Volontär / Volontärin
Ausbildung & Beruf
Was macht ein Volontär (m/w/d)?
Als Volontär bist du in einer speziellen Ausbildung, die dir den Berufseinstieg in Medien, PR und anderen kreativen oder organisatorischen Bereichen erleichtert. In deinem Alltag lernst du die Grundlagen eines Berufs, wie zum Beispiel journalistisches Schreiben, das Planen von Projekten oder das Erstellen von Inhalten für Social-Media-Plattformen. Dabei bist du Teil eines Teams und bekommst kleinere oder größere Aufgaben, die dir helfen, praktische Erfahrungen zu sammeln.
Du kannst kreativ arbeiten, Neues lernen und erste Verantwortung übernehmen. Ein Volontariat ist die perfekte Mischung aus Lernen und Arbeiten. Praktische Tätigkeiten stehen im Vordergrund, aber du wirst oft auch theoretisch geschult, um besser zu verstehen, wie die Branche funktioniert.
Was bedeutet Volontariat?
Ursprünglich meint der Begriff Volontariat (vom Französischen „volontaire“, also „freiwillig“) einen Freiwilligendienst, ähnlich dem FSJ oder FÖJ. Eine Bezahlung war dabei nicht vorgesehen. Mittlerweile gehört eine Vergütung aber selbstverständlich zum Volo dazu, in der Presse oft sogar nach Tarif.
Volontäre gibt es besonders in diesen Branchen:
- Zeitungen & Zeitschriften
- Hörfunk
- Fernsehen
- Verlage
- Online-Redaktionen
- Agenturen
- Öffentlicher Dienst (z. B. Landesdenkmalamt, Museum, Behörde)
Daher sind Volontariate vor allem für Absolventen geisteswissenschaftlicher Studiengänge geeignet.
Wie unterscheiden sich Volontariat und Trainee?
Das Pendant zum Volontariat für Absolventen anderer Studiengänge ist ein Trainee-Programm. Meist werden diese von großen Unternehmen angeboten, um Fuß in der Branche zu fassen. Traineeships dauern ebenfalls 1 bis 2 Jahre und haben ein straffes Programm, bei dem der Trainee unterschiedliche Stationen durchläuft.
Wo kann ich als Volontär arbeiten?
Als Volontär kannst du in verschiedenen Branchen arbeiten, je nachdem, welche Interessen du hast. Besonders beliebt sind Medienhäuser wie Zeitungen, Radio- und Fernsehsender. Auch in PR-Agenturen und Unternehmen, die ihre Kommunikation und Werbung selbst gestalten, werden Volontäre gesucht.
Dabei durchläufst du unterschiedliche Bereiche in dem Unternehmen, bei dem du das Volo machst. Ist es eine Zeitung, bist du beispielsweise für eine bestimmte Zeit in verschiedenen Ressorts tätig. Meist sind das Politik, Lokales und ein weiteres Ressort nach Wahl.
Während des Volos wirst du von erfahrenen Mitarbeitern begleitet und angeleitet. Du kannst Fragen stellen und von ihnen lernen. Zusätzlich kannst du oft an Seminaren oder Lehrgängen teilnehmen, manchmal sogar in Außenstudios im Ausland hineinschnuppern oder eigene, kleine Projekte leiten.
Die Arbeitszeiten im Volontariat sind unterschiedlich, je nachdem, wo du arbeitest. Klassisch hast du eine Vollzeitstelle mit etwa 40 Stunden pro Woche. In Medienberufen können die Zeiten aber flexibel sein, vor allem, wenn wichtige Nachrichten oder Ereignisse spontan passieren. Du solltest also auch mal bereit sein, abends oder am Wochenende zu arbeiten. In anderen Bereichen, wie in Museen oder PR-Agenturen, gibt es oft geregelte Arbeitszeiten.
Ein Vorteil ist, dass du während deiner Ausbildung Erfahrungen sammeln kannst, die über klassische Bürozeiten hinausgehen. So wirst du gut darauf vorbereitet, später in deinem Beruf flexibel zu sein.
Ausbildungsorte als Volontär
Wie viel verdient ein Volontär?
Als Volontär bzw. Volontärin bekommst du bereits während der Ausbildung ein Gehalt im Volontariat. Wie hoch dieses ist, hängt jedoch stark davon ab, welche Aufgaben du übernimmst und wo du ausgebildet wirst. Im Durchschnitt liegt dein Volontär Gehalt zwischen 2.086 und 2.690 Euro im Monat.
Wie läuft die Ausbildung als Volontär ab?
Das Volontariat ist eine Kombination aus theoretischen und praktischen Lernphasen. Du hast voreingeschriebene Aufgaben und lernst viel direkt durch die Arbeit. In manchen Programmen gibt es zusätzlich Seminare und Workshops, bei denen du z. B. Schreiben, Grafikdesign oder andere berufliche Skills trainierst.
Am wichtigsten ist, dass du in deinem Alltag verschiedene Tätigkeiten kennenlernst, damit du ein umfassendes Verständnis für deinen späteren Beruf bekommst.
