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Physiklaborant / Physiklaborantin
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 1.110 – 1.300 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3,5 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss i. d. R. Mittlere Reife

Erinnerst du dich noch an deine Kindheit zurück? An die Zeit, in der du viel experimentiert hast? Natürlich tust du das, denn Experimentieren ist heute dein Beruf. Zwar untersuchst du nicht mehr, wie ein Ei in einer Flasche verschwindet oder wie man eine Dose zum Implodieren bringen kann, aber du hast immer noch Spaß daran, physikalische Gesetze zu erforschen und damit zu experimentieren.

Berufsbild Physiklaborant / Physiklaborantin

Was macht ein Physiklaborant (m/w/d)?

Als Physiklaborant bzw. Physiklaborantin ist es deine Hauptaufgabe Eigenschaften von Werkstoffen und Systemen durch Versuche oder Messreihen zu ermitteln. Dafür baust du Versuchsanlagen auf, bereitest Messungen und Versuche vor, führst sie durch und dokumentierst die Ergebnisse. Ferner bist du für die Wartung der technischen Versuchsanlagen zuständig.

Wie sieht der Berufsalltag als Physiklaborant bzw. Physiklaborantin aus?

Dein Arbeitsplatz als Physiklaborantin ist entweder ein Labor oder eine Werkstatt. Manche Unternehmen stellen für Physiklaboranten Büroräume zur Verfügung. Mit optischen und elektrischen Prüfgeräten führst du physikalisch-technische Untersuchungen durch. Dabei kommst du mit verschiedenen Chemikalien oder sogar radioaktiven Stoffen in Kontakt. Dementsprechend musst du vorher Schutzvorkehrungen planen und umsetzen, um Gefahren für deine Gesundheit und die Umwelt zu vermeiden.

Du untersuchst eine Vielzahl von Werkstoffen und Systemen auf ihre Zusammensetzung, deren Eigenschaften und Qualität. Du testest unter anderem, wie sich bestimmte Materialeigenschaften verbessern lassen oder du prüfst Oberflächen-Beschichtungen auf ihre Haltbarkeit. An manchen Arbeitsplätzen findest du beispielsweise für Versicherungen heraus, wie ein Schadensfall entstanden sein könnte.

Bevor du einen Versuch startest, überprüfst du noch einmal alle deine benötigten Geräte. Oft sind deine Versuche sehr zeitaufwendig und müssen mehrfach durchgeführt werden, um genaue Ergebnisse zu bekommen. Die Messergebnisse wertest du an einem Computer aus und bereitest diese für Physiker oder Ingenieure weiter auf.

Physiklaboranten prüfen Oberflächenspannung Physiklaborantin analysiert Substanzen Laborgerät zur Bestimmung der Messwerte Physiklaborantin arbeitet an Probensatz Proben werden unter Mikroskop analysiert

Wo arbeitet man als Physiklaborant?

Physiklaboranten haben eine große Auswahl an Arbeitsplätzen. Die meisten von ihnen sind an Hochschulen und physikalischen Einrichtungen sowie öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen zu finden. Aber auch Prüflabore aus verschiedenen Industriezweigen wie Maschinenbau, Glas- und Baustoffindustrie, bieten spannende Arbeitsplätze für Physiklaboranten.

Ausbildung zum Physiklaboranten / zur Physiklaborantin

Was lernt man in der Ausbildung als Physiklaborant?

Deine Ausbildung als Physiklaborant bzw. als Physiklaborantin wird im dualen System, das heißt im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule, durchgeführt. Im Betrieb lernst du praktische Fähigkeiten, wie das Einsetzen von Laborgeräten bei unterschiedlichen Materialien oder die Kennzeichnung von Arbeitsstoffen. Zudem werden dir im Betrieb nötige Sicherheitsmaßnahmen vermittelt.

In der Berufsschule lernst du neben berufsspezifischen Fächern wie Elektrotechnik und Elektrochemie, instrumentelle Analytik und Atom-/Kernphysik auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschaftskunde.

