Zahnarzt / Zahnärztin
Ausbildung & Beruf
Was macht ein Zahnarzt (m/w/d)?
Als Zahnarzt kümmerst du dich um die Gesundheit der Zähne, des Zahnfleisches und des gesamten Mundbereichs. Du behandelst Zahnschmerzen, Karies und Zahnfleischerkrankungen und sorgst dafür, dass die Zähne gesund bleiben. Außerdem führst du regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durch, bei denen du nach Problemen wie Löchern in den Zähnen oder Entzündungen suchst. Zu deinen Aufgaben gehören auch das Ziehen von Zähnen, das Einsetzen von Kronen und Implantaten sowie die Beratung deiner Patienten.
Ein Zahnarzt hilft außerdem dabei, die richtige Mundhygiene zu erklären. Du zeigst zum Beispiel, wie man Zähne richtig putzt und welche Hilfsmittel man verwenden sollte. Das Ziel deiner Arbeit ist es immer, die Zähne deiner Patienten so gesund wie möglich zu erhalten, damit sie ein schönes Lächeln behalten.
Wo kann ich als Zahnarzt arbeiten?
Als Zahnarzt hast du viele Möglichkeiten, wo du arbeiten kannst. Die meisten Zahnärzte sind in einer Zahnarztpraxis tätig. Das kann deine eigene Praxis sein oder eine Gemeinschaftspraxis, die du dir mit anderen Kollegen teilst. Einige Zahnärzte arbeiten in Kliniken, besonders wenn sie auf spezielle Bereiche wie Mund- oder Kieferchirurgie oder Oralchirurgie spezialisiert sind.
Du kannst aber auch in Forschung und Lehre tätig werden, zum Beispiel an Universitäten oder in Laboren. Einige Zahnärzte entscheiden sich dafür, für Unternehmen zu arbeiten, die Zahntechnik herstellen, wie Zahnimplantate oder Prothesen. Es gibt also viele Bereiche, in denen du dich als Zahnarzt verwirklichen kannst.
Die Arbeitszeiten einer Zahnärztin hängen vom Arbeitsort ab. In einer Praxis arbeitest du meist zu festen Zeiten – oft tagsüber von Montag bis Freitag. Manche Praxen bieten auch Abendtermine oder Sprechstunden am Wochenende an, um mehr Patienten helfen zu können. In Kliniken können die Arbeitszeiten variieren. Hier gibt es oft Schichtarbeit, besonders wenn du in der Chirurgie tätig bist.
Während der Ausbildung als Zahnarzt musst du nicht direkt diese Arbeitszeiten einhalten. Trotzdem ist der Alltag oft sehr intensiv, da das Studium und die Praxis viel Zeit und Einsatz verlangen. Auch später als Zahnarzt solltest du bereit sein, dich flexibel auf die Bedürfnisse deiner Patienten einzustellen.
Ausbildungsorte für Zahnarzt/ärztin
Wie viel verdient ein Zahnarzt?
Zahnärzte gehören zu den Berufsgruppen mit einem guten Gehalt. Wenn du neu im Beruf bist und keine eigene Praxis hast, kannst du als angestellter Zahnarzt ca. 5.779 Euro brutto im Monat verdienen. Mit mehr Erfahrung steigt dein Gehalt auf ca. 8.169 Euro monatlich. Hast du zusätzlich eine eigene Praxis, kann dein Verdienst deutlich höher sein – je nachdem, wie viele Patienten du behandelst und wie groß deine Praxis ist.
Bei deinem hohen Verdienst solltest du auch bedenken, dass Zahnärzte oft Verantwortung tragen. Dein Zahnarzt Gehalt hängt also auch mit deiner Fachkenntnis und deinem Einsatz zusammen. Das macht den Beruf finanziell attraktiv, aber auch anspruchsvoll.
Wie viel verdient ein Zahnarzt in der Ausbildung?
Der klassische Weg in den Beruf Zahnarzt führt über ein Zahnmedizin Studium. Dieses ist unbezahlt, du erhältst also keine Ausbildungsvergütung, sondern musst möglicherweise sogar mit Kosten rechnen, wie etwa Semesterbeiträgen, Studiengebühren oder Ausgaben für Lernmittel. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du Bafög-Förderung erhalten.
Machst du hingegen eine Ausbildung als Zahntechniker bzw. Zahntechnikerin oder Zahnmedizinischer Fachangestellter bzw. Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA), erhältst du eine monatliche Vergütung.
Wie läuft die Ausbildung zum Zahnarzt ab?
Die Ausbildung zum Zahnarzt erfolgt durch ein Zahnmedizin Studium. Dieses Studium ist anspruchsvoll und fordert viel Einsatz sowie Interesse an Naturwissenschaften und medizinischen Themen. Es beginnt mit einem vorklinischen Abschnitt, in dem du theoretische Grundlagen lernst, wie etwa Anatomie, Biologie, Chemie und die gesundheitlichen Aspekte des Mundes und der Zähne. Dieser Teil schließt in der Regel mit dem sogenannten „Physikum“ ab, einer wichtigen Prüfung. Danach wechselst du in den klinischen Abschnitt, wo du dich mehr auf die praktische Arbeit konzentrierst. Hier übst du Behandlungen und eignest dir das Wissen an, das du im Umgang mit Patienten brauchst.
Das Studium endet mit dem Staatsexamen. Dieses ist die Voraussetzung für deine Approbation, also die Erlaubnis, als Zahnarzt tätig zu sein. Ein „Praktisches Jahr“ – bekannt aus der Humanmedizin – ist bei Zahnmedizinern nicht verpflichtend.
