Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin
Ausbildung & Beruf
Was macht ein Sozialarbeiter (m/w/d)?
Als Sozialarbeiter bzw. Sozialarbeiterin unterstützt du Kinder, Jugendliche und Erwachsene dabei, mit (sozialen) Konflikten oder schwierigen Situationen umzugehen und suchst gemeinsam mit ihnen Lösungswege. Dabei ist dein Arbeitsplatz nicht festgelegt, denn du hast die Möglichkeit, in Kinder- und Jugendheimen zu arbeiten, im Büro Verwaltungsaufgaben zu tätigen oder im Gefängnis angestellt zu sein.
Als Sozialarbeiter bzw. Sozialarbeiterin kannst du dich für eine von 2 Einsatzmöglichkeiten entscheiden:
- Sozialarbeiter mit Schwerpunkt Sozialpädagogik
- Sozialarbeiter im Strafvollzug
Sozialarbeiter ist allerdings kein Ausbildungsberuf, sondern erfordert den Abschluss eines Studiums der Sozialen Arbeit.
Was ist der Unterschied zwischen einem Sozialarbeiter und einem Sozialpädagogen?
Der wohl größte Unterschied zwischen einem Sozialarbeiter und einem Sozialpädagogen ist, dass ein Sozialarbeiter mehr Aufgabengebiete hat als ein Sozialpädagoge. Ein Sozialpädagoge legt den Fokus seiner Arbeit meist auf Kinder, Jugendliche oder Familienarbeit. Der Sozialarbeiter hingegen behandelt auch noch Themen wie Migration und Resozialisierung.
Früher gab es, zumindest in Deutschland, auch zwei separate Studiengänge: Sozialpädagogik und Sozialarbeit. Heute gibt es nur noch das Studium Soziale Arbeit.
Wo arbeiten Sozialarbeiter?
Der Einsatzbereich von Sozialarbeitern ist groß: Du kannst in Jugend-, Kinder oder Altenheimen arbeiten, aber genauso in Tagesstätten, Kindergärten oder Beratungsstellen. Ambulante soziale Dienste bieten Sozialarbeitern ebenfalls Arbeitsplätze, außerdem natürlich Behörden wie Sozial-, Jugend- oder Gesundheitsämter. Dazu kommt der Einsatz in Justizvollzugsanstalten oder Resozialisierungseinrichtungen. Als Sozialarbeiter kannst du dir also ein Themenfeld suchen, das dir persönlich liegt und Freude macht.
Wie läuft die Ausbildung als Sozialarbeiter ab?
Der schnellste und einfachste Weg, um Sozialarbeiter bzw. Sozialarbeiterin zu werden, führt über den Dualen Studiengang Soziale Arbeit. Dieser kombiniert den Diplomstudiengang Sozialarbeit, den man heute nicht mehr studieren kann, und Sozialpädagogik.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Sozialarbeiter?
Insgesamt geht es in diesem Dualen Studium darum, alle Bereiche der sozialen Arbeit abzudecken: Wie funktioniert eine soziale Einrichtung? Welche Hilfeleistungen kann ich anbieten? Wie werden diese geplant, koordiniert und umgesetzt? Dabei gilt es immer, die Lebenswelten der Betroffenen genau zu beachten und im Lösungsansatz darauf einzugehen. Auch interkulturelle Unterschiede und solche, die dem Alter oder der persönlichen Entwicklung geschuldet sind, lernst du kennen.
Diese Fächer erwarten dich im Dualen Studium Soziale Arbeit:
- Grundstudium: Die Studienfächer beziehen sich neben den Methoden und Theorien der Sozialen Arbeit und der Sozialpädagogik auf Themenbereiche wie Philosophie (z. B. Sozialphilosophie, Ethik), Soziologie (z. B. Familiensoziologie), Psychologie (z. B. klinische Psychologie), Sozialmedizin (z. B. Rehabilitation, Suchterkrankungen), Recht (z. B. Familien-, Sozialhilferecht), Ökonomie (z. B. Ökonomie der Sozialverwaltung) und betriebswirtschaftliche Grundlagen (z. B. Controlling, Personalwesen).