Physiklaborant: Voraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Physiklaborantin. Viele Betriebe erwarten aber mindestens den Realschulabschluss. Mit einem niedrigeren Abschluss ist es zwar schwierig, aber nicht unmöglich, eine Stelle zu finden. Laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) haben ca. zwei Drittel der Physiklaboranten-Azubis (Fach-)Abitur. Die übrigen bringen beinahe alle einen mittleren Schulabschluss mit. Ein sehr geringer Teil startet mit Hauptschulabschluss oder ohne Abschluss in die Ausbildung.

Quelle: Datensystem Auszubildende (http://www.bibb.de/dazubi)

Wie viel verdient man als Physiklaborant in der Ausbildung?

Als Physiklaborant bzw. Physiklaborantin kannst du in der Ausbildung im Schnitt mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 1.110 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.170 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.207 Euro
  • im 4. Ausbildungsjahr: 1.300 Euro

Du willst mehr wissen? Hier geht es zur Physiklaborant Gehaltsseite.

Passt die Ausbildung zum Physiklaborant / zur Physiklaborantin zu mir?

Du bist geeignet für den Beruf Physiklaborant, wenn du

  • mindestens einen sehr guten Realschulabschluss in der Tasche hast
  • gute Noten in Physik, Chemie und Mathematik vorweisen kannst
  • Interesse am Experimentieren hast
  • sehr genau und sorgfältig arbeiten kannst

Du bist eher weniger geeignet, wenn du

  • keinen Schulabschluss hast
  • lieber im Büro arbeiten möchtest
  • weder handwerklich noch technisch interessiert bist
  • nicht mit Chemikalien oder Strahlung arbeiten möchtest

Eine Tätigkeit im Bereich Chemie, Biologie, Physik & Ernährung kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken. Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen:

  • Anpassungsfortbildung,
  • Aufstiegsfortbildung &
  • Studium.

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Physiklaboranten / zur Physiklaborantin

Die Anpassungsfortbildung hilft dir dein theoretisches Wissen zu vertiefen und zu erweitern. Eine Anpassungsfortbildung kannst du beispielsweise in folgenden Bereichen machen:

  • Physikalische Messtechnik
  • Naturwissenschaftliches Labor
  • Strahlenschutz im nichtmedizinischen Bereich
  • Laserschutz

Eine Aufstiegsfortbildung hilft dir im Beruf voranzukommen und Karriere zu machen. Möglich sind dabei Technikerweiterbildung in folgenden Bereiche:

  • Techniker - Physiktechnik
  • Techniker - Werkstofftechnik
  • Techniker - Umweltschutztechnik

Auch hier kannst du nach deiner Ausbildung einen Studiengang wahrnehmen. Mögliche Studiengänge sind:

  • Physik
  • Physikingenieurwesen
  • Angewandte Naturwissenschaft
  • Werkstoffwissenschaft, -technik
  • Materialwissenschaft
  • Wirtschaftsingenieurwesen

Nachhaltigkeit und Zukunftsaussichten als Physiklaborant

Physiklaboranten als rechte Hand von Physikern und Entwicklungsingenieuren sind immer dabei, wenn neue Technologien und Innovationen ihren Anfang nehmen. So auch im Bereich der erneuerbaren Energien. Physiklaboranten sind maßgeblich an der Entwicklung und Entdeckung innovativer Materialien und Produkte beteiligt, die sich positiv auf den Ressourcenverbrauch und den Umweltschutz auswirken sollen.

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Ausbildungsgehalt (brutto pro Monat)
1. Ausbildungsjahr
1.110 €
2. Ausbildungsjahr
1.170 €
3. Ausbildungsjahr
1.207 €
4. Ausbildungsjahr
1.300 €
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Bildnachweis: „Platine und Messinstrument" ©Jacqueline Böttcher / Fotolia, "Physiklaboranten prüfen Oberflächenspannung" ©viktorcap - stock.adobe.com, "Physiklaborantin analysiert Substanzen" ©Agnor Mark Rayan - stock.adobe.com, "Laborgerät zur Bestimmung von Messwerten" ©Surasak - stock.adobe.com, "Physiklaborantin arbeitet an Probensatz" ©Dmitry Kalinovsky / Shutterstock, "Proben werden unter Mikroskop analysiert " ©WavebreakmediaMicro - Fotolia