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Was macht ein Fischwirt (m/w/d)?

Fischwirte sind für die Bewirtschaftung von Gewässern zuständig, züchten Fische und Meerestiere und fangen diese. Außerdem gehören Vermarktung und Verkauf zu ihren Aufgaben. Bei der Arbeit kannst du dich für einen von 2 Schwerpunkten entscheiden.

In der Fachrichtung Aquakultur und Binnenfischerei ist das Thema Zucht besonders wichtig. Du lernst in der Ausbildung, wie in Teichanlagen Süßwasserfische, Krebse und Muscheln gezüchtet werden und wie man den natürlichen Fischbestand erhält. Du erfährst also beispielsweise, wie man Fischbestände reguliert: indem man überzählige Altfische abfischt und Jungfische aussetzt. Auch das Bewirtschaften und Erhalten natürlicher Gewässer und Lebensräume gehört zu deinen Aufgaben.

Im Bereich Küstenfischerei und kleine Hochseefischerei geht es mit dem Kutter in Nord- oder Ostsee auf Fangreise, manchmal sogar über einen längeren Zeitraum. Du lernst in der Ausbildung, wie mit Netzen Seefischerei betrieben wird oder in Küstenregionen Reusen für Krustentiere auslegt werden. Da du in dieser Fachrichtung unterwegs auf See bist, musst du zum Beispiel auch wissen, wie du Wetterinformationen einholst, auf See navigierst sowie Boote und Maschinen reinigst und wartest.

Wo kann ich als Fischwirt arbeiten?

Als Fischwirt kannst du in Teichwirtschaften, Aquakulturen, Fischzuchtbetrieben und der Binnenfischerei arbeiten. In Küstenregionen findest du Jobs in der Küstenfischerei oder in Betrieben, die Fische verarbeiten. Auch Handel, Besatzbetriebe, Angelwirtschaft und Labore kommen infrage.

Als Fischwirtin kannst du zudem in Behörden mitarbeiten, zum Beispiel bei Fischbestandskontrollen oder Gewässerüberwachung. Je nach Betrieb arbeitest du mehr im Freien, auf dem Wasser oder in Produktionshallen. In kleinen Familienbetrieben übernimmst du oft vielfältige Aufgaben, in größeren Unternehmen gibt es klare Bereiche wie Zucht, Technik oder Vermarktung.

Arbeitszeiten als Fischwirtin

Fische richten sich nicht nach Uhrzeiten. Als Fischwirtin startest du oft früh, arbeitest je nach Saison auch am Wochenende und hast bei Abfischungen oder Laichzeiten längere Tage. In Aquakulturen laufen Anlagen durchgehend, daher gibt es manchmal Schichtdienst.

Auch das Wetter hat Einfluss: Bei Hitze misst du häufiger Wasserwerte, bei Kälte brauchst du mehr Zeit für Technik und Wege. Ruhephasen gibt es auch, zum Beispiel für Wartung, Dokumentation und Planung.

Wie viel verdient ein Fischwirt?

Das Gehalt hängt von Region, Betrieb, Tarif und Erfahrung ab. Zum Einstieg liegt es oftmals im Bereich von 2.300 und 2.800 Euro. Später steigt es dann mit Verantwortung und Spezialisierung auf bis zu über 4.000 Euro im Monat. In tarifgebundenen Betrieben ist die Bezahlung oft besser planbar, Zulagen für Schichten oder Wochenenden sind möglich.

In größeren Unternehmen, Verarbeitung oder bei Behörden sind die Einkommen meist stabiler. Zusätzliche Qualifikationen wie Technikkenntnisse oder Vermarktung können deinen Lohn darüber hinaus noch verbessern.

Wie viel verdient ein Fischwirt in der Ausbildung?

Dein Gehalt als Fischwirt bzw. als Fischwirtin ist abhängig von Faktoren wie Bundesland und Betrieb in dem du beschäftigt bist.

  • Im Schnitt verdienst du im ersten Ausbildungsjahr 859 Euro brutto im Monat.
  • Im zweiten Ausbildungsjahr kannst du mit einem Gehalt von 933 Euro brutto im Monat rechnen.
  • Im dritten Ausbildungsjahr beträgt dein Gehalt 1.009 Euro brutto im Monat.

Du möchtest gerne noch mehr über den Lohn als Fischwirt bzw. Fischwirtin erfahren? Dann schau dich gerne auf unserer Gehaltsseite um.

Wie läuft die Ausbildung als Fischwirt ab?

Die Ausbildung zum Fischwirt dauert 3 Jahre und erfolgt dual, das heißt, sie kombiniert praktische Arbeit im Betrieb mit Unterricht in der Berufsschule.

Im Betrieb übst du praktisch, zum Beispiel Fütterung, Wasseranalyse, Fang, Pflege und Wartung von Anlagen. In der Schule lernst du die Theorie dahinter, etwa Fischkunde, Gewässerkunde, Technik und Hygiene.