- Vertiefungs- / Studienschwerpunkte: Ein Duales Studium Soziale Arbeit orientiert sich mit seinen Schwerpunkten und Vertiefungen an Kinder- und Jugendhilfe, Familienhilfe, Alten- und Behindertenhilfe, Erziehungshilfen, Heimerziehung, Drogen- und Suchthilfe, Straffälligenhilfe, Gesundheitswesen.
Im Studium kannst du dich oft spezialisieren. Praxisphasen in teils verschiedenartigen Einrichtungen helfen dir dabei, den passenden Schwerpunkt für dich zu finden.
Mit guten Noten in Deutsch, Englisch und Sozialkunde bist du gut vorbereitet auf die Sozialarbeiter Ausbildung. Dennoch sind in diesem Beruf vor allem deine Stärken wichtig. Eine gute Konfliktlösungsfähigkeit hilft dir, jede Situation bedacht zu meistern. Dein ausgeprägtes Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein hilft dir nicht nur in deiner täglichen Arbeit, sondern lässt sich auch an deine Klienten weitergeben. Sorgfalt brauchst du beim Dokumentieren und Ablegen deiner Fälle.
- Deutsch
- Englisch
- Sozialkunde
- Sorgfalt und Genauigkeit
- Konfliktlösungsfähigkeit
- Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
- Diverse Arbeitsumfelder (z. B. Jugendheim, Büro)
- Flexible Arbeitszeiten
- Viel Kontakt mit Menschen
Wie viel verdient ein Sozialarbeiter?
Bei deinem Verdienst als Sozialarbeiter bzw. Sozialarbeiterin kommt es zunächst einmal darauf an, für welches Arbeitsumfeld du dich entscheidest. Solltest du bei einer Gemeinde oder beim Bund angestellt werden, so entspricht dein Gehalt dem Tarifvertrag, der für den öffentlichen Dienst gilt (TVöD). Auch dort gibt es finanzielle Unterschiede, da sich die Höhe deines Gehalts nach deiner Entgeltgruppe richtet, in die du eingeteilt wurdest. Faktoren dafür sind dein Bildungsabschluss sowie deine Berufserfahrung.
Generell kann man sagen, dass für staatlich anerkannte Sozialpädagogen und Sozialarbeiter zwischen 4.211 und 5.204 Euro brutto im Monat möglich sind.
Allerdings ist es natürlich möglich durch Weiterbildungen deinen Einsatzbereich zu erweitern oder dich auf einen zu spezialisieren, wodurch auch die Chance besteht, mehr Geld zu verdienen.
Du möchtest gerne mehr zum Lohn als Sozialarbeiter erfahren? Hier geht es zur Gehaltsseite.
Du willst kein Studium absolvieren, sondern lieber eine Ausbildung starten? Dann wirf doch mal einen kleinen Blick auf diese sozialen Ausbildungsberufe:
Du hast als Sozialarbeiter aktuell gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. In vielen Einrichtungen, Schulen und Beratungsstellen werden ständig neue Sozialarbeiter gesucht. Du findest Jobs in Vollzeit, Teilzeit oder im Schichtdienst. Praktika, Studium Soziale Arbeit und Fortbildungen verbessern deine Aussichten. Mit Berufserfahrung kannst du schneller aufsteigen und mehr Verantwortung übernehmen. Auch in ländlichen Regionen entstehen neue Stellen.
Ja, als Sozialarbeiter kannst du auch als Quereinsteiger starten. Viele Sozialarbeiter kommen aus pädagogischen oder pflegerischen Berufen. Du brauchst meist ein Studium Soziale Arbeit oder eine vergleichbare Qualifikation. Vorherige Praxiserfahrung, Ehrenamt und Weiterbildungen helfen dir beim Einstieg. Informiere dich früh über Anerkennung, Zulassung und passende Studienformen neben dem Job. So gestaltest du deinen Berufswechsel planbar und stressfrei.
Wichtig ist, dass du als Sozialarbeiter gerne mit Menschen arbeitest. Als Sozialarbeiter brauchst du Empathie, Geduld und gute Kommunikationsfähigkeit. Du solltest zuhören können, klar erklären und Konflikte ruhig lösen. Teamfähigkeit hilft dir im Austausch mit Kollegen. Außerdem ist Selbstorganisation wichtig, damit du Termine, Dokumentation und Absprachen mit anderen Stellen gut im Blick behältst.
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