Kaufmann / Kauffrau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen (KEP)
Ausbildung & Beruf
Was macht ein Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen (m/w/d)?
Als Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen (KEP) sorgst du dafür, dass Briefe, Pakete und wichtige Sendungen sicher und pünktlich ankommen. Du nimmst Sendungen von Kunden an, prüfst Daten und trägst alles in das Computersystem ein. Oft berätst du Kunden zu Versandarten, Preisen, Laufzeiten und Zusatzleistungen wie Nachnahme oder Einschreiben.
Du planst Touren, damit die Paketzusteller bzw. Fachkräfte für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen ihre Sendungen effizient ausliefern können. Dabei achtest du auf Wege, Zeiten und Kosten. Im Hintergrund überwachst du den Sendungsstatus und bearbeitest Reklamationen, wenn mal etwas schiefgeht. Auch Büroarbeit gehört dazu: Du erstellst Angebote, bearbeitest Rechnungen und arbeitest mit anderen Abteilungen zusammen.
Wo kann ich als Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen arbeiten?
Als Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen kannst du in vielen Bereichen arbeiten, in denen Sendungen verschickt und organisiert werden. Typische Arbeitgeber sind große Logistikunternehmen, Paketdienste, Kurierdienste und die Deutsche Post. Du kannst aber auch in Speditionen, bei Expressdiensten oder in Servicecentern von Unternehmen mit viel Versand arbeiten.
Je nach Betrieb arbeitest du eher im Servicebereich mit direktem Kundenkontakt, zum Beispiel in einer Filiale oder Annahmestelle. Oder du bist mehr im Büro und in der Disposition aktiv und planst Touren und Abläufe.
Auch in Callcentern, Kontaktzentren oder in der Kundenbetreuung kannst du eingesetzt werden. Die Branche wächst durch Online-Shopping ständig weiter. Dadurch hast du als gut ausgebildeter Kaufmann langfristig sehr gute Einsatzmöglichkeiten.
Die Arbeitszeiten als Kauffrau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen können sehr unterschiedlich sein. Die Logistikbranche läuft oft den ganzen Tag, manchmal auch nachts oder am Wochenende. In vielen Unternehmen gibt es deshalb Schichtdienst. Du kannst zum Beispiel früh morgens, nachmittags oder in einer Spätschicht arbeiten.
Arbeitest du in einer Filiale oder Annahmestelle, hast du häufig Öffnungszeiten, die sich an Kunden orientieren. Im Büro und in der Disposition sind dagegen eher klassische Bürozeiten möglich, also ungefähr von morgens bis nachmittags. In Stoßzeiten wie vor Weihnachten oder bei großen Aktionen kann es stressiger werden, und Überstunden sind möglich.
Ausbildungsorte als Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen
Wie viel verdient ein Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen?
Dein Gehalt als KEP-Kaufmann hängt von mehreren Faktoren ab. Wichtig sind zum Beispiel das Unternehmen, der Tarifvertrag, deine Berufserfahrung und die Region. In größeren, tarifgebundenen Betrieben verdienst du meist mehr als in kleinen Firmen ohne Tarif. Bei der Deutschen Post z. B. kannst du nach deiner Ausbildung mit einem Einstiegsgehalt von 2.700 bis 3.400 Euro rechnen.
Mit wachsender Berufserfahrung, mehr Verantwortung oder einer Weiterbildung steigt dein Verdienst. In leitenden Positionen, etwa in der Tourenplanung oder im Teamleiter-Bereich, sind deutlich höhere Gehälter möglich. Schichtzulagen, Nachtzuschläge oder Weihnachts- und Urlaubsgeld können dein Einkommen zusätzlich verbessern. Es lohnt sich, auf Tarifverträge zu achten und dich regelmäßig über deine Entwicklungsmöglichkeiten zu informieren.
Wie viel verdient ein Kaufmann KEP in der Ausbildung?
Dein Azubi-Gehalt als Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen bzw. als Kauffrau KEP richtet sich u. a. danach, ob dein Ausbildungsbetrieb an einen Tarifvertrag gebunden ist, in welcher Branche du beschäftigt bist und in welcher Region du arbeitest. In einem tarifgebundenen Betrieb gibt es eine vertragliche Regelung für deine Ausbildungsvergütung. Allerdings gelten je nach Bundesland und Branche ganz unterschiedliche Tarifverträge. Bei der Deutschen Post ist zum Beispiel folgende Vergütung möglich:
- im 1. Ausbildungsjahr: 1.295 Euro
- im 2. Ausbildungsjahr: 1.377 Euro
- im 3. Ausbildungsjahr: 1.479 Euro
Du möchtest gerne mehr erfahren? Hier geht es zur Kaufmann KEP Gehaltsseite.
