Stuckateur / Stuckateurin
Ausbildung & Beruf
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Was macht ein Stuckateur (m/w/d)?
Als Stuckateur kümmerst du dich um den Innenausbau und gestaltest Räume und Gebäude mit dekorativen Stuckelementen, die oft an Wänden und Decken angebracht werden. Zu deinen Hauptaufgaben gehört darüber hinaus:
- Verputzen von Wänden und Decken: Du sorgst dafür, dass Innen- und Außenflächen glatt und widerstandsfähig sind, indem du unterschiedliche Putzarten verwendest.
- Herstellung und Anbringung von Stuckelementen: Du kreierst dekorative Details wie Gesimse und Rosetten, die Gebäuden eine individuelle Note verleihen.
- Restaurierung historischer Bauten: Du bewahrst den originalen Charme von historischen Gebäuden, indem du deren Stuckverzierungen sorgfältig sanierst und pflegst.
- Anbringen von Wärmedämmverbundsystemen: Du installierst Dämmmaterialien, um die Energieeffizienz zu steigern und den Wärmeverlust zu minimieren.
- Gestaltung von Oberflächen mit besonderem Putzdesign: Du nutzt kreative Techniken, um Wänden und Decken einzigartige Texturen und Tiefen zu geben.
Wo kann ich als Stuckateur arbeiten?
Stuckateure arbeiten in vielfältigen Bereichen. Sie können in Betrieben des Stuckateurhandwerks, in industriellen Ausbaubetrieben oder bei Bauunternehmen beschäftigt sein. Weitere Möglichkeiten bieten Stuckateur- und Malerbetriebe sowie Restaurierungsbetriebe.
Auch in der Denkmalpflege wird nach qualifizierten Fachkräften gesucht. Die Arbeit als Stuckateur erfordert daher Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Egal ob in der Stadt oder auf dem Land, es gibt überall interessante Aufgaben.
Die Arbeitszeiten als Stuckateur hängen oft von den jeweiligen Projekten ab. In der Regel arbeiten sie an Werktagen zu normalen Bürozeiten, etwa von 8 bis 17 Uhr. Doch es kann auch vorkommen, dass Überstunden anstehen, um Baustellen rechtzeitig fertigzustellen. Die Arbeitszeiten können saisonal variieren, vor allem während der wärmeren Monate, in denen mehr Bauprojekte umgesetzt werden. Dies erfordert oft eine gewisse Bereitschaft zur Flexibilität und Anpassung.
Wie viel verdient ein Stuckateur?
Nach der Ausbildung als Stuckateur kannst du im Schnitt mit einem Einstiegsgehalt von 2.500 bis 2.800 Euro rechnen. Wie hoch dein Gehalt genau ausfällt, hängt von der Region, dem Betrieb und deiner Erfahrung ab.
Mit wachsender Berufspraxis steigt auch dein Gehalt. Gehälter über 3.500 Euro im Monat sind dann nicht unüblich. Spezialisierte Bereiche wie Dämmtechnik oder Restaurationsarbeiten bringen oft mehr Geld ein. Viele Betriebe zahlen tariflich, was für klare und faire Löhne sorgt.
Auch Weiterbildungen können dein Gehalt verbessern. Insgesamt ist das Gehalt stabil und bietet eine gute Grundlage für eine sichere Zukunft im Handwerk.
Wie viel verdient ein Stuckateur in der Ausbildung?
Als Stuckateur bzw. Stuckateurin kannst du in der Ausbildung im Schnitt mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:
- im 1. Ausbildungsjahr: 1.066 Euro
- im 2. Ausbildungsjahr: 1.280 Euro
- im 3. Ausbildungsjahr: 1.521 Euro
Du möchtest mehr erfahren? Hier geht es zur Stuckateur Gehaltsseite.
Wie läuft die Ausbildung als Stuckateur ab?
Die Ausbildung zum Stuckateur verläuft dual. Die duale Ausbildung findet sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule statt. Praxis und Theorie wechseln sich ab, das bedeutet praktische Arbeit und Lernen im Klassenzimmer.
Während der praktischen Ausbildung lernt man direkt auf der Baustelle, wie man Stuck anbringt und restauriert. In der Berufsschule stehen Fächer wie Technik und Gestaltung auf dem Lehrplan. Diese Kombination ermöglicht eine umfassende Ausbildung, die verschiedene Fähigkeiten schult.
Wie lange dauert die Ausbildung als Stuckateur?
