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Industriekaufmann / Industriekauffrau
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 1.099 – 1.266 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss i. d. R. Abitur oder Fachabitur

Aktualisiert am 03.07.2026

Was macht ein Industriekaufmann (m/w/d)?

In deiner Rolle als Industriekaufmann kümmerst du dich um viele verschiedene kaufmännische und betriebswirtschaftliche Aufgaben, beispielsweise mit Materialwirtschaft, Vertrieb und Marketing, aber auch mit Personal- sowie Finanz- und Rechnungswesen. Du bist das kaufmännische Herzstück eines Industrieunternehmens und hast folgende Aufgaben:

  • Einkauf und Materialwirtschaft: Du organisierst den Kauf von Rohstoffen und Dienstleistungen, verhandelst mit Lieferanten und stellst sicher, dass alles pünktlich ankommt.
  • Vertrieb und Marketing: Du bearbeitest Kundenaufträge, erstellst Angebote, kalkulierst Preise und unterstützt beim Entwickeln von Marketingstrategien.
  • Finanz- und Rechnungswesen: Du führst Buchungen durch, erstellst Rechnungen, kontrollierst Zahlungseingänge und analysierst die finanzielle Entwicklung.
  • Personalwesen: Du erstellst Arbeitsverträge, führst Lohnabrechnungen durch und planst den Einsatz des Personals.
  • Produktionsplanung: Du koordinierst die Produktion und sorgst für rechtzeitige Lieferungen.
  • Projektmanagement: Du planst und begleitest Projekte, wie die Einführung neuer Produkte oder das Verbessern von Arbeitsprozessen.

Wo kann ich als Industriekaufmann arbeiten?

Industriekaufleute können in nahezu jedem größeren Unternehmen und in allen Branchen arbeiten, denn ihre Kenntnisse werden in vielen Bereichen benötigt. Überall dort, wo es um Verwaltungs- und Organisationsaufgaben geht, sind diese Fachkräfte gefragt. Du arbeitest in Industrieunternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Chemie, Automobil, Elektrotechnik oder Lebensmittelproduktion – um nur einige zu nennen. Auch im Handel und in Dienstleistungsbetrieben werden Industriekaufleute eingesetzt.

Dein Arbeitsplatz ist in erster Linie das Büro, wo du mit branchenüblicher Software arbeitest und betriebswirtschaftliche Prozesse steuerst. Je nach Unternehmen und Aufgabengebiet kannst du aber auch in Lager- oder Produktionshallen eingesetzt werden, zum Beispiel wenn es um Materialwirtschaft und Logistik geht. Die Vielfalt macht diesen Beruf besonders attraktiv.

Arbeitszeiten als Industriekauffrau

Die Arbeitszeiten als Industriekauffrau sind meist geregelt und orientieren sich an den üblichen Bürozeiten. Wochenend- und Feiertagsarbeit ist in diesem Beruf eher die Ausnahme und kommt kaum vor. Meist arbeitest du in einem Vollzeitjob, was etwa 35 bis 40 Stunden pro Woche bedeutet. Manche Unternehmen bieten auch flexible Arbeitszeitmodelle an, die nach Absprache variiert werden können. Gerade in größeren Betrieben ist auch Homeoffice eine Option. Gelegentlich kann es in bestimmten Projektsituationen zu Mehrarbeit kommen, aber das wird meistens durch Freizeitausgleich geregelt.

Wie viel verdient ein Industriekaufmann?

Nach dem Abschluss der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt als Industriekaufmann im Einzelhandel bei ca. 2.200 Euro brutto im Monat. In einigen Branchen, z. B. der chemischen Industrie, steigst du bereits mit 3.600 Euro ein. Mit steigender Berufserfahrung wächst auch dein Gehalt deutlich: Im Durchschnitt verdienen erfahrene Industriekaufleute rund 3.800 Euro brutto pro Monat. Wer sich weiterbildet oder eine Führungsposition übernimmt, kann noch deutlich mehr verdienen. Auch die Branche und die Region spielen eine wichtige Rolle – in Hessen zum Beispiel fällt das Gehalt erfahrungsgemäß überdurchschnittlich hoch aus. Zusätzlich zahlen viele tarifgebundene Unternehmen Urlaubs- und Weihnachtsgeld, was das Jahresgehalt spürbar verbessert.

Wie viel verdient ein Industriekaufmann in der Ausbildung?

In der Ausbildung zum Industriekaufmann bzw. zur Industriekauffrau kannst du im Schnitt mit folgender Ausbildungsvergütung rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 1.099 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.171 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.266 Euro

Du möchtest noch mehr über das Industriekaufmann Gehalt erfahren? Hier geht es zur Gehaltsseite Industriekauffrau.

