst Arbeitsabläufe unter Tage oder im Tagebau und bedienst große Maschinen und Fördersysteme. Dabei kannst du dich für eine von 2 unterschiedlichen Fachrichtungen entscheiden:

  • Tiefbautechnik
  • Tiefbohrtechnik

Als Bergbautechnologe der Fachrichtung Tiefbautechnik bist du für bergtechnische Arbeiten im Unter- und Übertagbetrieb des Bergbaus zuständig. Deine Aufgabe ist es, den Grubenbau herzustellen, zu sichern und zu verwahren. Bohrungen und Sprengungen sind der übliche Weg, Schächte herzustellen.

In der Fachrichtung Tiefbohrtechnik führst du technische Arbeiten im Bergbau aus. Die Herstellung und Sicherung von Bohrlöchern zählt zu deinen Hauptaufgaben. Darüber hinaus warten und pflegen Bergbautechnologen Bohranlagen und halten diese instand. Um die Beschaffenheit des Bodens zu bestimmen, nimmst du Gesteinsproben. Außerdem nutzt du Mess- und Prüfgeräte, um anhand der Ergebnisse die richtigen Werkzeuge für das jeweilige Gestein auswählen zu können.

Wo kann ich als Bergbautechnologe arbeiten?

Bergbautechnologen sind im Steinkohlebergbau, in Betrieben der Rohstoffgewinnung und der Tiefbohrtechnik, in Tiefbaubetrieben im Bereich Brunnenbau und in Unternehmen der Energie- und Rohstoffgewinnung tätig.

Wenn du dich für die Fachrichtung Tiefbautechnik entscheidest, arbeitest du hauptsächlich unter Tage. Mit dem Schwerpunkt auf Tiefbohrtechnik kann das auch sein, möglich ist aber auch die Arbeit über Tage, also im Freien.

Wie viel verdient ein Bergbautechnologe?

Als Bergbautechnologe profitierst du häufig von tariflich geregelten Löhnen und attraktiven Zuschlägen. Dein Einstiegsgehalt nach der Ausbildung hängt von Betrieb, Region und Tarifvertrag ab, liegt aber meist über vielen klassischen Handwerksberufen. Im Steinkohlenbergbau kannst du zum Berufseinstieg mit 1.900 bis 2.800 Euro
rechnen. Das Einstiegsgehalt in der Energie- und Versorgungswirtschaft liegt dagegen bei 3.200 bis 4.100 Euro.

Durch Schicht-, Nacht- und Wochenendzulagen kann dein Einkommen deutlich steigen. Mit wachsender Berufserfahrung und mehr Verantwortung bekommst du meist höhere Entgeltgruppen. Wenn du dich weiterbildest, zum Beispiel zum Schichtführer oder Meister, verbessert sich dein Lohn zusätzlich. Insgesamt hast du als Bergbautechnologe gute Chancen auf ein sicheres Einkommen mit soliden Entwicklungsmöglichkeiten.

Wie viel verdient man als Bergbautechnologe in der Ausbildung?

In der Ausbildung zum Bergbautechnologen bzw. zur Bergbautechnologin kannst du in der Steine- und Erdenindustrie mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 1.080 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.300 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.550 Euro

Du möchtest gerne mehr über das Bergbautechnologe Gehalt erfahren? Hier geht es zur Gehaltsseite.

Wie läuft die Ausbildung als Bergbautechnologe ab?

Die Ausbildung zum Bergbautechnologen bzw. zur Bergbautechnologin ist eine duale Ausbildung und findet so teils im Ausbildungsbetrieb, teils in der Berufsschule statt.

In deiner Ausbildung lernst du beispielsweise, wie du die richtigen Werkzeuge und Materialien auswählst und wie Rohstoffe gelöst, verladen und abtransportiert werden. Im Ausbildungsbetrieb spielen auch die Qualitätskontrolle und Sicherheitsvorrichtungen eine wichtige Rolle.

In der Berufsschule wird angehenden Bergbautechnologen beigebracht, wie sie die geologischen Verhältnisse richtig einschätzen oder wie technische Systeme betrieben und gewartet werden. Dazu kommen allgemeinbildende Fächer wie Deutsch oder Politik.

Wie lange dauert die Ausbildung als Bergbautechnologin?

In der Regel dauert deine Bergbautechnologe Ausbildung 3 Jahre. Während dieser Zeit durchläufst du verschiedene Abteilungen, zum Beispiel Gewinnung, Förderung oder Instandhaltung, und findest heraus, welcher Bereich dir am meisten liegt. Wenn du sehr gute Leistungen bringst oder bereits eine passende Vorbildung hast, kannst du unter bestimmten Bedingungen eine Ausbildungsverkürzung beantragen. Am Ende der Ausbildung legst du eine schriftliche, praktische und oft auch mündliche Prüfung ab. Mit dem erfolgreichen Abschluss bist du staatlich anerkannter Bergbautechnologe.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Bergbautechnologe?