Falls du den Doktortitel („Dr. med. dent.“) erwerben möchtest, kannst du eine Doktorarbeit schreiben. Der Zeitpunkt dafür variiert: Viele beginnen die Doktorarbeit im klinischen Abschnitt des Studiums oder direkt nach dem Staatsexamen. Sie ist allerdings freiwillig, aber ein Plus für deine Karriere und wissenschaftliche Tätigkeit.
Wie lange dauert die Ausbildung als Zahnarzt?
Die Ausbildung dauert insgesamt fünf bis sechs Jahre. Das Zahnmedizin Studium selbst beträgt normalerweise fünf Jahre. Wenn du dich später noch weiterbilden möchtest – zum Beispiel als Kieferchirurg – kommt zusätzliche Zeit für diese Spezialausbildung dazu.
Verglichen mit anderen Berufen ist die Ausbildung zum Zahnarzt in Deutschland ziemlich lang. Dafür hast du am Ende viele Möglichkeiten, beruflich erfolgreich zu werden. Du solltest aber während des Studiums motiviert bleiben und dich auf die Zeit gut vorbereiten.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Zahnarzt?
Während deiner Ausbildung in Zahnmedizin lernst du viele verschiedene Dinge. Du beschäftigst dich zunächst mit Fächern wie Biologie, Chemie und Anatomie – alles, was dir hilft, die Grundlagen des Körpers zu verstehen. Dann lernst du praktische Themen kennen, wie den Aufbau von Zähnen und Zahnkrankheiten. Du erfährst, wie Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten entstehen und wie man sie behandelt.
- Du lernst, Zahnersatz wie Kronen oder Prothesen anzufertigen.
- Du übst, wie man Mund-Operationen durchführt.
- Du analysierst, wie Zahnkrankheiten erkannt werden.
Neben den praktischen Inhalten gibt es auch viele theoretische Prüfungen. Das Ziel ist, dass du deine Kenntnisse später sicher anwenden kannst, um Patienten professionell zu helfen.
Wenn du im zahnmedizinischen Bereich arbeiten, aber kein Hochschulstudium machen willst, kannst du über eine duale Ausbildung zum Zahntechniker oder Zahnmedizinischen Fachangestellten nachdenken.
Um Zahnarzt zu werden, brauchst du ein gutes Abitur, denn der Numerus Clausus (NC) des Studiums der Zahnmedizin ist hoch. Meistens musst du in Deutschland einen NC zwischen 1,0 und 1,5 haben, um einen Studienplatz zu bekommen. Es hilft, wenn du in der Schule gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern hast.
Außerdem solltest du ein Interesse am Umgang mit Menschen mitbringen. Geduld, Sorgfalt und Empathie sind wichtig, da du jeden Tag mit Patienten arbeitest. Fingerfertigkeit und eine gute Hand-Auge-Koordination sind bei deiner Arbeit mit Instrumenten und Werkzeugen unbedingt notwendig. Wenn du verantwortungsvoll und motiviert bist, hast du gute Chancen, den Beruf Zahnarzt erfolgreich zu meistern.
Ähnliche Ausbildungsberufe
Nach deinem Zahnmedizin Studium kannst du dich weiterbilden und spezialisieren. Viele Zahnärzte entscheiden sich dafür, beispielsweise Kieferchirurg oder Implantologe zu werden. Solche Spezialisierungen in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie oder Oralchirurgie sind nicht nur spannend, sondern bringen auch bessere Karrierechancen und ein höheres Gehalt.
Neben der Praxis kannst du auch in die Forschung gehen oder dich für eine Lehrtätigkeit an Universitäten entscheiden. Manche Zahnärzte gründen außerdem größere Praxen oder Unternehmen, die sich mit Zahnmedizin oder Zahntechnik beschäftigen. Dein Berufsweg bleibt immer spannend – je nach deinen Talenten und Interessen.
Eine Tätigkeit im Bereich Gesundheit, Medizin & Pflege kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:
Der Beruf Zahnarzt bietet dir eine sichere Zukunft, ein gutes Gehalt und viele Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Zwar ist das Studium anspruchsvoll, aber die Arbeit macht Spaß, weil du Menschen hilfst und Verantwortung übernimmst. Egal ob du später in einer eigenen Praxis arbeiten möchtest oder dich spezialisierst – als Zahnarzt hast du immer spannende Wege, um dich beruflich zu entwickeln!
Teste deine Stärken, gib deine Wünsche an und sieh sofort, welche Stellen wirklich zu dir passen. Wissenschaftlich fundiert, kostenlos und treffsicher in nur 20 Minuten zum Traumberuf.
Zum Berufswahltest- Diakonisches Institut für Soziale Berufe gGmbH
- 01.04.2026
-
73547 Lorch
- Bernd-Blindow-Schulen
- 01.03.2026
-
34131 Kassel
- Landesamt für Besoldung und Versorgung NRW
- 01.09.2026
-
40476 Düsseldorf
- Euro Akademie
- 01.09.2026
-
97070 Würzburg
- Sparkasse Duisburg Anstalt des öffentlichen Rechts
- 01.08.2026
-
47051 Duisburg
- Landesamt für Besoldung und Versorgung NRW
- 01.09.2026
-
40476 Düsseldorf
Beliebte Berufe
Weitere Infos
Bildnachweis: „Patientin und Zahnarzt“ ©harbucks – stock.adobe.com; Zahnarzt und Zahnärztin behandeln Patienten ©Maria Sbytova – stock.adobe.com