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Hochbaufacharbeiter / Hochbaufacharbeiterin
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 1.077 – 1.272 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 2 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss i. d. R. Mittlere Reife

Was macht ein Hochbaufacharbeiter (m/w/d)?

Hochbaufacharbeiter stellen Gebäude und Bauteile her, mal für den Wohnungsbau, mal für Industrieanlagen. Auch die Modernisierung oder Sanierung von Gebäuden können zu ihren Aufgaben gehören.

Hochbaufacharbeiter ist Teil einer Stufenausbildung und unterscheidet sich, je nachdem welchen Schwerpunkt du wählst. Du hast die Auswahl zwischen folgenden Bereichen:

  • Maurerarbeiten
  • Beton- und Stahlbetonbauarbeiten
  • Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten

Nach der 2-jährigen Ausbildung zum Hochbaufacharbeiter kannst du ein weiteres Ausbildungsjahr anhängen und Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer oder Feuerungs- und Schornsteinbauer werden.

Im Schwerpunkt Maurerarbeiten stellst du Mauerwerk oder Estriche her, betonierst Decken und Wände und baust Wärmedämmungen ein. Im Schwerpunkt Beton- und Stahlbetonarbeiten dagegen dreht sich dein Berufsalltag mehr darum, zum Beispiel Schalungen zu erstellen und Beton zu mischen, zu verdichten und nachzubehandeln. Im Bereich Feuerungs- und Schornsteinarbeiten baust du, wie der Name schon sagt, Feuerungsanlagen, Schornsteine oder Abgasanlagen aus feuerfestem Material und Dämmstoffen.

Neben den speziellen Aufgaben in den einzelnen Schwerpunkten gibt es auch allgemeine Tätigkeiten, die alle Hochbaufacharbeiter ausführen. Dazu gehören zum Beispiel das Vorbereiten von Baustellen und die Absperrung des umliegenden Straßenverkehrs, wenn nötig. Außerdem kümmern sie sich um die benötigten Geräte und Baumaterialien und bedienen die Maschinen.

Wo kann ich als Hochbaufacharbeiter arbeiten?

Als Hochbaufacharbeiterin arbeitest du in Unternehmen des Hochbaus, Betonbaus, Schornstein- und Industrieofenbaus oder Isolier- und Fassadenbaus.

Dabei bist du üblicherweise auf Baustellen unterwegs, also teils unter freiem Himmel und teils in Rohbauten; dann vor Wind und Wetter geschützt.

Arbeitszeiten als Hochbaufacharbeiter

Als Hochbaufacharbeiter arbeitest du in der Regel tagsüber und startest oft früh am Morgen. Deine Arbeitszeit orientiert sich am Tageslicht und an den Abläufen auf der Baustelle. Üblich ist eine Vollzeitstelle mit etwa 40 Stunden pro Woche, je nach Tarifvertrag und Betrieb. In arbeitsreichen Phasen können Überstunden anfallen, etwa wenn ein Bauabschnitt fertig werden muss.

Im Winter kann schlechtes Wetter die Arbeit einschränken, im Sommer sind die Tage manchmal länger. Wichtig sind für dich Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und die Bereitschaft, im Team mit anzupacken.

Wie viel verdient ein Hochbaufacharbeiter?

Dein Einkommen hängt von Region, Betrieb und Berufserfahrung ab. Als Hochbaufacharbeiter profitierst du häufig von tariflich geregelten Löhnen im Bauhauptgewerbe. Hier kannst mit du einem Einstiegsgehalt von 2.800 bis 4.000 Euro rechnen. Im öffentlichen Dienst erhältst du dagegen im Schnitt ein Einstiegsgehalt zwischen 2.900 bis 4.100 Euro.

In vielen Fällen liegst du als Facharbeiter über dem Durchschnitt anderer Handwerksberufe. Mit steigender Erfahrung, zusätzlichen Aufgaben und Verantwortung kannst du dein Gehalt deutlich erhöhen. Häufig kommen Zuschläge für Überstunden oder Arbeiten unter besonderen Bedingungen hinzu. Auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind in manchen Betrieben möglich. Insgesamt kannst du dir mit diesem Beruf ein solides und langfristig gutes Einkommen aufbauen.

Wie viel verdient man als Hochbaufacharbeiter in der Ausbildung?

Als Hochbaufacharbeiter bzw. Hochbaufacharbeiterin kannst du in der Ausbildung im Schnitt mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 1.077 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.272 Euro

Du möchtest mehr über das Hochbaufacharbeiter Gehalt erfahren? Hier geht es zur Gehaltsseite.

Wie läuft die Ausbildung als Hochbaufacharbeiter ab?

Die Hochbaufacharbeiter Ausbildung ist dual organisiert. Das bedeutet, du lernst abwechselnd im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Im Betrieb übst du praktische Tätigkeiten wie Mauern, Betonieren, Schalungen setzen und Baustellen absichern. In der Schule werden dir Grundlagen in Mathe, Technik, Baustoffkunde und Arbeitssicherheit vermittelt. Du lernst, Bauzeichnungen zu verstehen und die notwendigen Arbeitsschritte zu planen.

Während deiner Ausbildung wirst du Schritt für Schritt an schwierigere Aufgaben herangeführt. Am Ende legst du eine Abschlussprüfung mit einem praktischen und einem theoretischen Teil ab.