Wie läuft die Ausbildung als Industriekaufmann ab?

Industriekaufmann wirst du über eine duale Ausbildung. Das bedeutet, du verbringst einen Teil deiner Zeit in der Berufsschule, um theoretische Kenntnisse zu erwerben, und den anderen Teil in einem Ausbildungsunternehmen, um praktische Erfahrungen zu sammeln.

Du lernst die verschiedenen Abteilungen deines Unternehmens kennen, wie Einkauf, Verkauf und Controlling. Die Berufsschule ergänzt dein praktisches Wissen mit Unterricht in Fächern wie Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen und Wirtschaftsrecht. Zudem entwickelst du Fähigkeiten in Projektmanagement und digitaler Kommunikation, die heute besonders wichtig sind. Diese Kombination aus Theorie und Praxis bereitet dich gut auf deine zukünftige Arbeit vor.

Wie lange dauert die Ausbildung als Industriekaufmann?

Die Ausbildung zur Industriekauffrau dauert in der Regel 3 Jahre. In dieser Zeit lernst du sowohl in der Berufsschule als auch im Ausbildungsbetrieb. Falls du sehr gute Leistungen erbringst, gibt es die Möglichkeit, die Ausbildung um ein halbes Jahr zu verkürzen. Die duale Struktur der Ausbildung ermöglicht es dir, theoretisches Wissen und praktische Erfahrung zu kombinieren.

In der Mitte des 2. Ausbildungsjahres absolvierst du eine schriftliche Zwischenprüfung. Am Ende der Ausbildung warten 3 schriftliche Prüfungen in den Bereichen Geschäftsprozesse, kaufmännische Steuerung und Kontrolle sowie Wirtschafts- und Sozialkunde auf dich und eine mündliche Abschlussprüfung im Bereich Einsatzgebiet. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Industriekaufmann.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Industriekaufmann?

In deiner Ausbildung zum Industriekaufmann lernst du viele wichtige Kenntnisse und Fertigkeiten, die dich auf deine berufliche Zukunft vorbereiten. Hier sind die zentralen Inhalte, die dich erwarten:

  • Personalwesen: Du planst den Personalbedarf, organisierst Vorstellungsgespräche und stellst neue Mitarbeitende ein.
  • Rechnungswesen: Du wirst in die Buchführung eingeführt und bist an der Erstellung von Rechnungen und dem Jahresabschluss beteiligt.
  • Einkauf und Materialwirtschaft: Du holst Angebote ein, vergleichst Preise und sorgst dafür, dass Materialien pünktlich bereitstehen.
  • Vertrieb und Marketing: Du arbeitest an Verkaufsstrategien, erstellst Angebote und hilfst bei Marketingmaßnahmen.
  • Finanz- und Rechnungswesen: Du unterstützt die Buchführung, bearbeitest Rechnungen und behältst die Kosten im Auge.
  • Controlling: Du lernst, wie betriebswirtschaftliche Prozesse geplant, gesteuert und kontrolliert werden.

Diese vielfältige Ausbildung bereitet dich darauf vor, in verschiedenen Abteilungen eines Unternehmens erfolgreich zu arbeiten. Du wirst umfassend auf die unterschiedlichen Aufgaben vorbereitet, denen du in deinem beruflichen Alltag begegnen wirst.

Voraussetzungen für die Ausbildung zur Industriekauffrau

Um eine Ausbildung zum Industriekaufmann beginnen zu können, sind bestimmte Voraussetzungen erforderlich. Oft verlangen Ausbildungsbetriebe mindestens einen guten Realschulabschluss, wobei ein höherer Bildungsabschluss von Vorteil sein kann. Weitere wichtige Voraussetzungen sind gute Mathe- und Deutschkenntnisse, da diese oft im Berufsalltag benötigt werden.

Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit sind ebenfalls wichtig, da du viel mit Kollegen, Kunden und Lieferanten zu tun haben wirst. Eine gute Selbstorganisation und ein Grundverständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge können dir im Ausbildungsalltag ebenfalls hilfreich sein.

