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Gerüstbauer / Gerüstbauerin
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 1.041 – 1.507 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss teilw. ohne Abschluss möglich

Was macht ein Gerüstbauer (m/w/d)?

Als Gerüstbauer sorgst du dafür, dass Arbeiten in der Höhe sicher möglich sind. Du planst, misst aus und entscheidest, welches Gerüst gebraucht wird. Danach baust du Arbeits-, Schutz- oder Traggerüste auf, sicherst alles ab und prüfst die Stabilität. Auch der Abbau und die Lagerung der Teile gehören dazu.

Gerüstbauer arbeiten immer nach festen Sicherheitsregeln und achten auf genaue Montagepläne. Auf der Baustelle bist du viel im Team unterwegs, trägst Verantwortung und packst kräftig an. Sie kümmern sich außerdem um den Transport und die Pflege der Gerüstteile, reparieren beschädigte Elemente und passen Konstruktionen an, wenn sich die Baustelle ändert.

Auftraggeber für diese Gerüste und Arbeitsplattformen sind wiederum andere Unternehmen, wie beispielsweise Baufirmen, damit diese ihre Tätigkeiten durchführen können.

Nicht immer arbeitest du draußen an der frischen Luft. Auch innerhalb von Gebäuden kümmerst du dich um den Aufbau von Gerüsten. Wird beispielsweise der Innenraum einer Kirche renoviert, baust du das spezielle Gerüst auf. Denn die hohen gewölbten Decken erfordern – genauso wie die Arbeit an Fassaden – ein Gerüst.

Weitere spezielle Gerüste konstruierst du für Brücken oder die Arbeit an Industrieanlagen. Hier setzt du Hubarbeitsbühnen oder Vorschubgerüste ein.

Wo kann ich als Gerüstbauer arbeiten?

Als Gerüstbauer hast du viele Einsatzorte. Am häufigsten arbeitest du in Gerüstbaufirmen, bei Bau- oder Ausbaufirmen. Auch Brücken- und Tunnelbau, Reinigungsunternehmen mit Einsätzen in Höhe sowie Montagebetriebe sind typische Arbeitgeber. Gerüstbauer sind zudem im Eventbereich gefragt, zum Beispiel beim Bau von Tribünen oder Bühnen. Je nach Betrieb bist du auf wechselnden Baustellen in deiner Region unterwegs oder reist zu größeren Projekten.

Arbeitszeiten als Gerüstbauerin

Als Gerüstbauer arbeitest du in der Regel werktags und startest oft früh, weil Baustellen bei Tageslicht laufen. Je nach Projekt kann es zu Überstunden kommen, etwa wenn ein Gerüst termingerecht stehen muss. Im Sommer sind die Tage oft länger, im Winter kann das Wetter den Ablauf bestimmen. Gerüstbauer arbeiten hauptsächlich im Freien, also brauchst du wetterfeste Kleidung und eine gute Kondition. Bei manchen Einsätzen fährst du morgens von der Firma zur Baustelle und abends zurück.
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Wie viel verdient ein Gerüstbauer?

Nach der Ausbildung kannst du als Gerüstbauer mit einem soliden Gehalt im Monat starten. Das Gehalt hängt allerdings stark von Region, Betrieb, Branche und Tarifbindung ab. In der Metallindustrie kannst du mit einem Einstiegsgehalt von 3.000 bis 3.600 Euro rechnen. Im Dachdeckerhandwerk dagegen sind rund 3.200 bis 3.900 Euro im Monat typisch.

Als Gerüstbauer kannst du dein Gehalt später noch durch Erfahrung, Zusatzqualifikationen und Verantwortung deutlich steigern. Besonders mit Meistertitel oder in leitenden Funktionen sind höhere Gehälter für dich realistisch.

Wie viel verdient ein Gerüstbauer in der Ausbildung?

Als Gerüstbauer bzw. Gerüstbauerin kannst du in der Ausbildung im Schnitt mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 1.041 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.240 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.507 Euro

Du willst mehr wissen? Hier geht es zur Gerüstbauer Gehaltsseite.

Wie läuft die Ausbildung als Gerüstbauer ab?

Wenn du Gerüstbauerin werden möchtest, ist der typische Weg in den Beruf eine duale Ausbildung. Du lernst im Betrieb die Praxis und in der Berufsschule die Theorie.

Dort geht es um Pläne, Tragfähigkeit, Arbeitssicherheit und Bautechnik. Im Betrieb übst du den Transport, das Einrichten der Baustelle, den Aufbau, die Verankerung und den sicheren Abbau.

Wie lange dauert die Ausbildung als Gerüstbauer?

Die Gerüstbauer Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. In dieser Zeit hast du eine Zwischenprüfung vor Ende des zweiten Jahres und am Ende die Gesellenprüfung.

