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Fluggerätelektroniker / Fluggerätelektronikerin
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 1.272 – 1.478 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3,5 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss i. d. R. Mittlere Reife

Was macht ein Fluggerätelektroniker (m/w/d)?

Zu den wichtigsten Aufgaben im technischen Beruf als Fluggerätelektroniker gehört das Einbauen elektrischer oder elektronischer Systeme und Geräte in Fluggeräte. Dazu zählen Passagierflugzeuge genauso wie Helikopter, Segelflugzeuge, Großraumtransporter oder militärische Kampfjets.

Fluggerätelektroniker übernehmen diese Aufgaben:

  • Energie-, Signal- und Datenleitungen verlegen und verbinden
  • Komponenten und Geräte zu Systeme montieren und diese installieren
  • Testsoftware und Diagnosesysteme einsetzen
  • Störungen analysieren
  • Fehler beseitigen

Oberstes Ziel von Fluggerätelektronikern ist es, die Sicherheit im Luftverkehr zu gewährleisten. Hier sind sehr gute Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen und die technischen Anforderungen gefragt. Eine wichtige Aufgabe besteht darüber hinaus in der Dokumentation von Fehlern und Störungen.

Wo kann ich als Fluggerätelektroniker arbeiten?

Als Fluggerätelektroniker kannst du in der Luft- und Raumfahrtindustrie arbeiten sowie bei Fluggesellschaften, in Werkstätten von Flughäfen oder auch bei der Bundeswehr.

Dein Arbeitsort wechselt oft – je nachdem, welche Aufgabe du gerade übernimmst. Prüfst du das Flugzeug vor dem Abflug, bist du im Freien – auf dem Rollfeld – unterwegs. Andere Tätigkeiten führst du direkt im Flugzeug aus, bei anderen bist du in Werkhallen oder Werkstätten und baust dort Komponenten zusammen.

Wie dein Einsatzort aussieht, hängt auch in hohem Maße von deinem Arbeitgeber ab: Bei einem Zuliefererbetrieb wirst du nicht auf dem Rollfeld eingesetzt und bei einer Fluggesellschaft hast du möglicherweise weniger mit Hubschraubern als mit Flugzeugen zu tun.

Arbeitszeiten als Fluggerätelektronikerin

Als Fluggerätelektroniker arbeitest du je nach Betrieb zu sehr unterschiedlichen Zeiten. In der Produktion hast du meistens geregelte Tagschichten mit festen Arbeitszeiten. In Wartungsbetrieben, bei Airlines oder an großen Flughäfen ist Schichtarbeit üblich, weil Flugzeuge oft rund um die Uhr geprüft werden müssen.

Dann kannst du auch früh morgens, nachts, an Wochenenden oder an Feiertagen im Einsatz sein. Dafür bekommst du in vielen Unternehmen Zuschläge für bestimmte Schichten. Wichtig ist, dass du bereit bist, flexibel zu arbeiten und in stressigen Phasen ruhig zu bleiben.

Wie viel verdient ein Fluggerätelektroniker?

Als Fluggerätelektroniker kannst du mit einem soliden und oft tariflich geregelten Einkommen rechnen. Die genaue Höhe hängt von Branche, Bundesland und deinem Arbeitgeber ab. In großen Luftfahrtkonzernen und tarifgebundenen Betrieben ist dein Gehalt meist höher als in kleinen Firmen.

Wirst du nach der Metallindustrie bezahlt, kannst du mit einem Einstiegsgehalt von 3.000 bis 3.600 Euro. Bist du dagegen in der Eisen- und Stahlindustrie tätig, sind von 2.200 bis 3.300 Euro üblich.

Mit wachsender Berufserfahrung, Zusatzqualifikationen und mehr Verantwortung steigt dein Einkommen weiter. Wenn du im Schichtdienst arbeitest, kommen häufig noch Zuschläge hinzu. Insgesamt hast du als Fluggerätelektroniker gute Chancen auf ein überdurchschnittliches Gehalt im technischen Bereich und langfristig stabile Verdienstmöglichkeiten.

Wie viel verdient ein Fluggerätelektroniker in der Ausbildung?

Was du während der Ausbildung zum Fluggerätelektroniker bzw. zur Fluggerätelektronikerin verdienst, ist abhängig vom Betrieb und vom Bundesland, in dem du beschäftigt bist. Im Schnitt erwartet dich folgendes Gehalt:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 1.272 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.316 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.402 Euro
  • im 4. Ausbildungsjahr: 1.478 Euro

Du möchtest gerne noch mehr über das Gehalt als Fluggerätelektroniker erfahren? Dann schau dich gerne auf unserer Gehaltsseite um.

Wie läuft die Ausbildung als Fluggerätelektroniker ab?

Fluggerätelektroniker wirst du über eine duale Ausbildung. Sie findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Im Betrieb lernst du praktisch, wie du Bauteile montierst, Anlagen prüfst und Fehler systematisch suchst. In der Berufsschule bekommst du das theoretische Fundament in Elektrotechnik, Elektronik und Luftfahrttechnik.

Du arbeitest an Projekten, schreibst Klassenarbeiten und bereitest dich auf Prüfungen vor. Während deiner Ausbildung durchläufst du verschiedene Abteilungen, zum Beispiel Werkstatt, Prüffeld oder Hangar. Am Ende legst du eine Abschlussprüfung ab und erhältst mit dem Bestehen deinen Berufsabschluss als Fluggerätelektroniker.

Wie lange dauert die Ausbildung als Fluggerätelektroniker?

