Lacklaborant / Lacklaborantin
Ausbildung & Beruf
Was macht ein Lacklaborant (m/w/d)?
Lacklaboranten arbeiten an der Entwicklung und Herstellung von Beschichtungen wie Lacken, Farben und Imprägnierungen. Die Hauptaufgaben als Lacklaborant sind:
- das Formulieren,
- Herstellen,
- Auftragen
- und Prüfen von Beschichtungsstoffen und -systemen für jegliche Oberflächen.
Dabei steckt viel Arbeit in einer Rezeptur: Lacklaboranten müssen unterschiedliche Rohstoffe untersuchen und auf ihre Eignung für den gewünschten Zweck prüfen. In der Kombination mit anderen Stoffen können sie ihr Potenzial vielleicht nicht voll entfalten, darum müssen Lacklaboranten viele Mischungen ausprobieren. Auch Nanotechnologie kommt zum Einsatz.
Wo kann ich als Lacklaborant arbeiten?
Als Lacklaborant arbeitest du vor allem in Laboren der chemischen Industrie. Du findest Jobs bei Lack- und Farbenherstellern, Autolackfirmen, Klebstoffproduzenten oder Herstellern von Kunststoffen und Baustoffen. Viele Betriebe liefern ihre Produkte an Autoindustrie, Möbelindustrie oder Bauunternehmen. Im Alltag arbeitest du in modernen Laborräumen, oft in einem kleinen Team mit anderen Fachkräften. Hier arbeitest du mit unterschiedlichen Mess- und Prüfgeräten, aber auch mit hochsensiblen Laborinstrumenten, für die man viel Fingerspitzengefühl benötigt.
Als Lacklaborant hast du meist geregelte Arbeitszeiten, die sich an normalen Bürozeiten orientieren. In vielen Laboren arbeitest du von Montag bis Freitag tagsüber. In größeren Betrieben mit Produktion kann es aber auch Früh- oder Spätschicht geben, zum Beispiel wenn Laborprüfungen eng an Fertigungsabläufe gekoppelt sind.
In Projektphasen oder vor wichtigen Kundenterminen kann es vorkommen, dass du länger bleibst, um Versuche abzuschließen. Insgesamt sind die Arbeitszeiten als Lacklaborant aber gut planbar. So kannst du Job, Freizeit und private Termine in der Regel gut kombinieren.
Ausbildungsorte als Lacklaborant
Wie viel verdient ein Lacklaborant?
Als Lacklaborant hängt dein Gehalt stark von Branche, Region und Tarifvertrag ab. In der chemischen Industrie verdienst du meist besser als in kleinen Handwerksbetrieben. Zum Berufseinstieg kannst du mit einem Gehalt von 3.600 bis 4.200 Euro rechnen. In der Metallindustrie dagegen ist ein Einstiegsgehalt von 3.000 bis 3.600 Euro üblich.
Nach deinem Abschluss steigst du häufig mit einem tarifgebundenen Einstiegsgehalt ein, das mit der Berufserfahrung wächst. Übernimmst du mehr Verantwortung, zum Beispiel in der Qualitätssicherung oder in Entwicklungsprojekten, kann dein Lohn deutlich steigen. Schichtzulagen, Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld sind in vielen Unternehmen üblich. Insgesamt hast du als Lacklaborant solide bis sehr gute Verdienstchancen im technischen Laborbereich.
Wie viel verdient ein Lacklaborant in der Ausbildung?
In deiner Ausbildung zum Lacklaboranten bzw. zur Lacklaborantin kannst du mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:
- im 1. Ausbildungsjahr: 1.128 Euro
- im 2. Ausbildungsjahr: 1.219 Euro
- im 3. Ausbildungsjahr: 1.276 Euro
- im 4. Ausbildungsjahr: 1.357 Euro
Du möchtest gerne mehr zum Lacklaborant Gehalt erfahren? Hier geht es zur Gehaltsseite.
