Maler und Lackierer / Malerin und Lackiererin
Ausbildung & Beruf
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Was macht ein Maler und Lackierer (m/w/d)?
Als Maler und Lackierer streichst du Wände, bringst du Tapeten an und gestaltest Fassaden. Du verleihst damit Innenräumen und Außenbereichen ein neues Aussehen und schützt Oberflächen vor Umwelteinflüssen. Zudem ist das Lackieren von Autos und Maschinen Teil des Berufs. Hierbei ist viel Kreativität gefragt, um den Wünschen der Kunden gerecht zu werden und ansprechende Designs zu entwerfen. Farben und Materialien müssen sorgfältig ausgesucht werden, um das beste Ergebnis zu erzielen. Eine Grundvoraussetzung für den Beruf ist eine Leidenschaft für Farbe und Gestaltung.
Für deine Ausbildung zum Maler und Lackierer bzw. zur Malerin und Lackiererin kannst du zwischen 5 unterschiedlichen Fachrichtungen wählen:
- Bauten- und Korrosionsschutz,
- Gestaltung und Instandhaltung,
- Ausbautechnik und Oberflächengestaltung,
- Energieeffizienz- und Gestaltungstechnik sowie
- Kirchenmalerei und Denkmalpflege.
In deinem Beruf als Maler und Lackierer hast du viele verschiedene Aufgaben. Diese Arbeiten erfordern sowohl kreative als auch technische Fähigkeiten.
- Vorbereitung von Untergründen: Du reinigst, schleifst und spachtelst Flächen, um eine optimale Basis für Anstriche oder Tapeten zu schaffen.
- Anstrich und Lackierung: Du verwendest Farben und Lacke auf Wände, Decken und Fassaden, um Räume zu gestalten und Oberflächen zu schützen.
- Tapezierarbeiten: Du bringst Tapeten an, um Räume neu zu gestalten.
- Oberflächenbehandlung: Du behandelst Materialien wie Holz, Metall und Kunststoff, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen.
- Kundenberatung: Du berätst Kundinnen und Kunden bei der Wahl von Farben und Materialien.
- Restaurierungsarbeiten: Du restaurierst und pflegst historische Gebäude und Kunstwerke.
- Dämm- und Isolierarbeiten: Du bringst Dämmmaterialien an, um Energieeffizienz zu fördern.
Durch diese vielfältigen Tätigkeiten trägst du dazu bei, Gebäude attraktiv zu machen und ihren Wert zu erhalten. Dein Einsatz ist daher sowohl für das Aussehen als auch für die funktionalen Aspekte von Gebäuden entscheidend.
Wo kann ich als Maler und Lackierer arbeiten?
Als Maler und Lackierer kannst du in einem klassischen Handwerksbetrieb, in der Industrie oder sogar bei Behörden arbeiten. Viele Maler sind auch in größeren Bauunternehmen tätig, die sich mit Neubauten oder Renovierungen beschäftigen. Öffentliche Einrichtungen, wie Schulen oder Krankenhäuser, benötigen ebenfalls regelmäßig frische Farbanstriche und Schutzanstriche. Auch Museen und Galerien zählen zu den potenziellen Arbeitgebern, wenn es darum geht, Ausstellungsflächen zu gestalten. Dein Arbeitsplatz kann somit sehr vielfältig sein, je nachdem, wo deine Interessen liegen.
Die Arbeitszeiten als Maler und Lackierer hängen stark von der jeweiligen Baustelle ab. In der Regel arbeitest du tagsüber, meistens zwischen 7 und 16 Uhr. Es kann jedoch vorkommen, dass du auch an Wochenenden oder abends arbeitest, besonders wenn ein Projekt fertiggestellt werden muss. Während der Ausbildung ist es wichtig, dass du lernst, pünktlich und zuverlässig zu sein, da dies ein Berufsmerkmal ist. Die Flexibilität bei den Arbeitszeiten ist in diesem Beruf oft vorteilhaft, um Projekte termingerecht abzuschließen.
Wie viel verdient ein Maler und Lackierer in der Ausbildung?
Als Maler und Lackierer bzw. Malerin und Lackiererin kannst du in der Ausbildung im Schnitt mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:
- im 1. Ausbildungsjahr: 822 Euro
- im 2. Ausbildungsjahr: 909 Euro
- im 3. Ausbildungsjahr: 1.073 Euro
Du möchtest gerne mehr erfahren? Hier geht es zur Maler und Lackierer Gehaltsseite.
Wie läuft die Ausbildung als Maler und Lackierer ab?
