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Glasveredler / Glasveredlerin
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 840 – 975 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss i. d. R. Mittlere Reife

Aktualisiert am 18.05.2026

Was macht ein Glasveredler (m/w/d)?

Als Glasveredler bearbeitest du Glas, damit daraus ein besonderes Produkt entsteht. Du stellst das Glas meist nicht selbst her, sondern gibst ihm durch Schleifen, Gravieren, Polieren, Ätzen, Bemalen oder Verschmelzen seine endgültige Form. So können zum Beispiel Türen, Fenster, Spiegel, Vasen, Gläser, Lampen oder Kunstverglasungen entstehen. Je nach Fachrichtung arbeitest du eher mit Flachglas, mit Hohlglas oder mit farbigen Glasstücken für Kunstfenster.

Oft arbeitest du nach Zeichnungen oder Kundenwünschen. Manchmal entwickelst du auch eigene Entwürfe und setzt sie anschließend mit Werkzeugen, Maschinen und passenden Schutzmitteln genau um. Stellst du Produkte wie Spiegel, Fenster oder Wappen her, dann wirst du diese auch beim Kunden montieren. Hierbei kann es sein, dass du auf Gerüsten oder Leitern arbeitest und schwere, leicht zerbrechliche Ware tragen musst.

Wo kann ich als Glasveredler arbeiten?

Als Glasveredler kannst du in verschiedenen Betrieben arbeiten, die Glas gestalten, bearbeiten oder restaurieren. Typische Arbeitsorte sind Glaswerkstätten, Kunstglasereien, Glasveredlungsbetriebe, Glashütten oder Abteilungen der Glasindustrie. Auch Betriebe der optischen Industrie, Restaurierungswerkstätten oder Glasereien können passende Arbeitgeber sein. Dort fertigst du Einzelstücke, Serienprodukte oder besondere Aufträge für Kunden an. Dein Arbeitsplatz liegt meistens in Werkhallen, Werkstätten oder Ateliers. Je nach Auftrag bist du aber auch direkt beim Kunden, zum Beispiel wenn eine Kunstverglasung eingebaut oder ein beschädigtes Fenster begutachtet wird.

Arbeitszeiten als Glasveredlerin

Die Arbeitszeiten als Glasveredler hängen stark davon ab, ob du im Handwerk oder in der Industrie arbeitest. In vielen Werkstätten beginnt der Arbeitstag morgens und endet am Nachmittag. Dann arbeitest du meist werktags und hast einen recht festen Tagesablauf. In größeren Industriebetrieben kann es dagegen auch Schichtarbeit geben, weil Maschinen und Produktionsabläufe länger laufen. Bei Montage- oder Restaurierungsaufträgen können Termine beim Kunden dazukommen.

Wie viel verdient ein Glasveredler?

Bist du als Glasveredler in der Glasindustrie tätig, kannst du zum Berufseinstieg oftmals mit einer Gehaltsspanne von 2.300 bis 2.800 Euro rechnen. Wie viel du als Glasveredler genau verdienst, hängt aber von Betrieb, Region, Berufserfahrung und Tarifvertrag ab. In der Industrie ist das Gehalt oft höher als in kleinen Handwerksbetrieben, weil größere Unternehmen häufiger nach Tarif zahlen. Nach der Ausbildung startest du allgemein mit einem niedrigeren Einkommen und steigerst dich mit Erfahrung, Verantwortung und Spezialisierung.

Wie viel verdient ein Glasveredler in der Ausbildung?

Machst du beispielsweise deine Ausbildung bei einem Betrieb, der nach dem Tarifvertrag für das Glaserhandwerk zahlt, dann kannst du mit folgender Vergütung rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 840 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 905 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 975 Euro

Da es sich bei dieser Ausbildung um eine duale Ausbildung handelt, wirst du auch ein Gehalt erhalten. Die Höhe der Ausbildungsvergütung hängt aber von einigen Faktoren ab, darunter der Standort deines Unternehmens und ob nach Tarifvertrag gezahlt wird oder nicht.

Wie läuft die Ausbildung zum Glasveredler ab?

Wenn du Glasveredlerin werden willst, dann musst du eine 3-jährige duale Ausbildung absolvieren. Eine duale Ausbildung absolvierst du sowohl in der Berufsschule als auch in deinem Ausbildungsbetrieb, damit du eine perfekte Mischung aus Theorie und Praxis erhältst.

Am Ende des 2. Ausbildungsjahres wirst du eine Zwischenprüfung ablegen, die dazu dient, deinen Wissensstand zu ermitteln. Nach dem 3. Jahr musst du dann noch die Abschlussprüfung bestehen, ehe du Glasveredler wirst.

Im 3. Ausbildungsjahr kannst du dich auf eine der folgenden 3 Fachrichtungen spezialisieren:

  • Glasmalerei und Kunstverglasung
  • Kanten- und Flächenveredelung
  • Schliff und Gravur

Wie lange dauert die Ausbildung als Glasveredler?

Die Ausbildung als Glasveredler dauert in der Regel 3 Jahre. In dieser Zeit lernst du zuerst die Grundlagen des Berufs und entscheidest dich dann für eine Fachrichtung. Möglich sind Kanten- und Flächenveredlung, Schliff und Gravur sowie Glasmalerei und Kunstverglasung.

Wenn du sehr gute Leistungen zeigst oder schon passende Vorkenntnisse hast, kann eine Ausbildungsverkürzung möglich sein. Das entscheidest du aber nicht allein, sondern Ausbildungsbetrieb, Berufsschule und zuständige Stelle müssen zustimmen.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Glasveredler?

