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Altenpflegehelfer – Ausbildung & Beruf

Da die Menschen immer älter werden, steigt auch die Zahl der hilfebedürftigen Personen und die Altenpflege nimmt einen immer wichtiger werdenden Stellenwert in unserer Gesellschaft ein. Altenpflegehelfer sind somit sehr gefragt in der heutigen Zeit.

Was macht ein Altenpflegehelfer?

Sie unterstützen Altenpfleger bei ihrer Arbeit mit älteren Menschen. Ihre Aufgaben sind pflegebedürftige Personen zu versorgen und ihnen bei alltäglichen Aufgaben zu helfen, wie z.B. beim Essen, beim An- und Ausziehen oder bei ihrer Körperpflege.

In deiner Ausbildung zum Altenpflegehelfer wird dir alles darüber beigebracht, wie man alte Menschen personen- und situationsbezogen pflegt. Du übst z.B., wie man erste Hilfe leistet, erfährst, wie man bei der Rehabilitation von kranken Menschen mitwirkt, und lernst, wie man den Pflegeprozess dokumentiert. Außerdem wirst du darin unterrichtet den Alltag mithilfe musischer, kultureller oder auch sportlicher Aktivitäten für Pflegebedürftige abwechslungsreicher zu gestalten.

Altenpflegehelfer arbeiten hauptsächlich in Patientenzimmern oder Behandlungsräumen von Krankenhäusern, Alten- oder Pflegeheimen. Sind sie hingegen im ambulanten Pflegedienst tätig, dann pflegen sie die Patienten in deren Privatwohnungen.

Art der Ausbildung

schulisch (Berufsfachschule und Pflegeeinrichtung)

Dauer der Ausbildung

1-2 Jahre, Verkürzung ist möglich

Zuständige Stelle

Deine Prüfungen finden vor einem Prüfungsausschuss an der Pflegeschule statt.

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Altenpflegehelfer? Deine Ausbildung zum Altenpflegehelfer findet an einer Berufsfachschule statt und wird durch Praxisphasen, z.B. im Krankenhaus oder Pflegeheimen, ergänzt. In der Fachschule erlernst du das theoretische Hintergrundwissen, in den Praxisphasen wendest du das erlernte Wissen direkt bei der Behandlung von Patienten an.

Am Ende deiner Ausbildung wartet eine Abschlussprüfung auf dich, die je nach Bundesland anders aufgebaut ist. In der Regel musst du eine schriftliche, eine mündliche und eine praktische Prüfung ablegen. Nach Bestehen bist du staatlich geprüfter Altenpflegehelfer. Die Abschlussbezeichnung kann aber je nach Bundesland anders lauten.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in den Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen der einzelnen Bundesländer.

Das lernst du in der Ausbildung zum Altenpflegehelfer:

  • G wie Gerontologie: Ist die Wissenschaft vom Altern der Menschen: Als Altenpflegehelfer weißt du, wie man ältere Menschen pflegt, betreut und im Alltag unterstützt.
  • K wie Kommunikation: Für ein freundliches Miteinander! Wie du mit älteren Menschen richtig kommunizierst und auf was du bei Gesprächen mit Pflegebedürftigen achten musst, lernst du in deiner Ausbildung zum Altenpflegehelfer.
  • S wie Sozialkunde: Politik, Wirtschaft, Geschichte: In deiner Ausbildung zum Altenpflegehelfer erlangst du grundsätzliches Wissen über aktuelle Themen, die auch in deinem Berufsalltag eine Rolle spielen.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen oder Altenpfleger. Du könntest aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Gerontologie oder Pflegemanagement.

Altenpflegehelfer: Voraussetzungen für die Ausbildung

Die Ausbildung zum Altenpflegehelfer kannst du nicht mit jedem Schulabschluss machen, du brauchst mindestens einen Hauptschulabschluss. Je nach Berufsfachschule sind weitere Zugangsvoraussetzungen vorgeschrieben, wie zum Beispiel ein Nachweis über deine gesundheitliche Eignung oder ein erweitertes Führungszeugnis.

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Hilfreich sind gute Noten in:

Religionslehre / Ethik
Wirtschaft / Sozialkunde
Musik / Kunst

3 wichtige Stärken:

Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
Eigeninitiative und Entscheidungsfreude
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Pflege und Betreuung
Schichtdienst
überdurchschnittlich viel Kontakt mit Menschen

Mit guten Noten in Religion bzw. Ethik sowie Sozialkunde, Musik und Kunst bringst du sehr gute Voraussetzungen für diesen Beruf mit. Aber auch mit eher mäßigen Schulleistungen in den genannten Fächern, hast du gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Entscheidend ist deine Motivation für die Ausbildung und deine Lernbereitschaft. Daneben solltest du als angehender Altenpflegehelfer sorgfältig und genau arbeiten können. Und der enge Kontakt mit älteren Patienten erfordert von dir ein hohes Maß Verantwortungsbewusstsein.

Da der Altenpflegehelfer ein sozialer Beruf ist, bist du vor allem im Umfeld Pflege & Betreuung tätig, also in Krankenhäusern, Reha-Kliniken oder Altenwohnheimen. Typisch für diesen Beruf ist Schichtdienst und der Kontakt mit Menschen, vor allem älteren Menschen, steht auf der Tagesordnung.

Aber Altenpflegehelfer ist nicht gleich Altenpflegehelfer. Dein Tätigkeitsfeld und dein Ausbildungsbetrieb entscheiden darüber, ob du zum Beispiel in einem großen Klinikum mit geriatrischer Abteilung tätig bist, wo du mit den unterschiedlichsten Patienten und Krankheitsbildern zu tun hast. Oder ob du in einem Wohnheim in einem kleineren Team arbeitest und älteren Menschen in alltäglichen Dingen hilfst. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Altenpflegehelferin und ältere Frau" © Dean Mitchell / Shutterstock.com