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Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen / Umwelttechnologin für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 1.218 – 1.314 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss i. d. R. Mittlere Reife

Was macht ein Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen (m/w/d)?

Als Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen sorgst du dafür, dass Wasser, Abwasser und Gas sicher durch Leitungen und Anlagen fließen. Wählst du den Schwerpunkt Rohrleitungsnetze, kümmerst du dich um Rohre, Kanäle und abwassertechnische Anlagen. Neben der Planung der Leitung sorgst du für die Funktionstüchtigkeit. Dafür kontrollierst du beispielsweise die Abwasserkanäle regelmäßig auf Verunreinigung oder undichte Stellen. Mithilfe von Spezialkameras begibst du dich tief in die Systeme hinein, um auch jeden Winkel zu sehen. Sofern du eine undichte Stelle findest, nimmst du die Reparatur vor. Um die Rückstände, Ablagerungen oder andere Verunreinigungen zu beseitigen, nutzt du Hochdruckwasser- oder Vakuumsauggeräten.

Der zweite mögliche Schwerpunkt in diesem Beruf liegt bei Industrieanlagen. Entscheidest du dich für diesen Schwerpunkt, sanierst du Industrieflächen und Gebäude. Du entsorgst Sondermüll und übernimmst die Reinigung der Industrieanlagen. Dazu gehören beispielsweise Tanks, Tankwagen und auch Pumpenanlagen. In diesen Behältern findest du Reste von Benzin oder Heizöl. Diese beseitigst du und entsorgst sie umweltgerecht.

Wo kann ich als Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen arbeiten?

Als Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen arbeitest du überall dort, wo viele Leitungen und Anlagen gebraucht werden. Typisch sind Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft, zum Beispiel Stadtwerke, Abwasserbetriebe oder Wasserversorger. Auch Firmen im Rohrleitungs- und Tiefbau, die für andere Betriebe Leitungsnetze planen und bauen, kommen infrage.

Zudem kannst du in Industrieunternehmen arbeiten, etwa in Chemie-, Lebensmittel- oder Metallbetrieben. Dort kümmerst du dich um die Anlagen, durch die Wasser, Dampf oder andere Stoffe strömen. Manche Umwelttechnologen sind bei Spezialfirmen angestellt, die sich auf Sanierung, Reinigung oder Prüfung von Rohrleitungen konzentrieren.

Je nach Arbeitgeber bist du mehr auf Baustellen unterwegs, auf Werksgeländen oder im Betriebs- und Instandhaltungsbereich.

Arbeitszeiten als Umwelttechnologin für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen

Die Arbeitszeiten einer Umwelttechnologin für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen hängen stark vom Arbeitgeber ab. In vielen Betrieben arbeitest du in einer normalen 5-Tage-Woche mit etwa 38 bis 40 Stunden. Auf Baustellen kann der Arbeitstag früh beginnen, damit die Teams rechtzeitig starten können. Draußen richten sich viele Arbeiten nach Tageslicht und Wetter.

In Versorgungsbetrieben und großen Industrieanlagen kann es Schichtdienst geben, damit die Anlagen rund um die Uhr überwacht werden. Dann arbeitest du zum Beispiel auch mal früh, spät oder nachts. Außerdem sind Bereitschaftsdienste möglich, wenn Störungen schnell behoben werden müssen. Dafür bekommst du in der Regel Zuschläge oder Freizeitausgleich.

Wie viel verdient ein Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen?

Dein Gehalt hängt von Branche, Region und Tarifvertrag ab. In der Regel verdienst du in der Wasser- und Energieversorgung oder in tarifgebundenen Bau- und Industrieunternehmen besser als in kleinen Betrieben ohne Tarif. Im öffentlichen Dienst kannst du nach der Ausbildung ein Einstiegsgehalt von von 2.900 bis 4.100 Euro brutto im Monat erwarten.

Mit Berufserfahrung, Zusatzqualifikationen und Verantwortung kann dein Gehalt deutlich steigen, im Schnitt auf über 4.000 Euro. In öffentlichen Betrieben oder großen Konzernen sind die Verdienstmöglichkeiten häufig besonders gut. Hinzu kommen manchmal Zulagen für Schichtdienst, Bereitschaft oder Arbeiten auf Baustellen. Wie viel du genau im Beruf verdienst, hängt also stark von deinem Arbeitgeber und deinem Einsatzbereich ab.