Die Ausbildung zum Stuckateur dauert in der Regel 3 Jahre. Diese Zeit kann sich verkürzen, wenn man besonders gute Leistungen zeigt oder bereits eine andere Ausbildung abgeschlossen hat.
Am Ende des 1. Ausbildungsjahres absolvierst du die Zwischenprüfung. Die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung bzw. Abschlussprüfung. Sie besteht aus einem praktischen Teil und schriftlichen Prüfungen. Nach Bestehen deiner Prüfung darfst du dich staatlich anerkannter Stuckateur nennen.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Stuckateur?
In deiner Ausbildung als Stuckateur lernst du viele spannende Inhalte kennen. Diese helfen dir, dein Handwerk zu meistern. Hier sind die wichtigsten Punkte:
- Baustellenorganisation: Du erfährst, wie Baustellen effizient eingerichtet, gesichert und aufgeräumt werden.
- Putz- und Stuckherstellung: Du übst, Putz zu mischen und aufzutragen und lernst, Stuckprofile herzustellen und anzubringen.
- Trockenbauarbeiten: Du baust Leichtbauwände und Decken aus Gipskartonplatten.
- Restaurierung: Du restaurierst alte Verzierungen und Stuckelemente, um historische Gebäude zu erhalten.
- Sicherheitsvorschriften: Du wirst in wichtigen Sicherheits- und Gesundheitsvorschriften geschult.
- Umweltschutz: Du lernst, wie umweltfreundliche Materialien eingesetzt und nachhaltige Methoden angewendet werden.
Nach Abschluss deiner Ausbildung bist du bereit für einen vielseitigen Beruf als Stuckateur. Du wirst in der Lage sein, die erlernten Fähigkeiten sicher und effizient anzuwenden.
Für eine Ausbildung zur Stuckateurin benötigt man vor allem handwerkliches Geschick. Kreativität und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen sind ebenfalls wichtig. Außerdem sollte man körperlich fit sein, da die Arbeit als Stuckateur oft anstrengend sein kann.
Meist ist auch ein Schulabschluss erforderlich. In vielen Fällen wird ein Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife bevorzugt. Auch ohne Abitur stehen die Chancen gut, da handwerkliches Geschick und Motivation eine große Rolle spielen.
Wichtiger als die Noten sind oft Interesse und Begeisterung für das Handwerk. Außerdem sind gute Kenntnisse in Mathematik und Physik hilfreich, da man Maße berechnen muss. Schlussendlich sind Engagement und Teamfähigkeit von Vorteil.
- Mathe
- Physik
- Werken / Technik
- Sorgfalt & Genauigkeit
- Handwerklich-technisches Geschick
- Selbstorganisation
- Umfeld: Baustelle
- Feste Zeiten
- Körperliche Beanspruchung
Eine Tätigkeit im Bereich Bau, Architektur und Vermessung kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:
Hast du die Ausbildung als Stuckateur abgeschlossen, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung. Mit einer Anpassungsfortbildung kannst du dein Wissen aktuell halten, um neue Entwicklungen in Bereichen wie Putz- und Stuckarbeiten, Trockenbau, Restaurierung oder Denkmalpflege kennenzulernen.
Eine Aufstiegsfortbildung dagegen hilft dir dabei, beruflich voranzukommen und Karriere zu machen. Passend sind als Stuckateur unter anderem die Weiterbildungen zum Stuckateurmeister, Techniker - Bautechnik oder Stuckateur - Restaurierungsarbeiten. Eine weitere Möglichkeit ist der Weg über das Studium. Mögliche Studiengänge sind dabei Bauingenieurwesen, Architektur und Innenarchitektur.
Schließlich kann man sich entweder selbstständig machen oder in spezialisierten Firmen aufsteigen. Die Weiterbildungen bieten Chancen, sich zu spezialisieren und in bestimmten Bereichen zu glänzen.
Der Beruf des Stuckateurs bietet vielfältige Chancen. Mit einer soliden Ausbildung stehen viele Türen offen. Ob als Meister, Restaurator oder in der Denkmalpflege – die Möglichkeiten sind vielseitig. Auch kreative Menschen kommen hier voll auf ihre Kosten. Wer sich weiterbildet, kann sich spezialisieren und in seinem Fachgebiet einen Namen machen.
Insgesamt bietet die Arbeit als Stuckateur spannende Perspektiven und einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Dies macht den Beruf zu einer interessanten Option für viele junge Menschen.
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Weitere Infos
Bildnachweis: „Stuckateur bei der Arbeit" © kasto - stock.adobe.com; „Stuckateure verputzen Außenfassade" ©Kzenon - stock.adobe.com