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Straßenbauer / Straßenbauerin
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 1.081 – 1.518 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss teilw. ohne Abschluss möglich

Was macht ein Straßenbauer (m/w/d)?

Als Straßenbauer baust du Straßen, Wege und Plätze vom Untergrund bis zur fertigen Fahrbahn. Du sicherst die Baustelle, leitest den Verkehr um, führst Erdarbeiten durch und verdichtest den Boden mit Bagger, Raupe und Walze. Dann legst du Schotter- und Kiesschichten an, baust Asphalt oder Beton ein und verlegst Bordsteine sowie Entwässerungsrinnen. Neben Fahr- und Gehwegen, Plätzen, Böschungen und Entwässerungsgräben errichtest du zum Beispiel auch Sportanlagen oder Flugbahnen. Auch das Verlegen von Rohren und Kabelleitungen kann zu den Aufgaben als Straßenbauerin gehören.

Daneben fallen auch Reparaturen in deinen Tätigkeitsbereich: Beschädigte Beläge fräst du ab und erneuerst die Deckschicht. Moderne Vermessungstechnik hilft dir dabei, präzise zu arbeiten.

Als Straßenbauer arbeitest du auf verschiedenen Baustellen, zu denen du mit dem LKW fährst oder gefahren wirst. Die Einsatzorte können sich in ganz Deutschland oder auch im Ausland befinden. Teilweise übernachtest du in Containern, verdienst aber gut.

Wo kann ich als Straßenbauer arbeiten?

Als Straßenbauer arbeitest du meist bei Bauunternehmen im Straßen- und Tiefbau. Dort bist du auf wechselnden Baustellen in der Region unterwegs. Straßenbauer werden außerdem bei Bauämtern und im öffentlichen Dienst gebraucht. Je nach Betrieb lernst du viele Einsatzgebiete kennen: von innerstädtischen Gehwegen über Landstraßen bis hin zu Autobahnen und Flugplätzen.

Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Betrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Üblicherweise arbeitest du unter freiem Himmel, oft im Schichtbetrieb. Bei einer Straßen- oder Autobahnmeisterei arbeitest du auch nachts, wenn Unterhaltungsarbeiten auf Autobahnen ausgeführt werden. Im Straßenbau kann es auch vorkommen, dass du auf wechselnden Baustellen arbeitest und daher auch mal längere Zeit nicht zu Hause bist.

Arbeitszeiten als Straßenbauerin

Als Straßenbauer arbeitest du oft dann, wenn der Verkehr am geringsten ist. Darum gibt es auch Einsätze nachts, am Wochenende oder an Feiertagen. Die Arbeitszeiten können unregelmäßig sein, und längere Anfahrten sowie Übernachtungen nahe der Baustelle sind möglich. Dabei arbeitest du im Freien und bei jedem Wetter.

Harte körperliche Arbeit ist im Straßenbau üblich, dazu kommen teils lange Arbeitstage. Oft ist von der Baustellenleitung vorgegeben, wie viel Strecke am Tag geschafft werden muss. Kommt es zwischendurch zu Stillstand, wird das später nachgearbeitet.

Wie viel verdient ein Straßenbauer?

Als Straßenbauer hängt dein Gehalt vom Einsatzbereich, deiner Verantwortung und deinem Arbeitgeber und der Branche ab. Im öffentlichen Dienst kannst du mit einem Einstiegsgehalt von 2.900 bis 4.100 Euro rechnen. Bist du dagegen im Bauhauptgewerbe tätig, sind zwischen 2.900 bis 4.100 Euro üblich.

Mit Polier- oder Meistertitel sind noch höhere Gehälter drin. Tarifverträge geben dir dabei außerdem klare und faire Rahmenbedingungen. Außerdem gibt es oft Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit.

Wie viel verdient ein Straßenbauer in der Ausbildung?

Als Straßenbauer kannst du in der Ausbildung im Schnitt mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 1.081 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.281 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.518 Euro

Du möchtest mehr über das Gehalt erfahren? Dann informiere dich gerne auf unserer Straßenbauer Gehaltsseite.

Wie läuft die Ausbildung zum Straßenbauer ab?

Die Ausbildung als Straßenbauer ist eine duale Ausbildung und dauert in der Regel 3 Jahre. Du lernst im Betrieb auf der Baustelle und in der Berufsschule die Theorie. Der Unterricht findet blockweise oder an ganzen Schultagen statt. In der Praxis wirst du Schritt für Schritt an alle Aufgaben herangeführt: von der Baustellensicherung über das Führen von Maschinen bis zum Asphalt- und Betonbau. In der Schule geht es um Arbeitsschutz, Baurecht, Vermessung und Technik.

Am Ende des 1. Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Abschluss-/ Gesellenprüfung folgt am Ende deiner Ausbildung. Sie besteht aus einer praktischen Prüfung und einer schriftlichen Prüfung. Nach bestandener Prüfung darfst du dich staatlich anerkannter Straßenbauer nennen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Straßenbauer?

Die Ausbildung als Straßenbauer dauert regulär 3 Jahre. In dieser Zeit lernst du die Grundlagen im ersten Jahr, vertiefst im zweiten Jahr den Straßenbau und übernimmst im dritten Jahr anspruchsvolle Tätigkeiten wie Asphaltieren, Natursteinpflaster, Betonfahrbahndecken und Instandhaltung. In bestimmten Fällen kannst du die Ausbildungsdauer auch verkürzen. Das hängt allerdings von deinen Leistungen und vom Betrieb ab.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Straßenbauer?

