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Anästhesietechnischer Assistent / Anästhesietechnische Assistentin
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 1.341 – 1.503 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Ausbildungsart schulische Ausbildung
Empfohlener Abschluss i. d. R. Mittlere Reife

Was macht ein Anästhesietechnischer Assistent (m/w/d)?

Als Anästhesietechnischer Assistent arbeitest du im OP, im Aufwachraum und in der Ambulanz. Du bereitest Patienten mit der Narkose auf die OP vor, beruhigst sie, legst Zugänge und schließt Überwachungstechnik an. Während der OP unterstützt du den Anästhesisten, überwachst Narkose, Atmung und Kreislauf und reagierst schnell, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert.

Nach dem Eingriff betreust du den Patienten im Aufwachraum, dokumentierst den Verlauf und kümmerst dich um Schmerztherapie. Auch Hygiene, das Prüfen von Geräten und das Vorbereiten von Medikamenten gehören dazu. So stellst du als Anästhesietechnischer Assistent sicher, dass Operationen sicher starten und Patienten gut durch die Narkose kommen.

Wo kann ich als Anästhesietechnischer Assistent (ATA) arbeiten?

Als Anästhesietechnischer Assistent findest du Jobs vor allem in Krankenhäusern: in der Anästhesie, im OP, im Aufwachraum und in Notaufnahmen. Auch ambulante OP-Zentren, Facharztpraxen oder die Endoskopie kommen in Frage. Je nach Klinik lernst du unterschiedliche Fachgebiete kennen, zum Beispiel Allgemein- und Viszeralchirurgie, Orthopädie/Unfallchirurgie, HNO, Gynäkologie oder Urologie.

Als Anästhesietechnischer Assistent kannst du dich später auch spezialisieren, zum Beispiel in der Schmerzambulanz, in ambulanter Anästhesie oder in Funktionsbereichen wie Herzkatheterlabor oder Endoskopie.

Arbeitszeiten als Anästhesietechnische Assistentin

Die Arbeitszeiten hängen vom Einsatzort ab. Als Anästhesietechnischer Assistent arbeitest du bei planbaren OPs oft tagsüber. In größeren Kliniken gibt es aber Schichtdienst, auch mit Früh-, Spät- und gelegentlichen Wochenenddiensten. Bei Notfällen oder in Kliniken mit OP-Bereitschaft können Nacht- oder Rufdienste anfallen. In ambulanten OP-Zentren und Praxen sind die Zeiten meist regelmäßiger und enden am Nachmittag. Während der Arbeit musst du stets konzentriert bleiben, egal, ob Routine-OP oder Notfall.

Wie viel verdient ein Anästhesietechnischer Assistent?

Das Gehalt als Anästhesietechnischer Assistent richtet sich oftmals nach Arbeitgeber, Tarif und Region. Im öffentlichen Dienst sind als Einstieg rund 2.900 bis 4.100 Euro typisch. Mit Berufserfahrung sind dann über noch deutlich höhere Beträge möglich.

Bei privaten Trägern ist die Spanne breit: Manche zahlen unter Tarif, andere orientieren sich an Tarifniveau und bieten Zulagen. Je nach Standort kann der Verdienst deutlich variieren. Insgesamt hast du als Anästhesietechnischer Assistent solide Perspektiven, die sich mit Verantwortung und Spezialisierung verbessern.

Wie viel verdient man als ATA in der Ausbildung?

Bei der Ausbildung zum Anästhesietechnischen Assistenten handelt es sich um eine schulische Ausbildung, die durch eine Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) geregelt ist. Danach sollen Auszubildende eine angemessene Ausbildungsvergütung erhalten. Konkrete Angaben werden dort aber nicht gemacht.

Je nach Träger der praktischen Ausbildung kann dein Azubi-Gehalt als Anästhesietechnischer Assistent somit unterschiedlich hoch ausfallen.

In Einrichtungen, die sich am Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes orientieren, kannst du als ATA-Azubi mit einer Ausbildungsvergütung in dieser Höhe rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 1.341 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.402 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.503 Euro

Du möchtest gerne mehr erfahren? Hier geht es zur ATA Gehaltsseite.

Wie läuft die Ausbildung zum ATA ab?

Die Anästhesie-Ausbildung erfolgt nach den Empfehlungen des DKG (Deutsche Krankenhausgesellschaft) und ist nicht staatlich anerkannt. Die Ausbildung findet an einer Berufsfachschule statt, wo du theoretische und praktische Inhalte erlernst. In Praktika, z.B. in einem Krankenhaus wendest du dein erlerntes Wissen direkt an.

Am Ende deiner Ausbildung folgt die Abschlussprüfung auf dich. Diese besteht aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfungen. Nach Bestehen deiner Prüfung darfst du dich Anästhesietechnischer Assistent bzw. Anästhesietechnische Assistentin nennen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Anästhesietechnischer Assistent?

Die ATA Ausbildung dauert in Vollzeit 3 Jahre. Insgesamt sind es etwa 4.600 Stunden, je nach Schule zum Beispiel rund 1.600 Stunden Theorie und 3.000 Stunden Praxis. Theorie- und Praxisblöcke wechseln sich ab, damit du Gelerntes direkt anwenden kannst.

Was sind die Ausbildungsinhalte als ATA?