Wie läuft die Ausbildung als Lacklaborant?
Die Lacklaborant Ausbildung findet als duale Ausbildung statt: Du bist abwechselnd im Betrieb und in der Berufsschule. Im Labor lernst du Schritt für Schritt, wie du Rohstoffe abwiegst, Lacke mischst, Prüfungen durchführst und Ergebnisse dokumentierst. In der Schule bekommst du das notwendige Hintergrundwissen in Chemie, Physik, Mathe und Technik.
Außerdem übst du, Sicherheits- und Umweltvorschriften richtig anzuwenden. Während deiner Ausbildung arbeitest du von Anfang an an echten Aufträgen mit. So verbindest du Theorie und Praxis und wirst direkt auf deinen späteren Arbeitsalltag als Lacklaborant vorbereitet.
Wie lange dauert die Ausbildung als Lacklaborantin?
Die Ausbildung zum Lacklaborant dauert in der Regel 3 Jahre. Du kannst sie unter bestimmten Voraussetzungen verkürzen, zum Beispiel mit sehr gutem Realschulabschluss, Abitur oder besonders guten Noten in der Berufsschule. Eine Ausbildungsverkürzung auf 2,5 oder sogar 2 Jahre ist dann möglich, wenn Betrieb und Kammer zustimmen.
Während der Ausbildungszeit durchläufst du verschiedene Abteilungen, etwa Entwicklungslabor, Anwendungstechnik oder Qualitätskontrolle. Zum Schluss legst du eine gestreckte Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab. Mit dem erfolgreichen Abschluss bist du offiziell ausgebildeter Lacklaborant.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Lacklaborant?
Lacklaborant bzw. Lacklaborantin ist eine duale Ausbildung, bei der du die Berufsschule oft in Blockform (also mehrere Wochen am Stück) besuchst und den Rest der Zeit im Ausbildungsbetrieb verbringst.
Lacklaboranten lernen in ihrer Ausbildung verschiedene Beschichtungstechniken und den Einsatz von unterschiedlichen Werkzeugen, wie Pinsel, Rolle, Rakel und Druckluftspritzpistole. Wie die Arbeit mit toxischen Stoffen so umweltfreundlich wie möglich gestaltet wird, ist ebenfalls Inhalt der Berufsausbildung zum Lacklaborant.
In der Berufsschule steht neben berufsbezogenen Fächern auch Deutsch oder Englisch auf dem Stundenplan: Lacklaboranten arbeiten oft mit internationalen Kunden zusammen und müssen sich auf Englisch verständigen können. Doch besonders wichtig sind Lernfelder wie Vereinigen von Stoffen, Beschichten von Objekten oder Formulieren von Beschichtungsstoffen – also Chemie.
Ähnliche Ausbildungsberufe
Nach einigen Jahren Berufserfahrung kannst du dich als Lacklaborant fachlich deutlich weiterentwickeln. Du hast viele Möglichkeiten für Fortbildungen, etwa zum Industriemeister - Lack, Techniker - Farb- und Lacktechnik oder zum Betriebsmanager - Farbtechnik. Aber auch der Weg über ein Studium eignet sich. Passende Studiengänge sind:
Eine Tätigkeit im Bereich Chemie & Biologie kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:
Als Lacklaborant arbeitest du in einem spannenden Schnittfeld aus Chemie, Technik und Praxis. Du entwickelst und prüfst Produkte, die überall im Alltag auftauchen, zum Beispiel auf Autos, Möbeln oder Gebäuden. Die Lacklaborant Ausbildung bereitet dich gezielt auf diesen Beruf vor und bietet dir dank dualem System einen sicheren Einstieg.
Mit wachsender Erfahrung kannst du dich spezialisieren, weiterbilden und verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen. Gute Verdienstmöglichkeiten und moderne Arbeitsplätze machen den Beruf zusätzlich attraktiv. Wenn du gern genau arbeitest und Chemie spannend findest, passt dieser Weg sehr gut zu dir.
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