Die Ausbildung zum Glasveredler läuft dual ab, bedeutet, dass du im Betrieb und der Berufsschule unterrichtet wirst. Im Betrieb lernst du alle wichtigen theoretischen Inhalte, beispielsweise:

  • Wie du die verschiedenen Geräte handhabst
  • Wie du Glas richtig bearbeitest
  • Wie du aufwendige Verzierungen aufträgst
  • Wie du mit diversen Klebern, Farben und Flüssigkeiten arbeitest

Im dritten Ausbildungsjahr werden dir dann noch fachspezifischen Inhalte, je nach Spezialisierung, beigebracht.

In der Berufsschule wird dir das benötigte theoretische Wissen gelehrt. Du belegst zum einen allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Wirtschaft und Sozialkunde, zum anderen wird dir auch fachspezifisches Wissen beigebracht, darunter:

  • Die historische Entwicklung von Glas
  • Wie man die richtige Glasart auswählt
  • Wie man Motive erstellt

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Glasveredler

Rechtlich gesehen, kannst du die Ausbildung zum Glasveredler mit jedem Abschluss beginnen. Vor allem die Ausbildungen mit der Spezialisierung Schliff und Gravur sowie Kanten- und Flächenveredlung können auch mit einem Hauptschulabschluss angefangen werden. Für die Fachrichtung Glasmalerei und Kunstverglasung werden aber hauptsächlich angehende Azubis mit Hochschulreife eingestellt.

Doch nicht nur dein Abschluss zählt, auch gute Noten in bestimmten Fächern können dir bei der Bewerbung weiterhelfen. Vor allem die Fächer Kunst, Mathe und Werken/Technik helfen dir hierbei.

Du kannst außerdem mit deinen persönlichen Stärken und Soft Skills im Berufsalltag punkten. Als Glasveredler solltest du über eine sorgfältige Arbeitsweise, Fingergeschick und einen Sinn für Ästhetik verfügen. Glas ist zerbrechlich, und manche Arbeitsschritte lassen sich nicht einfach rückgängig machen.

Schulfächer
  • Werken/Technik
  • Kunst
  • Mathe
Stärken
  • Sinn für Ästhetik
  • Fingergeschick
  • Sorgfältige Arbeitsweise
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Werkstätten
  • Kundenkontakt
  • Tragen von Schutzkleidung

Weiterbildung und Karrierechancen als Glasveredlerin

Nach der Ausbildung kannst du Berufserfahrung sammeln und dich in Techniken wie Restaurierung, Gravur, Kunstverglasung, Glasgestaltung oder Maschinenarbeit vertiefen. Strebst du den Meister im Glasveredler-Handwerk an, kannst du später einen Betrieb leiten, eigene Aufträge planen und Auszubildende anleiten. Auch eine Weiterbildung zum Gestalter im Handwerk passt, wenn du kreativer arbeiten möchtest.

Wenn du dagegen stärker in Organisation und Führung gehen willst, kann auch der Betriebswirt nach der Handwerksordnung interessant sein.

Zuletzt käme natürlich auch ein Studium als Weiterbildung infrage. Du könntest beispielsweise einen der folgenden Studiengänge belegen:

Fazit: Vielfältige Chancen als Glasveredler

Glasveredler ist ein Beruf für alle, die gern genau arbeiten und gleichzeitig kreativ sein wollen. Du siehst am Ende des Tages, was du geschaffen hast: ein Muster, eine Gravur, ein restauriertes Fenster oder ein sauber verarbeitetes Glasstück. Die Ausbildung verbindet Handwerk, Gestaltung und Technik. Dadurch wird der Beruf nicht eintönig, denn jedes Material und jeder Auftrag bringt eigene Anforderungen mit.

Besonders gut passt die Ausbildung zu dir, wenn du Geduld, ein ruhiges Händchen und Interesse an Formen, Farben und Oberflächen hast. Nach dem Abschluss kannst du in Werkstätten, Glasbetrieben oder der Industrie arbeiten und dich langfristig Schritt für Schritt weiterentwickeln.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Auf dem Arbeitsmarkt hast du als Glasveredler derzeit gute Chancen auf einen sicheren Job. In Bau, Innenausbau, Werbung und Möbelbranche werden ständig Fachkräfte gesucht. Viele Betriebe finden nur schwer Azubis, deshalb sind deine Übernahmechancen nach der Ausbildung hoch. Mit Berufserfahrung kannst du dich als Glasveredler spezialisieren oder eine Weiterbildung im Glashandwerk machen.

Ja, als Glasveredler kannst du auch als Quereinsteiger starten, wenn du motiviert bist. Häufig läuft der Einstieg über eine reguläre Ausbildung, in der dir alle Arbeitsschritte mit Glas gezeigt werden. Hast du schon Erfahrung im Handwerk oder in der Produktion, ist das ein Plus. Sprich Betriebe direkt an und frag nach Einstiegschancen als Glasveredler.

Für den Beruf Glasveredler solltest du vor allem sorgfältig und handwerklich geschickt sein. Du arbeitest viel mit Maschinen, deshalb sind technisches Verständnis und ein gutes Auge für Maße wichtig. Auch Kreativität, Konzentration und Teamfähigkeit helfen dir im Alltag. Wenn du genau arbeiten kannst und zuverlässig bist, passt der Job als Glasveredler gut zu dir.

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Ausbildungsgehalt (brutto pro Monat)
1. Ausbildungsjahr
840 €
2. Ausbildungsjahr
905 €
3. Ausbildungsjahr
975 €
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Bildnachweis:
„Glasveredler“ ©KOTO - stock.adobe.com
„Glasveredlerin graviert Glas“ ©Daniel Jędzura - stock.adobe.com