Wie läuft die Ausbildung als Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen ab?
KEP-Kaufmann wirst du über eine duale Ausbildung. Das bedeutet, du lernst sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule. Im Betrieb bist du mitten im Geschehen: Du nimmst Sendungen an, berätst Kunden, planst Abläufe und bekommst einen Einblick in die Tourenplanung und Organisation. Meist rotierst du im Unternehmen durch verschiedene Abteilungen. In der Berufsschule lernst du theoretische Grundlagen in Wirtschaft, Logistik, Kundenkommunikation und Rechnungswesen.
Während der Ausbildung gibt es Zwischenprüfungen und am Ende eine Abschlussprüfung vor der IHK.
Wie lange dauert die Ausbildung als Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen?
Die Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Diese Zeit verbringst du im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Wenn du bestimmte Voraussetzungen wie einen guten Schulabschluss oder sehr guten Leistungen in der Ausbildung mitbringst, kannst du die Dauer oft auf zweieinhalb oder sogar zwei Jahre verkürzen. Über eine Verkürzung entscheidet dein Ausbildungsbetrieb gemeinsam mit der IHK.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Kaufmann KEP?
In der Ausbildung zum Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen beschäftigst du dich vor allem mit der Annahme, Sortierung und Zustellung von Sendungen und mit den Abläufen dahinter. Typische Ausbildungsinhalte sind zum Beispiel:
- Kundenberatung, Verkauf von Versand- und Zusatzleistungen sowie Umgang mit Reklamationen
- Planung von Touren, Organisation von Transportwegen und Nutzung von IT-Systemen zur Sendungsverfolgung
- Grundlagen in Wirtschaft, Recht, Datenschutz, Arbeitssicherheit und Qualitätsmanagement
In der Berufsschule lernst du in den berufsspezifischen Fächern die Bearbeitung der Sendungen, das Anbieten von Dienstleistungen und die Planung des Personaleinsatzes. Außerdem erhältst du allgemeinbildenden Unterricht, wie den Deutschunterricht.
Rein rechtlich ist für die Ausbildung zum Kaufmann KEP kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, aber die meisten Azubis beginnen sie mit einer Mittleren Reife. Zudem sind gute Noten in Deutsch, Mathe und eventuell Englisch gern gesehen, weil du viel mit Zahlen, Schriftverkehr und internationalen Sendungen zu tun hast. Wichtiger als nur die Noten sind aber dein Auftreten und deine Motivation.
Du solltest zuverlässig sein und Spaß am Organisieren haben. Freundlichkeit und Kommunikationsfähigkeit helfen dir im Kontakt mit Kunden und Kollegen. Außerdem ist eine gewisse Belastbarkeit wichtig, denn es kann stressige Phasen geben, etwa vor Feiertagen. Pünktlichkeit und Teamfähigkeit werden in der Logistik großgeschrieben.
Eine Tätigkeit im Logistik, Transport & Verkehr kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:
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Nach deiner Berufsausbildung als KEP-Kauffrau hast du viele Möglichkeiten, dich weiterzuentwickeln. Die Logistikbranche wächst stark, und gut ausgebildete Fachkräfte werden gesucht. Du kannst zum Beispiel eine Weiterbildung zum Fachwirt für Güterverkehr und Logistik oder zum Verkehrsfachwirt machen. Damit übernimmst du später anspruchsvollere Aufgaben und Führungsverantwortung.
Auch Spezialisierungen sind möglich, etwa in der Tourenplanung, im Qualitätsmanagement oder in der Kundenbetreuung. Mit entsprechender Berufserfahrung kannst du Teamleiter werden oder eine Schicht in einem Depot leiten. Wenn du die Hochschulzugangsberechtigung hast, kommt sogar ein Studium infrage, zum Beispiel im Bereich Logistikmanagement oder BWL mit Schwerpunkt Logistik.
Die Ausbildung zum KEP-Kaufmann bietet dir einen spannenden Einstieg in eine wichtige Branche. Du arbeitest in einem Umfeld, das durch Onlinehandel und weltweiten Versand immer bedeutender wird. Dabei kombinierst du Kundenkontakt, Organisation und kaufmännische Aufgaben. So wird der Alltag nie langweilig.
Mit einer dualen Ausbildung lernst du direkt in der Praxis und in der Berufsschule alles, was du für deinen Beruf brauchst. Später kannst du in verschiedenen Bereichen der Logistik arbeiten und dich nach deinen Interessen entwickeln. Durch Weiterbildungen und Spezialisierungen stehen dir viele Wege offen, auch in Richtung Führung oder Studium. Wenn du zuverlässig bist, gern planst und Verantwortung übernehmen willst, ist dieser Beruf eine echte Chance für deine Zukunft.
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