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Feinoptiker / Feinoptikerin
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 1.010 – 1.246 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3,5 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss i. d. R. Mittlere Reife

Was macht ein Feinoptiker (m/w/d)?

Feinoptiker sorgen dafür, die kleinsten Dinge sichtbar zu machen, die dem menschlichen Auge sonst verborgen blieben. Sie sorgen dafür, dass aus Glas optische, fotografische und feinmechanische Produkte werden.

Als Feinoptiker stellst du somit Linsen, Prismen, Spiegel und andere optische Bauteile her. Du schleifst, polierst und bearbeitest die Materialien so, dass sie genau die richtige Form und Oberfläche bekommen. Dabei arbeitest du an präzisen Maschinen, misst ständig nach und kontrollierst die Qualität. Du liest technische Zeichnungen und setzt sie in saubere Arbeitsschritte um.

Außerdem dokumentierst du deine Ergebnisse und hältst Sicherheitsregeln ein. Durch deine Arbeit können Geräte in Medizin, Forschung und Technik richtig funktionieren und scharfe Bilder liefern.

Wo kann ich als Feinoptiker arbeiten?

Als Feinoptiker kannst du in vielen Bereichen der Industrie arbeiten. Typisch sind Betriebe der Optik- und Feinoptikindustrie, in denen Brillengläser, Mikroskope, Kameras oder optische Messgeräte hergestellt werden. Du findest auch Jobs in der Medizintechnik, etwa bei Herstellern von Operationsmikroskopen oder Endoskopen. In der Luft- und Raumfahrt, im Maschinenbau und in der Lasertechnik werden ebenfalls optische Bauteile gebraucht.

Zusätzlich kannst du in Prüf- und Forschungslaboren arbeiten. Dort testest du neue optische Systeme und hilfst, innovative Produkte zu entwickeln.

Arbeitszeiten als Feinoptikerin

Als Feinoptiker hast du meist geregelte Arbeitszeiten, die sich gut planen lassen. In vielen Betrieben arbeitest du tagsüber von Montag bis Freitag. In größeren Firmen kann es Schichtarbeit geben, zum Beispiel Früh- und Spätschicht, damit die Maschinen länger laufen.

In der Ausbildung hast du zusätzlich feste Zeiten in der Berufsschule. Wochenendarbeit kommt nur selten vor und meist nur in besonderen Situationen. Insgesamt gehört der Beruf zu den Berufen mit eher stabilen Arbeitszeiten.

Wie viel verdient ein Feinoptiker?

Dein Gehalt als Feinoptiker hängt von der Branche, der Region und deiner Berufserfahrung ab. In tarifgebundenen Industriebetrieben verdienst du in der Regel mehr als in kleineren Werkstätten.

Nach der Ausbildung kannst du im Einzelhandel häufig mit etwa 2.200 bis 3.800 Euro im Monat starten. In der Metallindustrie dagegen erwartet dich in der Regel ein Einstiegsgehalt von 3.000 bis 3.600 Euro.

Mit einigen Jahren Erfahrung, Verantwortung und Weiterbildungen sind auch deutlich höhere Gehälter möglich. Wenn du im Schichtsystem arbeitest, bekommst du oft Zuschläge.

Wie viel verdient ein Feinoptiker in der Ausbildung?

Bei einer Ausbildung in einem tarifgebundenen Betrieb ist deine Vergütung als Feinoptiker bzw. als Feinoptikerin vertraglich festgelegt. Allerdings gelten je nach Branche und Bundesland ganz unterschiedliche Tarifverträge. Als Feinoptiker kannst du in vielen verschiedenen Branchen tätig sein.

Wenn du deine Ausbildung im Einzelhandel machst, zum Beispiel in einem Fachgeschäft für Ferngläser, kannst du beispielsweise mit dieser Ausbildungsvergütung rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 1.010 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.089 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.194 Euro
  • im 4. Ausbildungsjahr: 1.246 Euro

Du möchtest gern mehr erfahren? Hier geht es zur Feinoptiker Gehaltsseite.

Wie läuft die Ausbildung als Feinoptiker ab?

Die Feinoptiker Ausbildung ist eine duale Ausbildung. Du bist also im Betrieb und in der Berufsschule.

Im Betrieb lernst du Schritt für Schritt, wie du Linsen, Prismen und andere optische Teile herstellst, bearbeitest und prüfst. In der Berufsschule geht es um Optik, Technik, Mathe und Physik, aber auch um Wirtschaft und Sicherheit.

Deine Ausbildung folgt einem festen Plan, der die Inhalte und Lernziele genau vorgibt. Am Ende steht eine Abschlussprüfung vor der Kammer, nach der du als Feinoptiker anerkannt bist.