In deiner schulischen Ausbildung als ATA erwirbst du in der Berufsfachschule alle Kenntnisse für den Berufsalltag. Dazu gehören hygienische Arbeitsweisen, die Vorbereitung medizinischer Geräte oder der richtige Einsatz von Narkosemitteln. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen stehen auf deinem Stundenplan.

In der Praxisphase arbeitest du in verschiedenen Operationsbereichen. Dort kannst du dein erlerntes Wissen aus der Berufsfachschule anwenden und vertiefen. Du begleitest Operationen, führst Narkosen durch und begleitest den gesamten Eingriff.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum ATA

Für die Anästhesie-Ausbildung solltest du einen der folgenden Schulabschlüsse haben:

  • einen mittleren Bildungsabschluss,
  • einen Hauptschulabschluss oder gleichwertigen Abschluss und jeweils eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens 2 Jahren Dauer oder
  • einen Hauptschulabschluss oder gleichwertigen Abschluss und jeweils eine Ausbildung in der Krankenpflegehilfe von mindestens 1 Jahr Dauer.

Gute Noten und Kenntnisse in Biologie zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir z.B. beim Verständnis der Anästhesie auf den menschlichen Körper. Auch gute Kenntnisse in Chemie können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, beispielsweise bei der Verwendung von chemischen Substanzen.

Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin mitbringst. Neben einer guten Selbstorganisation ist in diesem Beruf vor allem eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise von Vorteil, zum Beispiel bei der Überwachung von Kreislauf und Atmung eines Patienten während einer OP. Zudem solltest du über analytische Fähigkeiten verfügen, z.B. beim Umgang mit medizinisch-technischen Daten.

Schulfächer
  • Chemie
  • Biologie
  • Mathe
Stärken
  • Analytische Fähigkeiten
  • Sorgfalt & Genauigkeit
  • Selbstorganisation
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Pflege, Krankenhaus
  • Schichtarbeit
  • Überdurchschnittlich viel Kontakt mit Menschen

Eine Tätigkeit im Medizinbereich kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung und Karrierechancen als Anästhesietechnische Assistentin

Nach der ATA Ausbildung hast du viele Optionen. Du kannst dich als Anästhesietechnischer Assistent fachlich spezialisieren, zum Beispiel als Geräte- oder Hygienebeauftragter oder im Qualitätsmanagement. Es gibt Lehrgänge, die dir den Wechsel in verwandte Bereiche erleichtern, etwa in den OP-Dienst.

Weiter kannst du auch Weiterbildung zum Betriebswirt - Management im Gesundheitswesen, zum Praxisanleiter - Pflegeberufe oder zum Fachwirt - Gesundheits- und Sozialwesen anschließen.

Auch der Weg über ein Studium eignet sich. Passende Studiengänge sind:

Fazit: Sichere Zukunftsaussichten als Anästhesietechnischer Assistent

Wenn du Menschen sicher durch Operationen begleiten willst und Technik magst, passt der Beruf zu dir. Die ATA Ausbildung ist klar strukturiert, praxisnah und macht dich fit für den OP-Alltag. Als Anästhesietechnischer Assistent hast du gute Gehalts- und Zukunftsaussichten, vor allem bei öffentlichen und großen Trägern. Du kannst in vielen Bereichen arbeiten – von der Klinik bis zum ambulanten Zentrum.

Mit Weiterbildungen baust du dir Schritt für Schritt eine Karriere auf. So bleibst du flexibel und wirst in OP-Teams schnell unentbehrlich.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Der Arbeitsmarkt sieht für dich sehr stabil aus, du findest viele Jobs in Krankenhäusern und OP‑Zentren. In Operationssälen, Tageskliniken und auf Intensivstationen wirst du gebraucht, weil immer Eingriffe stattfinden. Mit Berufserfahrung kannst du dich in Narkoseüberwachung, Schmerztherapie oder OP‑Organisation spezialisieren. So hast du als Anästhesietechnischer Assistent langfristig gute Chancen auf sichere Stellen.

Ja, der Beruf eignet sich auch für Quereinsteiger, wenn du bereit bist, eine geregelte Ausbildung zu machen. Besonders hilfreich ist Erfahrung in Pflege, Rettungsdienst oder im OP‑Bereich, das erleichtert dir den Einstieg. Du durchläufst trotzdem die volle schulische und praktische Ausbildung. So wirst du Schritt für Schritt sicherer und kannst später als Anästhesietechnischer Assistent verantwortungsvoll arbeiten.

Für diesen Beruf brauchst du vor allem Ruhe, Sorgfalt und einen kühlen Kopf, auch wenn es stressig wird. Du arbeitest eng im OP‑Team, daher sind Teamfähigkeit und klare Kommunikation wichtig. Technisches Verständnis für Überwachungsgeräte und Interesse an Medizin helfen dir im Alltag. Außerdem solltest du als Anästhesietechnischer Assistent zuverlässig sein und dich gut organisieren können.

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Ausbildungsgehalt (brutto pro Monat)
1. Ausbildungsjahr
1.341 €
2. Ausbildungsjahr
1.402 €
3. Ausbildungsjahr
1.503 €
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Anästhesietechnische:r Assistent:in Oktober 2026

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  • 01.10.2026
  • 78052 Villingen-Schwenningen

Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistenz / ATA (w/m/d)

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Weitere Infos

Bildnachweis: „Aufnahme eines OP-Raums" ©jenshagen - stock.adobe.com; „ATA – Vorbereitungen im OP-Saal" ©alfa27 - stock.adobe.com