Wie viel verdient ein Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen in der Ausbildung?

Dein Ausbildungsgehalt ist abhängig von Betrieb, Branche und Bundesland, in dem du arbeitest. Im öffentlichen Dienst kannst du bundesweit beispielsweise mit folgender Vergütung rechnen:

  • Im ersten Ausbildungsjahr verdienst du etwa 1.218 Euro brutto im Monat.
  • Im zweiten Ausbildungsjahr kannst du mit einem Gehalt von circa 1.268 Euro brutto rechnen
  • Im dritten Ausbildungsjahr beträgt dein Verdienst 1.314 Euro brutto pro Monat.

Du möchtest gerne noch mehr über den Lohn als Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen erfahren? Dann schau dich gerne auf unserer Gehaltsseite um.

Wie läuft die Ausbildung als Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen ab?

Die Ausbildung zum Umwelttechnologen für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen ist dual aufgebaut. Das heißt: Du lernst abwechselnd im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Im Betrieb bist du direkt im Einsatz, zum Beispiel auf Baustellen, in Werkstätten oder in Anlagenbereichen. Dort schaust du zuerst erfahrenen Kollegen über die Schulter und übernimmst nach und nach eigene Aufgaben. In der Berufsschule bekommst du das theoretische Wissen. Du lernst zum Beispiel, wie Leitungsnetze geplant werden, welche Werkstoffe es gibt und wie man Messungen durchführt.

Im Laufe deiner Ausbildung entscheidest du dich für einen der beiden Schwerpunkte:

  • Rohrleitungsnetze
  • Industrieanlagen

Am Ende der Ausbildung legst du eine Abschlussprüfung ab, die aus einem praktischen Teil im Betrieb und einem theoretischen Teil besteht.

Hinweis: Die Ausbildung „Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen (m/w/d)“ ersetzt seit August 2024 die Berufsbezeichnung für „Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice“.

Wie lange dauert die Ausbildung als Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen?

Die Ausbildung zum Umwelttechnologen für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen dauert in der Regel 3 Jahre. In dieser Zeit durchläufst du verschiedene Abteilungen im Betrieb und lernst die wichtigsten Bereiche der Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen kennen. Dazu gehören zum Beispiel Bau, Betrieb, Wartung und Prüfung von Leitungen und technischen Anlagen.

Wenn du besonders gute Leistungen in Betrieb und Berufsschule zeigst, kannst du die Ausbildung verkürzen. Mit einem guten Abschluss der mittleren Reife oder dem Abitur und sehr guten Noten ist manchmal eine Verkürzung auf 2,5 Jahre möglich. Darüber entscheidet die zuständige Kammer zusammen mit deinem Ausbildungsbetrieb. Umgekehrt kann die Ausbildung verlängert werden, wenn du die Prüfung beim ersten Mal nicht bestehst.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen?

Während deiner dualen Ausbildung lernst du im Betrieb viel über die Umweltschutztechnik, ökologische Kreisläufe und die verschiedenen Maschinen. Du setzt Arbeitsstoffe ein und lernst, wann du welchen nutzt. In der Berufsschule planst du beispielsweise ein Umweltkonzept und lernst, wie du mit Mikroorganismen umgehst. Zusätzlich stehen in der Berufsschule allgemeinbildende Fächer auf deinem Stundenplan, wie beispielsweise der Deutschunterricht.

Typische Inhalte der Ausbildung sind:

  • Aufbau und Funktion von Rohrleitungsnetzen und Industrieanlagen
  • Verlegen, Montieren, Prüfen und Reparieren von Leitungen und Anlagenteilen
  • Messen von Druck, Durchfluss und Qualität von Wasser oder anderen Medien
  • Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz
  • Lesen von technischen Zeichnungen und Plänen

Neben der Technik lernst du auch, wie du Arbeitsabläufe planst und dokumentierst. Außerdem trainierst du Teamarbeit und Kommunikation mit Kollegen und Kunden.