Wie lange dauert die Ausbildung als Feinoptiker?

Die Ausbildung zum Feinoptiker dauert normalerweise 3,5 Jahre. In dieser Zeit wechselst du regelmäßig zwischen Betrieb und Berufsschule. Wenn deine Leistungen sehr gut sind oder du bereits eine passende Vorbildung mitbringst, kannst du eine Ausbildungsverkürzung beantragen. Dann kann die Ausbildung auf 3 oder 2,5 Jahre reduziert werden. Über die genaue Möglichkeit entscheidet dein Betrieb zusammen mit der Berufsschule und der Kammer.

In den letzten Monaten bereitest du dich intensiv auf die Abschlussprüfung vor. Mit deinem erfolgreichen Abschluss startest du dann als ausgebildeter Feinoptiker ins Berufsleben.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Feinoptiker?

Du lernst in deiner Ausbildung zum Feinoptiker, wie man Rohglas mittels Trennen, Trennschleifen und Polieren bearbeitet. Aber auch Grundlagen der Optik und der Metallbearbeitung, wie Feilen, Bohren und Fräsen gehören zum Berufsbild Feinoptiker, genauso wie auch das Montieren und Justieren fertiger optischer und feinmechanischer Bauteile zu größeren Baugruppen.

Da es sich bei der Feinoptiker-Ausbildung um eine duale Ausbildung handelt, werden dir die benötigten Fertigkeiten nicht nur im Ausbildungsbetrieb vermittelt, sondern auch in der Berufsschule. Hier gibt es berufsspezifische Lernfelder, die oft sehr praktisch sind: Herstellen einer Lupenfassung, Rechnergestütztes Fertigen oder Montieren optischer Instrumente.

Daneben hast du auch Unterricht in allgemeinbildenden Fächern wie Wirtschafts- und Sozialkunde oder einer Fremdsprache.

Art der Ausbildung:
dual (Berufsschule und Betrieb)
Art der Ausbildung: dual (Berufsschule und Betrieb)
Dauer der Ausbildung:
3,5 Jahre, Verkürzung auf 2,5-3 Jahre möglich
Dauer der Ausbildung: 3,5 Jahre, Verkürzung auf 2,5-3 Jahre möglich
Zuständige Stelle:
IHK oder HWK
Zuständige Stelle: IHK oder HWK

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Feinoptiker

Um als Feinoptiker oder Feinoptikerin durchstarten zu können, wird meist ein mittlerer Schulabschluss vorausgesetzt. Darüber hinaus sind handwerkliches Geschick und ein gutes Verständnis für Physik von Vorteil.

Präzises Arbeiten und technisches Interesse sind ebenfalls wichtige Voraussetzungen. Ein hohes Maß an Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein helfen dir ebenfalls.

Weiterbildung und Karrierechancen als Feinoptikerin

Nach deiner Ausbildung als Feinoptiker stehen dir viele Wege offen. Du kannst dich im Betrieb auf bestimmte Bereiche spezialisieren, zum Beispiel auf Messtechnik, Fertigung oder die Qualitätskontrolle. Es gibt zahlreiche Lehrgänge, in denen du dein Wissen vertiefst und neue Techniken lernst.

Mit Berufserfahrung kannst du eine Weiterbildung zum Feinoptikermeister machen und später Azubis anleiten oder eine eigene Abteilung führen. Auch eine Technikerschule im Bereich Optik oder Feinwerktechnik ist möglich.

Mit Fachhochschulreife oder Abitur kannst du sogar Studiengänge wie Optotechnik anschließen und deine Karriere weiter ausbauen.

Eine Tätigkeit im handwerklichen Bereich kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Fazit: Vielfältige Chancen als Feinoptiker

Als Feinoptiker arbeitest du in einem präzisen, technischen und zukunftssicheren Beruf. Schon während der Feinoptiker Ausbildung sammelst du viel Praxiswissen und wirst Schritt für Schritt zum Spezialisten für optische Bauteile. Du findest Jobs in verschiedenen Branchen, von der Medizintechnik bis zur Luft- und Raumfahrt. Dein Verdienst ist solide und kann sich mit der Zeit deutlich steigern. Durch Weiterbildungen bleibst du fachlich attraktiv und sicherst dir gute Aufstiegschancen. Wenn du genau, geduldig und technikbegeistert bist, bietet dir der Beruf Feinoptiker vielfältige und interessante Perspektiven.

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  • 01.09.2026
  • 12347 Berlin

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Bildnachweis: „Feinoptiker – Handschleifautomat" © Inga F / Fotolia; „In der Werkhalle die Linsenfertigung überwachen" ©Daisy Daisy - stock.adobe.com