Filmkritiker / Filmkritikerin
Ausbildung & Beruf
Weit mehr als 1.000 Spiel- und Dokumentarfilme werden jedes Jahr in der Europäischen Union produziert. Wer soll hier noch den Überblick behalten? Richtig – du, als Filmkritiker.
Berufsbild Filmkritiker / Filmkritikerin
Was macht ein Filmkritiker (m/w/d)?
Als Filmkritiker bewertest du die Qualität einzelner Filme anhand unterschiedlicher Kriterien. Sei es die schauspielerische Leistung der Hauptrolle, die Qualität der Dialoge, die Kameraführung oder die Musik: Aus unterschiedlichen Blickwinkeln lässt du Filme auf dich wirken und verfasst im Anschluss eine ausführliche Filmkritik.
Da du als Filmkritiker Filme bereits vor ihrem Erscheinen auf der Leinwand sichtest, gehörst du zwangsläufig zu den ersten Zuschauern.
Daneben ist die Recherche zum Film oder zur Serie eine wichtige Aufgabe in deinem Job als Filmkritiker.
- Basiert der Film auf einer wahren Begebenheit?
- Wie wurde die Serie produziert?
- Wurden technische Neuheiten beim Dreh eingesetzt?
- Wie stehen die Schauspieler zu dem Film?
- Gibt es eine besondere Erzähl-Prämisse?
Auf all diese Frage findest du eine Antwort. Letztendlich beeinflusst du damit die öffentliche Wahrnehmung eines Werks und trägst zu seinem Erfolg oder Misserfolg bei.
Wie sieht der Berufsalltag als Filmkritiker aus?
Zwar verbringst du als Filmkritiker einen wesentlichen Teil deines Berufsalltags vor dem Bildschirm.
Allerdings besuchst du auch regelmäßig Pressevorführungen, beobachtest Trends in der Filmindustrie oder führst Interviews mit den Filmschaffenden selbst. Das wiederum geht mit dem Aufbau und der Pflege von Kontakten innerhalb der Filmindustrie einher.
Klar ist: Du entwickelst in deiner Tätigkeit als Filmkritiker im Laufe der Zeit Interessen für bestimmte Genres oder Regisseure, auf die du dich im Laufe deiner Karriere spezialisieren kannst.
Wo arbeiten Filmkritiker?
Filmkritiker arbeiten häufig für Zeitungen oder Fachzeitschriften. Auch im Fernsehen, Radio oder in Podcasts finden sie ihren Platz.
Dabei sind einige Filmkritiker freiberuflich aktiv – sie arbeiten also nicht nur für ein bestimmtes Medium, sondern ihre Rezensionen erscheinen mitunter auf diversen Plattformen.
Ausbildungsorte als Filmkritiker
Ausbildung zum Filmkritiker / zur Filmkritikerin
Wie läuft die Ausbildung zum Filmkritiker ab?
De facto gibt es keine Berufsausbildung zum Filmkritiker in Deutschland. Der schnellste Weg in die Branche führt über den Journalismus. Im Studium, an einer Journalistenschule oder im Zuge eines Volontariats lernst du das nötige Handwerk zum Schreiben von Kritiken oder Kommentaren.
Während ein Bachelor-Studium in der Regel drei Jahre dauert, beendest du ein Volontariat zumeist nach spätestens 24 Monaten.
Was lernt man in der Ausbildung zum Filmkritiker (m/w/d)?
Auf dem Weg zum Filmkritiker lernst du eine Menge über die Schreibpraxis. Du setzt dich sowohl mit Recherchemethoden als auch mit dem Check von Fakten auseinander. Um deinen Schreibstil zu schärfen, lernst du die Theorie hinter dem Verfassen verständlicher Texte. In einigen Fällen gilt es dabei, subjektive oder wertende Formulierungen zu vermeiden. Da Filmkritiken jedoch nie gänzlich objektiv und am Ende des Tages ein Werturteil sind, spielt dieser Punkt für deinen Job eine untergeordnete Rolle.
Filme sind deine Leidenschaft und du möchtest gerne den lieben langen Tag über sie schreiben? Dann aufgepasst, wir zeigen dir jetzt, welche Anforderungen du als angehender Filmkritiker erfüllen musst.
