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Was macht ein Wasserbauer (m/w/d)?

Als Wasserbauer sorgst du dafür, dass Wasserwege sicher und funktionstüchtig bleiben. Dazu gehören Flüsse, Seen, Häfen und Küstenbereiche. In der Wasserbauer Ausbildung lernst du, wie man Schäden erkennt, Bauwerke überprüft und Wasserwege pflegt. Du kontrollierst Deiche, Dämme, Schleusen oder Uferbefestigungen und hilfst, diese zu reparieren oder zu erneuern.

Außerdem unterstützt du dabei, Hochwasser zu verhindern oder Folgen eines Sturms zu beseitigen. Viele Arbeiten finden draußen statt, oft mit modernen Baumaschinen und Werkzeugen. Du trägst jeden Tag dazu bei, dass Schiffe sicher fahren können und Menschen am Wasser geschützt sind.

Wo kann ich als Wasserbauer arbeiten?

Nach deiner Wasserbauer Ausbildung findest du viele mögliche Arbeitsorte. Viele Wasserbauer arbeiten bei Wasserstraßen- und Schifffahrtsämtern, die für Flüsse und Kanäle zuständig sind. Andere Jobs gibt es in Bauunternehmen, die Bauarbeiten am Wasser durchführen. Auch Küstenschutzbehörden, Hafenbetriebe oder kommunale Betriebe stellen Wasserbauer ein.

Je nach Einsatzort arbeitest du an Schleusen, Uferbefestigungen, Brücken, Dämmen oder Häfen. Diese Orte bieten dir abwechslungsreiche Aufgaben und einen Arbeitsplatz mitten in der Natur.

Arbeitszeiten als Wasserbauerin

Die Arbeitszeiten als Wasserbauer können sehr unterschiedlich sein. In der Regel arbeitest du tagsüber, meistens im Team und nach festen Plänen. Trotzdem kann es zu Sonderfällen kommen. Bei Hochwasser, Sturmschäden oder dringenden Reparaturen musst du manchmal früher anfangen oder länger bleiben.

Viele Projekte hängen vom Wetter ab, weshalb die Teams oft genau planen müssen, wann Arbeiten möglich sind. Im Sommer gibt es meist mehr Einsätze im Freien, während manche Arbeiten im Winter ruhiger sind. Wenn du gern draußen bist und keine Angst vor wechselnden Bedingungen hast, passt dieses Arbeitszeitmodell gut zu dir.

Wie viel verdient ein Wasserbauer?

Nach deiner Wasserbauer Ausbildung startest du meist mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.200 und 2.500 Euro brutto. Mit deiner Berufserfahrung steigt es dann aber in der Regel auf bis zu über 3.500 Euro im Monat an. Zusätzlich kannst du durch verantwortungsvolle Aufgaben, Weiterbildungen oder Schichtzulagen mehr verdienen.

Das Gehalt eines Wasserbauers hängt von verschiedenen Faktoren ab: deinem Arbeitgeber, deiner Erfahrung und deiner Region. Viele Wasserbauer arbeiten im öffentlichen Dienst, wo es feste Tariflöhne gibt. Das bedeutet, du bekommst ein sicheres und faires Einkommen. Da der Wasserbau wichtig für die Sicherheit und Infrastruktur ist, bleibt das Einkommen stabil und verlässlich.

Wie viel verdient ein Wasserbauer in der Ausbildung?

Als Wasserbauer bzw. Wasserbauerin kannst du in der Ausbildung mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 1.198 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.255 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.293 Euro

Du möchtest gerne mehr über das Wasserbauer Gehalt wissen? Hier geht es zur Gehaltsseite.

Wie läuft die Ausbildung als Wasserbauer ab?

Die Wasserbauer Ausbildung ist eine duale Ausbildung. Du verbringst einen Teil deiner Zeit im Ausbildungsbetrieb und den anderen Teil in der Berufsschule. Im Betrieb lernst du, wie Bauwerke am Wasser kontrolliert, gesichert und repariert werden. Du arbeitest an echten Projekten wie dem Bau von Uferbefestigungen, dem Pflegen von Flussufern oder dem Warten von Schleusen.

In der Berufsschule lernst du theoretische Grundlagen über Wasserwirtschaft, Bautechnik, Vermessen, Naturkunde und Sicherheit. Du beschäftigst dich auch mit Maschinenkunde und lernst Arbeitsabläufe zu planen. Die Mischung aus Praxis und Theorie macht die Ausbildung spannend und vielseitig und bereitet dich Schritt für Schritt darauf vor, später selbstständig und sicher im Wasserbau zu arbeiten.

Wie lange dauert die Ausbildung als Wasserbauer?

Die Ausbildung als Wasserbauerin dauert in der Regel 3 Jahre. Während dieser Zeit sammelst du viel Praxis und lernst alle wichtigen Inhalte für den Beruf kennen. Wenn du sehr gute schulische oder betriebliche Leistungen hast, kannst du die Ausbildung manchmal auf 2 oder 2,5 Jahre verkürzen.