Es gibt 2 Fachrichtungen – Aquakultur und Binnenfischerei sowie Küstenfischerei oder Kleine Hochseefischerei.

Wie lange dauert die Ausbildung als Fischwirt?

Die Fischwirt Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Mit sehr guten Leistungen oder Vorerfahrung ist eine Ausbildungsverkürzung auf 2,5 oder 2 Jahre möglich, das klärst du mit Betrieb und Kammer.

Du hast Praxisphasen im Betrieb und Unterricht in der Berufsschule, oft im Block. So kannst du dich jeweils gut konzentrieren. Vor der Abschlussprüfung lohnt sich eine strukturierte Vorbereitung. Nach Bestehen hast du einen anerkannten Abschluss.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Fischwirt?

In der Fischwirt Ausbildung lernst du Zucht, Pflege, Fang und Vermarktung. Du beschäftigst dich mit Fischarten, Fütterung, Gesundheit und Wasserqualität. Auch Technik gehört dazu: Pumpen, Filter, Belüftung, Netze und Boote.

Darüber hinaus deckt die Ausbildung auch Umwelt- und Tierschutz, Hygiene, Arbeitssicherheit und Dokumentation ab. Wirtschaftliche Themen wie Planung, Lagerung und Verkauf sind ebenfalls wichtig. Viel Praxis hilft dir, sicher zu werden: Abfischen, Sortieren, Transport vorbereiten und Anlagen warten. So erkennst du Probleme schnell und löst sie im Team. Damit bist du für den Alltag im Betrieb gut gerüstet.

Art der Ausbildung:
dual (Berufsschule und Betrieb)
Art der Ausbildung: dual (Berufsschule und Betrieb)
Dauer der Ausbildung:
3 Jahre, Verkürzung möglich
Dauer der Ausbildung: 3 Jahre, Verkürzung möglich
Zuständige Stelle:
Landwirtschaftskammer
Zuständige Stelle: Landwirtschaftskammer

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Fischwirt

Für die Fischwirt Ausbildung brauchst du Freude an Natur und Wasser, körperliche Fitness und Lust auf praktische Arbeit. Meist reicht ein Haupt- oder Realschulabschluss, Technikinteresse ist aber auch hilfreich. Du arbeitest viel draußen, oft bei wechselndem Wetter, und trägst Schutzkleidung. Ein Schwimmnachweis wird häufig erwartet, ein Führerschein ist von Vorteil.

  • Du solltest körperlich fit sein und gerne zupacken. Das hilft dir bei Fang, Pflege, Transport und Wartung.
  • Du brauchst Sorgfalt, Respekt vor Tieren und Hygienebewusstsein. So sicherst du Gesundheit, Qualität und saubere Abläufe.
  • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit sind wichtig. Damit klappt die Arbeit auch bei Saisonspitzen und Schichtdienst.

Wenn du diese Punkte mitbringst, hast du gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Die Fischwirt Ausbildung vermittelt dir alles Weitere Schritt für Schritt.

Eine Tätigkeit im Bereich Landwirtschaft & Natur kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung und Karrierechancen als Fischwirtin

Nach dem Abschluss kannst du dich spezialisieren oder aufsteigen. Beliebt sind Meister der Fischwirtschaft, Techniker in Aquakultur oder Umwelttechnik und Kurse in Fischgesundheit oder Vermarktung. Mit Erfahrung kannst du Bereiche leiten, Beratung machen oder in Behörden und Forschung arbeiten.

Ein Studium ist möglich, zum Beispiel Aquakultur, Fischereiwirtschaft, Umweltmanagement oder Biologie (Zugang vorausgesetzt). Netzwerke wie Verbände, Messen und Fortbildungen helfen dir beim nächsten Schritt. So baust du deine Laufbahn als Fischwirt oder Fischwirtin gezielt aus.

Fazit: Vielfältige Chancen als Fischwirt

Der Beruf des Fischwirts oder der Fischwirtin eröffnet zahlreiche Chancen und bietet ein vielfältiges Tätigkeitsfeld. Wenn du Natur liebst, praktisch arbeiten willst und Verantwortung übernehmen kannst, passt dieser Beruf gut zu dir. Du arbeitest mit Tieren, Technik und Gewässern und siehst täglich Ergebnisse.

Es gibt viele Einsatzorte und klare Wege für Entwicklung. Mit passenden Voraussetzungen und Motivation findest du schnell deinen Platz. Informiere dich früh über Betriebe und Berufsschule, damit du gut startest. So wird aus deinem Interesse ein sicherer Einstieg in einen Beruf mit Zukunft.

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Bildnachweis: "Fischzucht" © Phimak / Fotolia, "Fischwirtin prüft Wasserqualität" ©Iakov Filimonov - stock.adobe.com