Die Ausbildung zum Maler und Lackierer ist als duale Ausbildung organisiert. Das heißt, sie umfasst sowohl praktische als auch theoretische Lerninhalte. Du wirst in einem entsprechenden Betrieb arbeiten, um handwerkliche Fähigkeiten zu erlernen, und besuchst parallel dazu die Berufsschule. In der Berufsschule erhältst du theoretisches Wissen über Farben, Lacke und Materialien. Zudem lernst du Grundlagen in Physik und Mathematik, die im Alltag nützlich sind. Es gibt 5 Fachrichtungen, auf die du dich spezialisieren kannst:
- In der Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz kümmerst du dich um Fassaden und Wände. Deine Aufgaben umfassen den Schutz vor Umwelteinflüssen, sodass die Substanz möglichst lange erhalten bleibt. Mit speziellen Schutzmitteln und Anstrichen schützt du die Fassaden und Wände.
- In der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung steht nicht der Schutz im Vordergrund, sondern dekoratives Arbeiten. Du erneuerst und verschönerst mit verschiedenen Maltechniken, Tapeten und Farben sowohl Innen- als auch Außenwände.
- Entscheidest du dich für die Fachrichtung Ausbautechnik und Oberflächengestaltung, bekleidest, tapezierst oder gestaltest du Decken, Innenwände und Fassaden. Neben den gestalterischen Aufgaben kümmerst du dich in dieser Fachrichtung auch um Teile des Aus- und Trockenbaus.
- Neben klassischen Malerarbeiten spielen in der Fachrichtung Energieeffizienz- und Gestaltungstechnik die Themen Energieeinsparung und die Verringerung von CO2-Emissionen eine große Rolle. Hierfür kleidest du die Außen- und Innenflächen beispielsweise mit Wärmedämmsystemen aus und verhinderst den Verlust von Wärme.
- In der Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege sanierst und erhältst du alte Oberflächen und Gegenstände. Denn in diesem Bereich arbeitest du vorrangig in historischen Gebäuden. Zusätzlich gibst du den Bauwerken mit neuen Verzierungen und Malereien den Glanz vergangener Zeiten zurück.
Wie lange dauert die Ausbildung als Maler und Lackierer?
Die Ausbildung zum Maler und Lackierer dauert in der Regel 3 Jahre. In dieser Zeit erlernst du die verschiedensten Techniken und erhältst einen umfassenden Einblick in die Berufswelt. Am Ende des zweiten Jahres absolvierst du die Abschlussprüfung zum Bauten- und Objektbeschichter, die gleichzeitig die Zwischenprüfung für den Maler und Lackierer ist. Am Ende deiner Ausbildung legst du die Gesellenprüfung ab, sie besteht aus 3 schriftlichen und einer praktischen Prüfung. Wenn du die Prüfung bestehst, darfst du dich staatlich anerkannter Maler und Lackierer nennen.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Maler und Lackierer?
Während der Ausbildung lernst du verschiedene Ausbildungsinhalte kennen: Du arbeitest mit verschiedenen Werkzeugen und Materialien, lernst die richtige Anwendung von Farben und Schutzanstrichen und übst Oberflächentechniken. Auf deiner täglichen Agenda stehen vor allem diese Punkte:
- Verschiedene Farbarten kennenlernen
- Techniken des Beschichtens und Tapezierens
- Bauphysik verstehen
Darüber hinaus wird auch auf Arbeitssicherheit und Umweltschutz Wert gelegt, um sicher und nachhaltig zu arbeiten. So erwirbst du umfassende Kenntnisse, die dich bestens auf den Beruf vorbereiten.
Um eine Ausbildung zum Maler und Lackierer zu beginnen, solltest du bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Zunächst einmal sind Kreativität und ein gutes Augenmaß wichtig, um Farben und Muster erfolgreich miteinander zu kombinieren. Körperliche Fitness ist ebenfalls von Vorteil, da oft im Stehen oder an schwer erreichbaren Stellen gearbeitet wird. Teamfähigkeit ist entscheidend, da Projekte häufig zusammen mit anderen Fachleuten umgesetzt werden. Auch handwerkliches Geschick und eine sorgfältige Arbeitsweise sind maßgeblich. Wenn du diese Eigenschaften mitbringst, steht deiner Ausbildung nichts im Weg.
Welche schulischen Anforderungen brauche ich als Maler und Lackierer?
Als angehender Maler und Lackierer brauchst du keine speziellen schulischen Voraussetzungen. Ein guter Schulabschluss erhöht jedoch deine Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Viele Betriebe bevorzugen Bewerber mit mindestens einem Hauptschulabschluss. Wichtig sind vor allem gute Noten in Kunst, Werken oder Technik und Mathematik. Diese Fächer helfen dir bei der Berechnung von Materialien und der Gestaltung. Ein gutes Zeugnis und positive Bewertungen von vorherigen Arbeitsstellen sind ebenfalls von Vorteil, um deine Eignung zu unterstreichen.
- Mathe
- Chemie
- Werken/Technik
- Handwerklich-technisches Geschick
- Gestalterische Fähigkeiten
- Sorgfalt & Genauigkeit
- Umfeld: Werkstatt, Fertigungshalle, Handwerksbetrieb
- Feste Zeiten
- Körperliche Beanspruchung
Passt die Ausbildung zum Maler und Lackierer zu mir?