In deiner Bergbautechnologe Ausbildung lernst du, wie der Abbau von Rohstoffen geplant, vorbereitet und sicher durchgeführt wird. Du beschäftigst dich mit Gesteinskunde, Lagerstätten, Maschinen- und Fördertechnik sowie mit wichtigen Sicherheitsvorschriften. Ein großer Teil deiner Ausbildung dreht sich um den Umgang mit moderner Technik und die Vermeidung von Unfällen. Typische Inhalte sind zum Beispiel:

  • Grundlagen der Geologie und Lagerstättenkunde
  • Bedienung, Wartung und einfache Störungen von Abbaumaschinen
  • Sprengvorbereitung, Umgang mit Sprengmitteln und Sicherheitsregeln
  • Arbeitssicherheit, Wetterüberwachung und Notfallmaßnahmen im Bergwerk

Durch Übungsprojekte, Lehrwerkstätten und reale Einsätze im Betrieb vertiefst du dein Wissen. So kannst du selbstständig arbeiten und Abläufe im Bergbau sicher einschätzen.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Bergbautechnologe

Für die Bergbautechnologe Ausbildung brauchst du meist mindestens einen Hauptschulabschluss, viele Betriebe wünschen sich einen mittleren Schulabschluss. Wichtig ist, dass du körperlich belastbar bist und keine starke Platz- oder Höhenangst hast, denn du arbeitest in engen Strecken oder auf großen Anlagen. Du solltest Interesse an Technik, Naturwissenschaften und praktischer Arbeit mitbringen.

Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und ein sicheres Auftreten sind ebenfalls wichtig. Vor der Einstellung wird oft eine arbeitsmedizinische Untersuchung durchgeführt. Damit wird geprüft, ob du gesundheitlich für die Arbeit im Bergbau geeignet bist.

Weiterbildung & Karrierechancen als Bergbautechnologe

Nach deiner Ausbildung stehen dir als Bergbautechnologin viele Wege offen. Du kannst dich im Betrieb zum Spezialisten für bestimmte Anlagen, für Sprengtechnik oder Sicherheit entwickeln. Mit Berufserfahrung sind Weiterbildungen zum Vorarbeiter, Schichtführer oder Industriemeister im Bereich Bergbau möglich. Damit übernimmst du mehr Verantwortung für Personal und Abläufe.

Wenn du dich schulisch weiterentwickelst, zum Beispiel mit Fachhochschulreife, kannst du Studiengänge wie Bergbau, Rohstofftechnik oder Maschinenbau anschließen. Durch diese Schritte sicherst du dir langfristig gute Karrierechancen und kannst als Bergbautechnologe in Leitungs- oder Planungsfunktionen wechseln.

Eine Tätigkeit im Bereich Bau & Vermessung oder Technik & Metall kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Fazit: Das erwartet dich als Bergbautechnologe

Die Bergbautechnologe Ausbildung bietet dir einen spannenden Einstieg in eine Welt aus Technik, Rohstoffen und besonderen Arbeitsorten. Du arbeitest mit großen Maschinen, übernimmst Verantwortung für Sicherheit und bist Teil eines eingespielten Teams. Wenn du gerne praktisch anpackst, dich für Technik interessierst und Schichtarbeit für dich in Ordnung ist, passt dieser Beruf gut zu dir.

Mit solider Vergütung, klaren Aufstiegsmöglichkeiten und vielen Spezialisierungen hast du langfristig gute Perspektiven. So kannst du dir als Bergbautechnologe Schritt für Schritt eine stabile und abwechslungsreiche Karriere aufbauen.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Als Bergbautechnologe ist der Arbeitsmarkt für dich aktuell solide, aber regional unterschiedlich. In Regionen mit aktivem Bergbau findest du eher Stellenangebote in Tagebau, Untertagebau und Gewinnung von Rohstoffen. Viele Betriebe suchen Nachwuchs mit abgeschlossener Ausbildung. Mit Weiterbildungen steigen deine Chancen auf sichere, gut bezahlte Jobs.

Ja, der Beruf Bergbautechnologe ist für Quereinsteiger möglich, aber meistens nur über eine geregelte Ausbildung. Hast du schon Erfahrung in Technik, Handwerk oder Industrie, kann dir das angerechnet werden. Oft werden Einstiegsjobs als Helfer angeboten, über die du später die Ausbildung zum Bergbautechnologen nachholen kannst. Wichtig sind Motivation, Belastbarkeit und Lust auf Schichtarbeit.

Als Bergbautechnologe brauchst du vor allem Technikverständnis und körperliche Fitness. Du solltest gern mit großen Maschinen arbeiten und keine Angst vor Höhe oder Enge haben. Teamfähigkeit ist wichtig, weil du im Schichtdienst nie allein unterwegs bist. Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein stehen beim Bergbautechnologen im Mittelpunkt, da du ständig Sicherheitsvorschriften einhalten musst.

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