Wie lange dauert die Ausbildung als Volontär?
Je nach Branche und Unternehmen kannst du mit 6 bis 24 Monaten Volontariat rechnen. In der Presse sind 12 bis 24 Monate üblich. Volontäre und Volontärinnen arbeiten dabei in Vollzeit. Teilweise ist es möglich, die Zeit zu verkürzen, wenn du bereits viel Berufserfahrung mitbringst. In anderen Fällen kannst du das Volo um 3 oder 6 Monate verlängern, um dich noch weiter zu vertiefen oder zu spezialisieren.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Volontär?
Die Inhalte im Volontariat sind vielfältig und hängen von der Branche ab. Du wirst in der Regel Folgendes lernen:
- Schreiben und Texten: etwa für Artikel, Blogs oder Social Media.
- Planung und Organisation: Projekte vorbereiten, Aufgaben koordinieren.
- Technische Fähigkeiten: je nach Bereich können Fotografie, Grafikdesign oder Video-Produktion dazugehören.
- Zusammenarbeit: Arbeiten im Team und mit Kunden.
Diese Inhalte helfen dir, praktische und theoretische Fähigkeiten zu entwickeln. Du hast danach nicht nur Erfahrung, sondern auch ein breites Know-how.
Um Volontär oder Volontärin werden zu können, musst du neben dem abgeschlossenen Studium häufig auch schon erste Berufserfahrung in der angestrebten Branche mitbringen. Volontär ist kein Ausbildungsberuf, es ist aber eine Art Ausbildung.
Grundsätzlich wird als Volontär bzw. Volontärin von dir gefordert:
- Alter: mindestens 18 Jahre
- Abschluss: Abi, am besten ein abgeschlossenes Studium
- Berufserfahrung: durch Praktika oder freie Mitarbeit
Volontariate werden meist, wie andere Stellen auch, in Stellenbörsen ausgeschrieben. Die Anforderungen variieren je nach Unternehmen.
Du musst sorgfältig und präzise arbeiten, denn deine Beiträge sollen gründlich recherchiert sein und umfassend informieren. Nicht zuletzt werden Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen von dir gefordert, denn nicht alle Recherchen verlaufen einwandfrei, du musst dich durchbeißen.
Was passiert nach dem Volontariat?
Zum Ende deines Volontariats erhältst du ein qualifizierendes Zeugnis und kannst dich damit auf offene Stellen bewerben. Oft wirst du aber auch von deinem Volo-Arbeitgeber übernommen und arbeitest dann dort als Redakteur, Reporter, Journalist oder Lektor.
Nicht alle Unternehmen übernehmen ihre Volontäre, schließlich passen Anzahl der Volontärstellen und der offenen Stellen nicht immer zusammen. Trotzdem hast du mit einem abgeschlossenen Volontariat gute Voraussetzungen, um bei anderen Arbeitgebern zu punkten. Denn das Volo ist gerade im Journalismus immens wichtig für reguläre Stellenausschreibungen.
Ähnliche Ausbildungsberufe
Nach dem Volontariat hast du viele Möglichkeiten. Du kannst direkt in den Beruf einsteigen, da du praktische Erfahrung hast. Besonders in Medienberufen ist das Volontariat oft der erste Schritt in eine Redaktion oder Agentur. Es gibt aber auch Weiterbildungen, wie Sprachkurse, Seminare oder Master-Programme, die dir noch bessere Chancen auf einen Job bieten können.
Ein Vorteil ist, dass der Berufseinstieg nach einem guten Volontariat meist leichter ist. Du kannst dich auch auf bestimmte Bereiche spezialisieren, falls du schon während deiner Ausbildung merkst, was dir besonders liegt.
Das Volontariat ist eine tolle Möglichkeit, um in einen Beruf einzusteigen und gleichzeitig wichtige Erfahrungen zu sammeln. Es verbindet theoretisches Lernen mit praktischen Aufgaben und bereitet dich optimal auf deinen späteren Beruf vor.
Ob in der Medienbranche, PR oder Kultur – die Ausbildung ist sehr vielseitig und schafft dir gute Karrierechancen. Nutze die Zeit als Volontär, um viel zu lernen, Kontakte zu knüpfen und herauszufinden, was dir am meisten Freude bereitet!
Damit du als Volontär bzw. Volontärin nicht als billige Arbeitskraft ausgenutzt wirst, solltest du diese Dinge beachten: Arbeite nur mit Arbeitsvertrag. Er sollte die Dauer des Volontariats enthalten sowie Angaben zu Probezeit, Gehalt und Urlaubsanspruch. Achte darauf, dass du von mindestens drei Redakteuren betreut wirst, das ist bei einem Pressevolontariat üblich. Außerdem darfst du keine presserechtliche Verantwortung haben und dauerhaft die Arbeit eines Redakteurs übernehmen, sondern den Beruf erlernen – auch durch Lehrgänge und Seminare.
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