Schulfächer
  • Deutsch
  • Mathe
  • Englisch
Stärken
  • Sorgfalt & Genauigkeit
  • Neugierde & Lernbereitschaft
  • Analytische Fähigkeiten
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Büro
  • Flexible Zeiten, Gleitzeit
  • Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Eine Tätigkeit im kaufmännischen Bereich kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung und Karrierechancen als Industriekaufmann

Nach der Ausbildung zur Industriekauffrau ist deine Karriere noch längst nicht am Ende – sie fängt gerade erst an. Es gibt zahlreiche Weiterbildungen, mit denen du dich auf Führungspositionen vorbereiten oder dich auf einen bestimmten Bereich spezialisieren kannst. Zu den beliebtesten Optionen zählen:

  • Staatlich geprüfter Betriebswirt: Vollzeit 2 Jahre, Teilzeit 4 Jahre, ebnet den Weg in die Führungsebene
  • Fachkaufmann IHK: Mit Schwerpunkten wie Marketing, Personal oder Büromanagement, dauert 3 bis 4 Jahre
  • Bilanzbuchhalter: Ideal für alle, die sich im Finanz- und Rechnungswesen vertiefen möchten
  • Studium der Wirtschaftswissenschaft, BWL oder Business Administration : Für alle, die noch weiter aufsteigen und akademische Qualifikationen erwerben wollen

Ein großer Vorteil der Industriekaufmann-Ausbildung ist, dass du danach auch berufsbegleitend studieren kannst. So bleibst du finanziell unabhängig, während du dir gleichzeitig weitere Qualifikationen aufbaust. Mit Berufserfahrung und den richtigen Weiterbildungen sind Positionen als Abteilungsleiter, Controller oder Personalmanager gut erreichbar.

Fazit: Vielfältige Chancen als Industriekaufmann

Die Ausbildung zum Industriekaufmann ist eine ausgezeichnete Wahl, wenn du Interesse an kaufmännischen Prozessen hast und gerne in verschiedenen Bereichen eines Unternehmens tätig sein möchtest. Du lernst in drei Jahren alles Wichtige rund um Einkauf, Vertrieb, Personal und Finanzen – und das in einem modernen, praxisnahen Ausbildungsformat. Die Vergütung ist bereits während der Ausbildung attraktiv, und nach dem Abschluss stehen dir in nahezu allen Branchen viele Türen offen. Mit gezielten Weiterbildungen kannst du deine Karriere kontinuierlich ausbauen und auch Führungspositionen anstreben. Wer gerne organisiert, Zahlen mag und kommunikativ ist, findet im Industriekaufmann einen zukunftssicheren und abwechslungsreichen Beruf.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Der Arbeitsmarkt als Industriekaufmann ist für dich aktuell ziemlich sicher und bietet viele Einstiegsmöglichkeiten in verschiedenen Branchen. Du findest als Industriekaufmann Jobs in Industrieunternehmen, im Handel und in Dienstleistungsbetrieben. Besonders gefragt sind Azubis mit guten Noten, sicheren PC-Kenntnissen und Interesse an Zahlen. Mit etwas Berufserfahrung steigen deine Chancen auf unbefristete Stellen und bessere Aufstiegsmöglichkeiten im Büro.

Ja, der Beruf Industriekaufmann ist auch für Quereinsteiger interessant, wenn du bereit bist, dir Grundlagen im kaufmännischen Bereich anzueignen. Oft kommst du als Industriekaufmann über eine Umschulung, Weiterbildung oder erste Erfahrungen im Büro in den Job. Wichtig sind dir dabei Lernbereitschaft, sichere PC-Kenntnisse, etwas Buchhaltungswissen und ein gutes Verständnis für Zahlen und Abläufe.

Als Industriekaufmann solltest du vor allem zuverlässig sein und sorgfältig arbeiten können. Du brauchst Spaß an Zahlen, Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen und sichere Kenntnisse in Deutsch und Mathe. Hilfreich sind außerdem ein ruhiger Umgang mit Kunden, Teamfähigkeit, Organisationstalent sowie gute Kenntnisse in gängigen Office-Programmen, damit du Angebote, Rechnungen und Tabellen sicher bearbeiten kannst.

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Für alle, die lieber Videos als Texte konsumieren, haben wir in unserem YouTube-Video einmal zusammengefasst, wie du Industriekaufmann wirst, was man als Industriekauffrau macht und wie viel Geld du verdienst. --> Berufe2Go, Film ab!

Ausbildungsgehalt (brutto pro Monat)
Überdurchschnittliche Bezahlung
1. Ausbildungsjahr
1.099 €
2. Ausbildungsjahr
1.171 €
3. Ausbildungsjahr
1.266 €
Freie Ausbildungsplätze
Ausbildungsplatz Industriekauffrau bzw. Industriekaufmann
  • vhh.mobility | Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH
  • 01.08.2027
  • 21029 Hamburg

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