Am Ende der Ausbildung absolvierst du eine Abschlussprüfung, die aus einem praktischen und einem theoretischen Teil besteht. Danach bist du bereit für den Berufseinstieg.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Wasserbauer?

Während der Ausbildung lernst du viele wichtige Inhalte, die du später im Beruf brauchst. Die theoretischen und praktischen Übungen bereiten dich darauf vor, sicher und selbstständig an Wasserwegen zu arbeiten. Zu den Themen gehören:

  • Umgang mit Baumaschinen und Werkzeugen
  • Sichern von Ufern und Arbeiten an Uferbefestigungen
  • Bau- und Sanierungsarbeiten mit Beton, Holz und Stahl
  • Vermessen von Gelände und Kontrollieren von Wasserständen
  • Prüfen von Bauwerken wie Dämmen, Schleusen und Deichen
  • Grundlagen in Wasserwirtschaft, Hydrologie, Technik und Arbeitssicherheit

Nach diesen Lerninhalten kannst du viele Aufgaben im Wasserbau selbstständig ausführen. Die Mischung aus Übung, Theorie und echten Einsätzen macht die Ausbildung spannend und abwechslungsreich. Dadurch wirst du Schritt für Schritt sicherer in allen Aufgabenbereichen des Wasserbaus.

Art der Ausbildung:
dual (Berufsschule und Betrieb)
Art der Ausbildung: dual (Berufsschule und Betrieb)
Dauer der Ausbildung:
3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich
Dauer der Ausbildung: 3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich
Ausbildungs­vergütung:
1.198 € – 1.293 €
Ausbildungs­vergütung: 1.198 € – 1.293 €

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Wasserbauer

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Wasserbauer. Azubis haben oftmals den Realschulabschluss oder auch (Fach-)Abitur oder den Hauptschulabschluss.

Für die Wasserbauer Ausbildung brauchst du vor allem Interesse an Technik, Natur und handwerklicher Arbeit. Du solltest gerne im Freien arbeiten, auch wenn das Wetter wechselhaft ist. Wichtig sind körperliche Fitness, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit, denn viele Arbeiten sind anspruchsvoll und werden im Team erledigt. Technisches Verständnis ist ebenfalls wichtig, da du mit Maschinen und Werkzeugen arbeitest.

Wenn du gern anpackst, praktisch denkst und Verantwortung übernehmen möchtest, bringst du gute Voraussetzungen mit.

Eine Tätigkeit im Bereich Bau, Architektur und Vermessung kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung und Karrierechancen als Wasserbauerin

Nach der Wasserbauer Ausbildung stehen dir viele Wege offen. Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen:

  • Anpassungsfortbildung,
  • Aufstiegsfortbildung &
  • Studium.

Bei Anpassungsfortbildungen geht es darum, dein Wissen aktuell zu halten, um beispielsweise neue Entwicklungen in Bereichen wie Wasserbau, Betonbau, Naturschutz Vermessungstechnik oder Bausanierung kennenzulernen.

Aufstiegsfortbildungen helfen dir dabei, Karriere zu machen und beruflich voranzukommen. Passend sind als Wasserbauer die Weiterbildungen zum Wasserbaumeister, Techniker - Bautechnik (Tiefbau), Polier - Tiefbau oder zum Taucher.

Auch der Weg über ein Studium eignet sich als Weiterbildung. Mögliche Studiengänge sind Bauingenieurwesen, Wasser- und Bodenmanagement, Wassertechnologie, Vermessungstechnik oder Geoinformatik

Der Beruf bietet dir viele Aufstiegsmöglichkeiten, sodass du dich ständig weiterentwickeln kannst. Da Wasserbau wichtig für Infrastruktur und Sicherheit ist, sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sehr gut. Mit Engagement und Motivation kannst du dir eine stabile Karriere aufbauen.

Fazit: Vielfältige Chancen als Wasserbauer

Die Wasserbauer Ausbildung bietet dir einen spannenden Einstieg in einen vielseitigen und sicheren Beruf. Du arbeitest draußen in der Natur, nutzt moderne Technik und bist Teil wichtiger Bauprojekte. Der Beruf verbindet Handwerk, Verantwortung und Teamarbeit. Deine Aufgaben tragen jeden Tag dazu bei, dass Flüsse, Häfen und Küsten sicher bleiben.

Außerdem hast du gute Gehaltsaussichten und viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Wenn du gern praktisch arbeitest, Technik magst und einen Beruf mit Zukunft suchst, ist der Wasserbauer eine großartige Wahl.

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Bildnachweis: „Binnenschiff auf dem Kanal" © Otto Durst / Fotolia; „Wasserbauer überprüft Fahrrinnen" ©Anupong Sakoolchai - stock.adobe.com