In der Ausbildung zur Straßenbauerin bist du sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule. Oft findet der schulische Unterricht im Block statt, also mehrere Wochen am Stück. Dabei lernst du neben Deutsch, Wirtschaft und Sozialkunde vor allem Arbeitsschutz, Baurecht und die technischen Grundlagen. Fachlich geht es um das Einrichten und Sichern von Baustellen, Vermessung, das Herstellen der Unterlage, Entwässerungssysteme, Pflaster- und Plattenbeläge, Asphalt- und Betondecken sowie Qualitätssicherung.

In der Praxis übst du als Straßenbauer den Umgang mit Bauplänen, das fachgerechte Ausheben von Baugruben, das Mischen von Beton, das Verdichten von Böden und die Instandhaltung von Straßen. Moderne Maschinen und digitale Tools sind feste Bestandteile der Ausbildung. Denn sie erleichtern dir die Arbeit und machen dich effizienter.

Eine Tätigkeit im Bereich Bau, Architektur und Vermessung kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Straßenbauer

Straßenbauerin kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die große Mehrheit der Azubis besitzt einen Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss. Wichtig sind gute Noten in Mathe von Vorteil, da du z.B. den Baustoffbedarf berechnen musst. Außerdem kannst du mit guten Leistungen in Physik und Chemie auf alle Fälle punkten, da du z.B. Materialmischungen herstellst. Aber auch wenn du in diesen Fächern nicht die besten Voraussetzungen mitbringst, kannst du dich natürlich trotzdem auf einen Ausbildungsplatz bewerben.

Am wichtigsten bei diesem Beruf ist, dass du sorgfältig und genau arbeiten kannst, z.B. beim fehlerfreien Verlegen und Versetzen von Pflastersteinen. Weitere Stärken, die sich Arbeitgeber von angehenden Straßenbauern wünschen, sind Durchhaltevermögen sowie ein handwerklich-technisches Geschick, z.B. beim Einbauen und Verdichten von Material im Straßenoberbau.

Schulfächer
  • Mathe
  • Chemie
  • Physik
Stärken
  • Handwerklich-technisches Geschick
  • Sorgfalt & Genauigkeit
  • Durchhaltevermögen
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Baustelle
  • Nachtarbeit
  • Körperliche Beanspruchung

Weiterbildung und Karrierechancen als Straßenbauerin

Als Straßenbauer hast du starke Aufstiegschancen. Über Lehrgänge kannst du dich gezielt spezialisieren, z. B. in Arbeitssicherheit oder Straßensanierung. Mit Erfahrung sind Aufstiegsweiterbildungen zum Polier - Tiefbau und Straßenbauermeister möglich. Als Meister übernimmst du mehr Verantwortung, bildest Azubis aus und kannst dich selbstständig machen.

Auch ein Studium ist mit passender Vorbildung eine gute Option. Typische Studiengänge sind:

Als Straßenbauer verbessern Weiterbildungen deine Chancen auf Projekte mit Leitungsaufgaben und auf höheres Gehalt. Durch Tarifstrukturen, klare Karrierepfade und die Zukunft des Infrastrukturbaus bleiben deine Perspektiven langfristig sehr gut.

Fazit: Sichere Zukunftsaussichten als Straßenbauer

Als Straßenbauer arbeitest du mit modernen Maschinen, siehst täglich Ergebnisse und hältst Deutschlands Infrastruktur in Schuss. Die Ausbildung als Straßenbauer ist praxisnah, gut bezahlt und bietet dir klare Entwicklungsmöglichkeiten.

Durch die neue Ausbildungsordnung kommen wichtige Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit noch stärker dazu – das macht dich als Straßenbauer fit für kommende Projekte. Wenn du anpacken willst, Technik magst und gerne im Team arbeitest, ist die Ausbildung eine starke Wahl mit sicheren Jobs und echten Karrierechancen.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Als Straßenbauer hast du in Deutschland aktuell sehr gute Chancen auf einen sicheren Job. Es gibt viele Baustellen, der Bedarf an Fachkräften im Straßenbau ist hoch. Du arbeitest oft für Betriebe, die öffentliche Aufträge umsetzen. Für gut ausgebildete Straßenbauer sind unbefristete Stellen, Übernahme nach der Ausbildung und Aufstiegsmöglichkeiten normal.

Ja, als Straßenbauer kannst du auch als Quereinsteiger durchstarten. Häufig steigst du zuerst als Bauhelfer ein und lernst direkt auf der Baustelle. Viele Betriebe bieten dir Schulungen und Unterstützung bei einer späteren Ausbildung zum Straßenbauer. Vorkenntnisse aus dem Handwerk oder Bau sind hilfreich, aber nicht zwingend nötig.

Als Straßenbauer solltest du körperlich fit sein und gern an der frischen Luft arbeiten. Du brauchst Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und keine Angst vor Schmutz und Maschinen. Ein Straßenbauer profitiert von einfachem Matheverständnis, technischem Interesse und einem guten Blick für Maße, Pläne und Materialien auf der Baustelle.

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Ausbildungsgehalt (brutto pro Monat)
1. Ausbildungsjahr
1.081 €
2. Ausbildungsjahr
1.281 €
3. Ausbildungsjahr
1.518 €
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Bildnachweis:
„Straßenbauer – Gelbe Walze auf frischem Beton" ©Ewald Fröch / Fotolia
„Straßenbauer bringt Markierung auf Straße an" ©Prapat - stock.adobe.com