Unter bestimmten Bedingungen kannst du die Ausbildung auch verkürzen, zum Beispiel mit sehr guten Leistungen oder einem höheren Schulabschluss.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Gerüstbauer?

Während deiner Ausbildung im Betrieb lernst du, wie du die richtigen Gerüstbauteile in Abhängigkeit vom Einsatzort auswählst. Dabei nutzt du Skizzen, Zeichnungen und Pläne, deren Auswertung und Anwendung du in deiner Ausbildung lernst.

In der Berufsschule lernst du in berufsspezifischen Fächern, wie du eine Baustelle sicher einrichtest und einen festen Untergrund herstellst. Außerdem lernst du, wie du spezielle Gerüste baust, beispielsweise für einen Turm. Zusätzlich stehen allgemeinbildende Fächer wie der Deutschunterricht auf deinem Stundenplan in der Berufsschule.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Gerüstbauer

Gerüstbauer kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die meisten Azubis haben einen Hauptschulabschluss, gefolgt von Azubis mit einem Realschulabschluss.

Gute Noten und Kenntnisse in Mathe und Werken zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir später im Beruf, da du nicht nur Materialmengen berechnen musst, sondern auch handwerkliches Geschick benötigst. Auch gute Deutschkenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss.

Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Gerüstbauer mitbringst. In diesem Beruf ist vor allem Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein wichtig, z.B. musst du die Sicherheit von Kollegen beim Gerüstbau beachten. Zudem solltest du Durchhaltevermögen haben sowie handwerklich-technisches Geschick, dass dir z.B. beim Montieren und Demontieren von Gerüsten hilft.

Schulfächer
  • Mathe
  • Werken
  • Deutsch
Stärken
  • Handwerklich-technisches Geschick
  • Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
  • Durchhaltevermögen
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Baustelle
  • Feste Zeiten
  • Körperliche Beanspruchung

Eine Tätigkeit im Bereich Technik, Metall & Maschinenbau oder Bau kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung und Karrierechancen als Gerüstbauerin

Nach der Ausbildung stehen dir als Gerüstbauer viele Wege offen. Sehr beliebt ist der Weg zum Gerüstbauermeister. Damit übernimmst du Leitung, bildest aus und verdienst in der Regel mehr.

Du kannst dich auch zum Techniker Bautechnik weiterbilden oder als Gerüstbau-Kolonnenführer mehr Verantwortung auf der Baustelle übernehmen.

Mit Berufspraxis ist sogar ein Studium möglich, zum Beispiel Bauingenieurwesen; mit Meistertitel oft auch ohne Abitur. Mit dem Meisterbrief kannst du dich darüber hinaus auch selbstständig machen.

Fazit: Sichere Zukunftsaussichten als Gerüstbauer

Die Gerüstbauer Ausbildung bringt dich in einen handfesten Beruf mit Verantwortung, Teamarbeit und Abwechslung. Du arbeitest draußen, siehst jeden Tag, was du gebaut hast, und hast solide Aufstiegschancen. Das Gehalt entwickelt sich als Gerüstbauer mit Erfahrung und Qualifikation gut, besonders in Regionen mit hoher Nachfrage. Wenn du fit bist, gern im Team arbeitest und Sicherheit großschreibst, passt der Job Gerüstbauer zu dir.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Als Gerüstbauer hast du aktuell gute Jobchancen, weil auf vielen Baustellen Fachkräfte fehlen und ständig gebaut und saniert wird. In Vollzeit findest du als Gerüstbauer oft schnell Stellenangebote, vor allem in Städten und in Handwerksbetrieben. Saisonarbeit spielt eine Rolle, aber mit Erfahrung, Zuverlässigkeit und Weiterbildungen sind deine Karrierechancen im Bauhandwerk stabil.

Ja, als Gerüstbauer kannst du auch als Quereinsteiger einsteigen, wenn du motiviert bist und körperlich fit bist. Viele Betriebe bieten dir eine Ausbildung oder Umschulung im Gerüstbau an und lernen dir alles Schritt für Schritt. Besonders hilfreich ist es, wenn du als angehender Gerüstbauer schon Erfahrung auf der Baustelle gesammelt hast oder ein Praktikum gemacht hast.

Für den Job als Gerüstbauer brauchst du vor allem körperliche Fitness und solltest schwindelfrei sein. Außerdem arbeitest du als Gerüstbauer im Team, also sind Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit wichtig. Du solltest sorgfältig arbeiten, ein gutes Sicherheitsbewusstsein haben und mit Werkzeug umgehen können. Technisches Verständnis hilft dir, Aufbaupläne und Konstruktionen zu verstehen und sauber umzusetzen.

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Ausbildungsgehalt (brutto pro Monat)
1. Ausbildungsjahr
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