- Deutsch
- Englisch
- Politik
- Kreativiät
- Zeitmanagement
- Schreiberisches Talent
- Umfeld: in Büros, in Kinos
- ggf. Unregelmäßige Arbeitszeiten
- Führen von Interviews
Entscheidest du dich für ein Studium, dann musst du eine Hochschulzugangsberechtigung, sprich das Abitur oder Fachabitur, vorweisen. Allerdings musst du nicht zwingend studieren, um Filmkritiker zu werden. Du könntest dich auch für eine duale Ausbildung entscheiden und anschließend ein Volontariat absolvieren. Geeignete Ausbildungsberufe wären beispielsweise:
Filmkritiken schreibst du – wie die meisten journalistischen Darstellungsformen – unter Einhaltung einer Deadline. Eine gewisse Belastbarkeit sowie ein gutes Zeitmanagement sind daher Pflicht. Außerdem solltest du dich für die Trends in der Branche interessieren und idealerweise bereits erste Kritiken im privaten Rahmen geschrieben haben. Ein Interesse und ein gewisses Verständnis der Medien sind ebenfalls eine wichtige Voraussetzung für die Ausbildung zum Filmkritiker.
Wie viel verdient eine Filmkritikerin in der Ausbildung?
Im Rahmen eines Studiums innerhalb des Journalismus oder der Filmwissenschaft verdienst du kein Geld. Absolvierst du dagegen ein Volontariat oder Praktikum, kannst du in der Regel mit einem monatlichen Lohn rechnen. Dieser kann – je nach Bedingung – bis zu 2.500 Euro brutto betragen.
Der Beruf Filmkritiker könnte genau das Richtige für dich sein, wenn
- du dich für das Schreiben begeisterst
- du gerne am Bildschirm arbeitest
- du kein Problem damit hast, kritisch zu sein
- du liebend gerne Filme anschaust
Wahrscheinlich ist ein anderer Beruf die bessere Wahl, wenn
- du Probleme hast, Texte zu schreiben
- du lieber einen handwerklichen Beruf willst
- du dich nicht für die Filmindustrie interessierst
- dir es schwerfällt, deine eigene Meinung zu sagen
Ähnliche Ausbildungsberufe
Weiterbildung & Zukunftsaussichten
Hast du die ersten Schritte zum Filmkritiker gemacht, liegt eine Bandbreite an Weiterbildungsmöglichkeiten vor dir. Dabei unterscheiden wir folgende 3 Arten der Weiterbildung:
- Anpassungsweiterbildung
- Aufstiegsweiterbildung
- Studium
So kommt ein weiterführendes Master-Studium genauso gut infrage wie ein Kurs für Videoproduktionen, um die technischen Aspekte der Filmbranche aus erster Hand kennenzulernen.
Um deine Karriere auf ein nächstes Level zu bringen, stehen dir dagegen die Aufstiegsweiterbildungen offen. Als Aufnahmeleiterin ist hier vor allem der Weg über das Studium sinnvoll.
Möchtest du gerne studieren, hast du unter anderem die Wahl zwischen folgenden Studiengängen:
- Regie
- Medienwirtschaft/Medienmanagement
- Medienwissenschaft
- Film- und Fernsehproduktion
- Mediendesign
- BWL
Da sich die Filmindustrie seit Ende der Pandemie wieder auf Wachstumskurs befindet, stehen deine Zukunftsaussichten insgesamt nicht schlecht.
Der Arbeitsmarkt für Filmkritiker ist recht klein, aber du hast Chancen in vielen Medienbereichen. Meist arbeiten Filmkritiker frei für Online-Magazine, Feuilleton, Blogs oder Streaming-Portale. Feste Stellen in Redaktionen sind selten und stark umkämpft. Mit Praktika, eigenen Kritiken auf einem Blog und einem starken Portfolio kannst du dir Schritt für Schritt einen Namen machen.
Ja, der Beruf Filmkritiker ist auch für Quereinsteiger möglich, wenn du Schreibpraxis und Filmwissen mitbringst. Viele starten als Filmkritiker über Blogs, Podcasts oder Social Media und bauen sich dort Reichweite auf. Ein Studium in Medien, Journalismus oder Film ist hilfreich, aber kein Muss. Entscheidend sind Leidenschaft, ein eigener Stil und zuverlässige Abgaben.
Als Filmkritiker solltest du vor allem gut schreiben können und einen klaren Blick für Geschichten haben. Wichtig sind für einen Filmkritiker starke Beobachtungsgabe, sicheres Sprachgefühl und saubere Rechtschreibung. Du solltest viele Filme schauen, Details erkennen und verständlich erklären. Auch Disziplin, Neugier, Termintreue und Lust auf ständige Weiterbildung in Medien und Filmtrends helfen dir.
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