Voraussetzungen für die Ausbildung als Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen

Viele Betriebe wünschen sich mindestens die mittlere Reife von den Bewerbern. Relevante Schulfächer sind Mathematik, Physik und Technik, weil du mit Berechnungen, Kräften und Druck arbeitest. Viel wichtiger ist aber, dass du technisch interessiert bist. Auch Interesse an Umwelt- und Naturthemen ist ein Plus.

Du brauchst körperliche Fitness, da du oft draußen, auf Baustellen oder in großen Anlagen unterwegs bist. Höhentauglichkeit und keine Angst vor Schmutz oder Wetter sind ebenfalls hilfreich. Außerdem sind Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und sorgfältiges Arbeiten wichtig, weil es um Sicherheit und Umweltschutz geht. Wenn du gerne praktisch arbeitest, Maschinen spannend findest und Verantwortung übernehmen willst, passt die Ausbildung zum Umwelttechnologen für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen gut zu dir.

Eine Tätigkeit im Bereich Ordnung, Schutz & Sicherheit oder Chemie & Biologie kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung und Karrierechancen als Umwelttechnologin für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen

Nach deiner Ausbildung zur Umwelttechnologin für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen stehen dir viele Wege offen. Du kannst dich in bestimmten Bereichen spezialisieren, zum Beispiel auf Leckageortung, Sanierung von Rohrleitungen oder Betrieb von Industrieanlagen. Fachlehrgänge und Zertifikate helfen dir, dein Wissen zu vertiefen und dich für anspruchsvollere Aufgaben zu qualifizieren.

Mit Berufserfahrung kannst du Fortbildungen zum Meister oder Techniker machen, etwa im Bereich Rohrleitungsbau, Umweltschutztechnik oder Versorgungstechnik. Damit kannst du Teams führen, Baustellen leiten oder in der Planung arbeiten. Mit einem entsprechenden Schulabschluss ist auch ein Studium möglich, zum Beispiel in Umwelttechnik, Versorgungstechnik oder Verfahrenstechnik. Durch diese Weiterbildungen steigen oft sowohl Verantwortung als auch Gehalt.

Fazit: Vielfältige Chancen als Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen

Diese Ausbildung ermöglicht dir den Einstieg in einen Beruf mit Sinn und Zukunft. Du arbeitest an wichtigen Leitungsnetzen und Anlagen, die unsere Versorgung mit Wasser, Energie und anderen Medien sichern. Dabei setzt du moderne Technik ein und leistest einen direkten Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Gerade für junge Menschen, die gerne anpacken und draußen unterwegs sind, ist dieser Beruf sehr attraktiv.

Durch die Vielfalt der Einsatzorte wird es im Alltag selten langweilig. Du kannst bei Stadtwerken, Bauunternehmen oder in der Industrie arbeiten und dich später spezialisieren. Dank guter Verdienstmöglichkeiten und spannender Weiterbildungen bleiben deine Perspektiven langfristig stark. Wenn du Technik, Umwelt und praktische Arbeit verbinden möchtest, bietet dir der Beruf Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen viele Chancen.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Der Arbeitsmarkt als Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen ist ziemlich stabil und bietet dir gute Chancen. Kommunale Betriebe, Dienstleister und Industrie suchen ständig Fachkräfte. Als Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen arbeitest du in einem Beruf mit sicherer Perspektive, weil Abwasser, Kanalreinigung und Wartung von Leitungen immer gebraucht werden. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung hast du daher sehr solide Jobchancen.

Ja, der Beruf Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen ist auch für Quereinsteiger interessant. Hast du schon Erfahrung im Handwerk, in der Technik oder im Bereich Sanitär und Tiefbau, passt das super. In den Beruf steigst du meist über eine Umschulung oder reguläre Ausbildung ein. Lehrgänge, praktische Einsätze und Schulungen machen dich fit für den Berufsalltag.

Für den Alltag als Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen brauchst du vor allem technisches Verständnis und Spaß an praktischer Arbeit. Du solltest körperlich fit sein und sorgfältig arbeiten. Im Berufsalltag bist du viel im Team unterwegs, daher sind Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und solide Mathe-Grundlagen wichtig. Gut ist auch, wenn du kein Problem mit Schmutz und wechselndem Wetter hast.

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Ausbildungsgehalt (brutto pro Monat)
1. Ausbildungsjahr
1.218 €
2. Ausbildungsjahr
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