Wie lange dauert die Ausbildung als Hochbaufacharbeiter?

Die reguläre Ausbildungszeit zum Hochbaufacharbeiter beträgt 2 Jahre. In diesen zwei Jahren baust du systematisch dein Wissen und deine praktischen Fähigkeiten auf. Nach dem Abschluss kannst du noch ein 3. Jahr anhängen, um zum Beispiel den Abschluss als Maurer oder Beton- und Stahlbetonbauer zu machen.

Wenn du sehr gute Leistungen bringst oder bereits eine passende Vorbildung mitbringst, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen eine Verkürzung beantragen. Die klare Struktur der Ausbildung hilft dir, deine Lernfortschritte und deine nächsten Schritte gut zu planen.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Hochbaufacharbeiter?

Die Ausbildung zum Hochbaufacharbeiter ist eine duale Ausbildung, die sich aus praktischer Tätigkeit im Ausbildungsbetrieb und theoretischer Vertiefung in der Berufsschule zusammensetzt.

Im Ausbildungsbetrieb wirst du angeleitet und darfst – je nach Schwerpunkt – mauern, schalen und betonieren oder Feuerungsanlagen auskleiden. Du lernst die unterschiedlichen Bau- und Hilfsstoffe kennen, den Umgang mit Werkzeugen und Messinstrumenten und das Lesen technischer Zeichnungen.

Der Ausbildungsteil in der Berufsschule ist zwar theoretischer, aber tatsächlich oft mit starkem Praxisbezug: Material- und Werkstoffkunde steht genauso auf dem Lehrplan wie Deutsch oder Politik.

Voraussetzungen für die Ausbildung als Hochbaufacharbeiter

Für den Einstieg in die Hochbaufacharbeiter Ausbildung wird meist ein Hauptschulabschluss empfohlen, rechtlich ist aber oft kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. Wichtiger ist, dass du körperlich belastbar bist und gerne im Freien arbeitest. Du solltest kein Problem mit Höhe und wechselndem Wetter haben.

Gute Noten in Mathe helfen dir beim Messen, Rechnen und Verstehen von Plänen. Außerdem sind Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und Pünktlichkeit wichtig. Ein Praktikum auf dem Bau kann dir den Einstieg erleichtern, weil du so früh testen kannst, ob dir der Beruf wirklich liegt.

Eine Tätigkeit im Bereich Bau, Architektur & Vermessung kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung und Karrierechancen als Hochbaufacharbeiterin

Nach deiner abgeschlossenen Ausbildung hast du gute Chancen auf eine feste Übernahme im Betrieb. Mit einiger Berufserfahrung kannst du dich zum Vorarbeiter weiterbilden und mehr Verantwortung übernehmen. Wenn du dich noch weiterentwickeln willst, kannst du eine Weiterbildung zum Maurer- und Betonbauermeister, zum Polier - Hochbau, zum Techniker - Bautechnik oder zum Werkpolier anschließen.

Mit einem Meistertitel kannst du Baustellen leiten, Auszubildende ausbilden oder dich mit einem eigenen Betrieb selbstständig machen. Zusätzlich gibt es viele Lehrgänge, zum Beispiel zu Baumaschinen, Spezialbeton oder Arbeitssicherheit, die deine Karrierechancen weiter verbessern.

Auch der Weg über ein Studium eignet sich. Passende Studiengänge sind:

Fazit: Stabile Zukunftsaussichten als Hochbaufacharbeiter

Die Hochbaufacharbeiter Ausbildung ist eine gute Wahl, wenn du gerne praktisch arbeitest und sehen willst, was du mit deinen Händen geschaffen hast. Du arbeitest im Team an echten Bauprojekten und trägst Verantwortung für stabile und sichere Gebäude. Die Bezahlung im Baugewerbe ist oft attraktiv, und deine Erfahrung wird mit der Zeit immer wertvoller.

Durch Weiterbildungen kannst du dich beruflich weiterentwickeln und mehr Verantwortung übernehmen. Wenn du offen für körperliche Arbeit, wechselnde Baustellen und das Arbeiten im Freien bist, bietet dir dieser Beruf viele langfristige Chancen.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Als Hochbaufacharbeiter hast du sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, weil ständig gebaut und saniert wird. In vielen Regionen werden Fachkräfte auf dem Bau gesucht, vor allem im Rohbau und bei Betonarbeiten. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung als Hochbaufacharbeiter findest du schnell Jobs auf der Baustelle und kannst dich später zum Vorarbeiter oder Polier weiterentwickeln.

Auch als Quereinsteiger kannst du Hochbaufacharbeiter werden, wenn du handwerklich geschickt bist und anpacken willst. Viele Betriebe geben motivierten Helfern eine Chance und unterstützen beim Nachholen von Kenntnissen. Als Hochbaufacharbeiter lernst du Schritt für Schritt Maurerarbeiten, Schalungen und Betonieren. Ein Praktikum oder Job als Bauhelfer ist ein guter Einstieg in den Beruf.

Für den Job als Hochbaufacharbeiter solltest du körperlich fit sein und gern im Freien arbeiten. Du brauchst ein gutes räumliches Denken, um Pläne zu verstehen, und keine Angst vor Höhe. Als Hochbaufacharbeiter arbeitest du im Team, bist zuverlässig und pünktlich. Sorgfältiges Arbeiten ist wichtig, damit Mauern, Decken und Fundamente sicher stehen.

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