Die reguläre Ausbildungsdauer zum Fluggerätelektroniker beträgt in Deutschland meist 3,5 Jahre. In dieser Zeit lernst du Schritt für Schritt vom einfachen Aufbau bis zu komplexen Flugzeugsystemen. Du startest mit Grundlagen und übernimmst später anspruchsvollere Aufgaben in der Wartung und Prüfung.

Wenn deine Leistungen im Betrieb und in der Berufsschule sehr gut sind, kannst du in Absprache mit deinem Ausbildungsbetrieb und der zuständigen Kammer eine Verkürzung beantragen.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Fluggerätelektroniker?

Welche Aufgaben du in deiner Ausbildung erlernst, regelt die Ausbildungsverordnung zum Fluggerätelektroniker. Da es sich um eine duale Ausbildung handelt, bist du sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule.

Im Ausbildungsbetrieb gehören das Lesen von technischen Zeichnungen, die Herstellung von elektrischen Geräten oder das sorgfältige Prüfen von Flugzeugen zu deinen Aufgaben. Du lernst aber auch, wie man elektronische Anlagen plant oder Bauteile einbaut.

In der Berufsschule stehen Montage und Demontage von Komponenten ebenso auf dem Stundenplan wie Arbeitsplanung, Inspektionen oder Deutsch und Englisch. Dich erwarten hier unterschiedliche Lernfelder mit theoretischen und praktischen Übungen.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Fluggerätelektroniker

Für die Ausbildung zum Fluggerätelektroniker brauchst du in der Regel mindestens einen guten mittleren Schulabschluss. Mit Fachhochschulreife oder Abitur steigen deine Chancen bei vielen Betrieben. Besonders wichtig sind gute Noten in Mathe, Physik und ggf. Technik, weil du viel mit Formeln, Messwerten und technischen Zeichnungen arbeitest.

Du solltest sorgfältig, konzentriert und zuverlässig sein, denn du trägst später Verantwortung für die Flugsicherheit. Englischkenntnisse sind hilfreich, da viele Unterlagen und Handbücher auf Englisch sind. Außerdem solltest du gern im Team arbeiten und praktische Technik mögen.

Eine Tätigkeit im Bereich Informatik, IT und Elektrotechnik kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung und Karrierechancen als Fluggerätelektronikerin

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten. Du kannst Lehrgänge für spezielle Flugzeugmuster oder bestimmte Avioniksysteme besuchen und dich so zum gefragten Spezialisten machen. Mit passenden Weiterbildungen kannst du Aufgaben in der Qualitätssicherung, Arbeitsvorbereitung oder im Prüfwesen übernehmen.

Eine Aufstiegsfortbildung eignet sich für dich wenn du Karriere machen und in Führungspositionen gelangen möchtest. Hierfür musst du eine Prüfung als Industriemeister im Bereich Flugzeugbau und Luftfahrttechnik oder eine Weiterbildung als Techniker der Elektrotechnik absolvieren. Auch eine Weiterbildung zum Ramp Agent ist möglich.

Alternativ kannst du auch ein Studiunm anschließen. Typische Studiengänge für ausgebildete Fluggerätelektroniker sind:

Fazit: Sichere Zukunftsaussichten als Fluggerätelektroniker

Als Fluggerätelektroniker übernimmst du eine wichtige Rolle in der Luftfahrt und arbeitest täglich mit moderner Technik. Du sorgst dafür, dass elektronische Systeme zuverlässig funktionieren und Flugzeuge sicher starten und landen können. Die Kombination aus Praxis im Hangar oder in der Werkstatt und technischem Wissen macht deinen Alltag abwechslungsreich.

Mit einem anerkannten Berufsabschluss, guten Verdienstmöglichkeiten und vielen Weiterbildungswegen bist du beruflich gut aufgestellt. Wenn du Flugzeuge spannend findest, verantwortungsvoll bist und Technik magst, kann der Beruf Fluggerätelektroniker sehr gut zu dir passen.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Auf dem Arbeitsmarkt hast du als Fluggerätelektroniker aktuell sehr ordentliche Chancen. Du arbeitest vor allem in der Luftfahrttechnik, in Wartungsbetrieben und in der Herstellung von Flugzeugen und Hubschraubern. Fachkräfte für Elektronik, Prüfung, Wartung und Reparatur sind gefragt, weil immer mehr Technik an Bord steckt. Mit Erfahrung als Fluggerätelektroniker steigen deine Möglichkeiten und dein Gehalt. Auch deine Zukunftsaussichten im Beruf sind stabil.

Ja, Quereinsteiger können Fluggerätelektroniker werden, aber der Weg ist nicht ganz leicht. Meist brauchst du eine anerkannte Ausbildung in der Elektronik oder Mechatronik und später eine spezielle Qualifizierung für die Luftfahrt. Mit Berufserfahrung aus einem technischen Beruf, etwa als Elektroniker, ist eine Umschulung zum Fluggerätelektroniker oft möglich, wenn du motiviert und lernbereit bist. Vor allem strukturierte Leute mit Technikinteresse haben gute Chancen.

Für den Beruf als Fluggerätelektroniker solltest du vor allem technisches Verständnis und Spaß an Elektronik mitbringen. Du arbeitest viel mit Messgeräten, Schaltplänen und Computern, darum sind Mathe und logisches Denken wichtig. Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit helfen dir im Alltag. Wenn du geduldig Fehler suchst, passt du sehr gut als Fluggerätelektroniker. Grundkenntnisse in Englisch und Interesse an Luftfahrt sind ebenfalls hilfreich.

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Ausbildungsgehalt (brutto pro Monat)
1. Ausbildungsjahr
1.272 €
2. Ausbildungsjahr
1.316 €
3. Ausbildungsjahr
1.402 €
4. Ausbildungsjahr
1.478 €
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