Überlegst du, ob die Ausbildung zum Maler und Lackierer das Richtige für dich ist? Hier sind einige Eigenschaften, die wichtig sind:
- Handwerkliches Geschick: Du solltest gut mit Werkzeugen umgehen und ein Auge für Details haben.
- Kreativität: Wenn du Freude daran hast, Räume und Fassaden zu gestalten, passt der Beruf gut zu dir.
- Interesse an Farben und Gestaltung: Ein gutes Farbempfinden und ästhetisches Gespür sind entscheidend.
- Teamfähigkeit: Oft arbeitest du im Team, also ist Zusammenarbeit wichtig.
- Körperliche Fitness: Schwindelfreiheit und körperliche Kraft helfen dir, wenn du auf Leitern oder Gerüsten stehst.
Bringst du diese Eigenschaften mit, wird dir die Ausbildung sicherlich Freude bereiten. Sie bietet dir die Möglichkeit, kreativ zu sein und im Team zu arbeiten.
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Eine Tätigkeit im Bereich Handwerk & Technik kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:
Die Ausbildung zum Maler und Lackierer ist ein guter Start ins Berufsleben. Nach deiner Ausbildung stehen dir viele Wege offen, um dich weiterzuentwickeln. Du kannst dich fachlich spezialisieren oder durch Fortbildungen mehr Verantwortung übernehmen. Ob Meisterschule, Techniker oder sogar ein Studium – die Möglichkeiten sind vielfältig. In den nächsten Abschnitten erfährst du, welche Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung bestehen und welche Karrierechancen als Maler und Lackierer auf dich warten.
Nach deiner Ausbildung zum Maler und Lackierer kannst du dich mit Anpassungsfortbildungen fachlich auf dem Laufenden halten. Dabei lernst du neue Entwicklungen in Bereichen wie Malerei und Lackiererei, Korrosionsschutz, Bauwerksabdichtung, Isolierung, Dämmung oder Trockenbau kennen.
Wenn du Karriere machen möchtest, sind Aufstiegsfortbildungen der richtige Weg. Besonders gefragt sind die Weiterbildungen zum Maler- und Lackierermeister oder zum Techniker für Farb- und Lacktechnik. Damit kannst du mehr Verantwortung übernehmen und Führungspositionen erreichen.
Auch ein Studium ist möglich. Passende Studiengänge sind Innenarchitektur, Bauingenieurwesen oder Konservierung und Restaurierung. So eröffnen sich dir weitere spannende Perspektiven im Handwerk und in der Bau- und Gestaltungsbranche.
Als Maler und Lackierer eröffnen sich dir nach der Ausbildung viele spannende Wege. Du kannst in klassischen Handwerksbetrieben, bei Bauunternehmen, in Restaurierungswerkstätten oder sogar bei großen Industriefirmen arbeiten. Dort bist du nicht nur für Malerarbeiten zuständig, sondern auch für Korrosionsschutz, Fassadengestaltung oder Innenraumdesign.
Mit wachsender Berufserfahrung und einer passenden Weiterbildung kannst du zum Vorarbeiter oder Teamleiter aufsteigen und kleinere Teams anleiten. Noch mehr Verantwortung übernimmst du als Maler- und Lackierermeister. Hier planst du Projekte, kalkulierst Aufträge und führst Mitarbeiter. Mit einem Techniker für Farb- und Lacktechnik qualifizierst du dich zusätzlich für leitende Aufgaben in der Produktion oder Qualitätssicherung.
Besonders attraktiv ist die Selbstständigkeit: Mit einem eigenen Malerbetrieb kannst du Kunden individuell beraten und eigene Projekte umsetzen. Auch eine Spezialisierung, zum Beispiel auf Restaurierung, Denkmalpflege oder kreative Gestaltungstechniken, macht dich auf dem Markt besonders gefragt.
Die Ausbildung zum Maler und Lackierer bietet dir einen abwechslungsreichen und sicheren Beruf. Du gestaltest Innenräume und Fassaden, schützt Bauwerke und setzt kreative Ideen handwerklich um. Durch Anpassungs- und Aufstiegsfortbildungen oder sogar ein Studium kannst du dein Wissen vertiefen und dich beruflich weiterentwickeln. Ob als Meister, Techniker oder mit eigenem Betrieb – die Karrierechancen sind vielfältig.
Wenn du gerne praktisch arbeitest, ein gutes Auge für Farben und Formen hast und dir ein krisensicherer Job wichtig ist, bietet dir der Beruf des Malers und Lackierers eine kreative Zukunft mit Perspektive.
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Bildnachweis: „Maler und Lackierer bei der Arbeit“ ©gzorgz – stock.adobe.com; „Malerarbeiten in Innenräumen“ ©contrastwerkstatt – stock.adobe.com