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Drahtzieher / Drahtzieherin
Ausbildung & Beruf

Gehalt im Beruf 3.339 – 4.253 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 2 Jahre
Ausbildungsart Ausbildung
Empfohlener Abschluss kein vorgeschriebener Schulabschluss

Aktualisiert am 10.04.2026

Was macht ein Drahtzieher (m/w/d)?

Als Drahtzieher bist du Spezialist in der Metallverarbeitung. Deine Hauptaufgabe ist es dabei, Metallstäbe zu Draht zu verarbeiten und andere Metallprodukte herzustellen. Offiziell führt der Weg heute meist über die Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik mit der Fachrichtung Umform- und Drahttechnik.

Du richtest Maschinen ein, ziehst Metallstäbe durch immer kleinere Öffnungen und prüfst danach, ob Stärke, Oberfläche und Form stimmen. Auch Nachbehandlungen wie Beschichten, Verzinken oder Wärmebehandlung können zu deinen Aufgaben gehören. Außerdem kontrollierst du laufend den Produktionsprozess, erkennst Fehler und greifst ein, wenn etwas nicht sauber läuft.

Wo kann ich als Drahtzieher arbeiten?

Als Drahtzieher arbeitest du vor allem dort, wo Metalle umgeformt und zu Drähten weiterverarbeitet werden. Typische Arbeitgeber sind Metallziehereien, Kaltwalzwerke sowie Betriebe der Draht- und Umformindustrie. Dazu kommen Unternehmen aus dem Stahlbau, Maschinenbau oder Fahrzeugbau, wenn dort Draht, dünne Profile, Kabel, Litzen oder ähnliche Produkte hergestellt werden. Dein Arbeitsplatz ist selten ein Büro. Meist stehst du in Produktionshallen oder Werkhallen direkt an Anlagen, Maschinen und Materiallagern. Je nach Betrieb arbeitest du an langen Fertigungslinien oder in kleineren Teams an einzelnen Produktionsschritten.

Arbeitszeiten als Drahtzieherin

Die Arbeitszeiten als Drahtzieher sind oft anders als in einem typischen Bürojob. In vielen Industriebetrieben arbeitest du in einer 38- bis 40-Stunden-Woche, häufig im Schichtsystem. Früh- und Spätschichten sind verbreitet, in manchen Betrieben kommen auch Nacht- oder Wochenendschichten dazu. Das liegt daran, dass viele Anlagen lange laufen und Produktionen nicht einfach mitten am Tag gestoppt werden. In kleineren Betrieben können die Zeiten geregelter sein und eher tagsüber stattfinden.

Wie viel verdient ein Drahtzieher?

Als Drahtzieher erwartet dich im Beruf meist ein Gehalt zwischen 3.339 und 4.253 Euro. Wie viel du als Drahtzieher aber tatsächlich verdienst, hängt stark von Tarifvertrag, Region, Schichtzulagen und Betriebsgröße ab. Arbeitest du in einem tarifgebundenen Unternehmen oder in Schicht, kann dein Monatslohn schneller steigen. Mit Berufserfahrung, mehr Verantwortung und guten Zusatzqualifikationen verbessert sich dein Gehalt außerdem oft deutlich.

Wie viel verdient ein Drahtzieher in der Ausbildung?

Tatsache ist: Dein Verdienst als Azubi variiert je nach Betrieb und Region. Durchschnittlich kannst du im Rahmen der Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik mit einer Ausbildungsvergütung von 1.100 bis 1.200 Euro rechnen.

Wie läuft die Ausbildung zum Drahtzieher ab?

Die Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik der Fachrichtung Umform- und Drahttechnik qualifiziert dich zur Drahtzieherin. Dabei handelt es sich um eine duale Ausbildung, die aus theoretischem Unterricht an der Berufsschule sowie praktischen Betriebseinsätzen besteht. In der Regel absolvierst du die Ausbildung innerhalb von 2 Jahren.

Wie lange dauert die Ausbildung als Drahtzieher?

Wenn du heute Drahtzieherin werden willst, dauert die passende Ausbildung in der Regel 2 Jahre. Der Weg führt dabei über die Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik. Während dieser Zeit durchläufst du erst metalltechnische Grundlagen und dann die Spezialisierung auf Umform- und Drahttechnik. Zu Beginn des zweiten Jahres findet eine Zwischenprüfung statt, am Ende folgt dann die Abschlussprüfung.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Drahtzieher?

In der Ausbildung lernst du nicht nur ein paar Handgriffe, sondern den ganzen Ablauf der Drahtherstellung. Du verstehst also, wie Material, Maschine und Qualitätskontrolle zusammenarbeiten. Typische Inhalte sind zum Beispiel diese Themen:

  • Bauteile herstellen und montieren
  • Drahtzieh-, Trenn- und Umformmaschinen einrichten
  • Anlagen pflegen, warten und umrüsten
  • Produktionsprozesse überwachen und Qualität prüfen

Nach und nach lernst du außerdem, Oberflächen zu beurteilen, Werkzeuge sicher zu nutzen und Fehler im Ablauf zu erkennen. So wirst du am Ende zu einer Fachkraft, die Prozesse versteht, Maschinen im Blick behält und bei Störungen sinnvoll eingreifen kann.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Drahtzieher

Für die Ausbildung als Drahtzieher ist rechtlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis wünschen sich viele Betriebe aber mindestens einen guten Hauptschulabschluss, manchmal auch einen Realschulabschluss. Wichtig sind vor allem technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und sorgfältiges Arbeiten. Hilfreich sind außerdem Mathe, Physik und Werken oder Technik, weil du mit Maßen, Maschinen und Werkstoffen zu tun hast. Du solltest konzentriert arbeiten können und Sicherheitsregeln ernst nehmen. Da der Beruf häufig in Hallen stattfindet, sind auch Lärm, Staub, Schmierstoffe und Schutzkleidung Teil des Alltags. Körperliche Belastbarkeit hilft dir zusätzlich, weil manche Aufgaben im Stehen oder mit Materialbewegung stattfinden.

Schulfächer
  • Physik
  • Werken/Technik
  • Mathe
Stärken
  • Handwerkliches Geschick
  • Technisches Verständnis
  • Selbstständigkeit und Sorgfalt
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Produktionshallen, Werkhallen
  • Tragen von Schutzkleidung
  • Arbeit unter Lärm, bei Rauch und Staub, mit Schmierstoffen

Weiterbildung und Karrierechancen als Drahtzieherin

Nach deiner Ausbildung stehen dir viele Türen offen. Du kannst dich zum Beispiel zum Techniker in der Fachrichtung Metall weiterbilden. Auch ein Studium im Bereich Maschinenbau oder Werkstofftechnik ist möglich, falls du das Abitur hast oder die entsprechende Fachhochschulreife erlangst. Wie die Möglichkeiten der Weiterbildung als Drahtzieher genau aussehen, zeigen wir dir jetzt im Folgenden.

Aufstiegsweiterbildungen dagegen dienen dazu, deine Karriere anzukurbeln. Weiterbilden kannst du dich als Drahtzieher zum Beispiel zum Industriemeister - Metall, zum Techniker - Maschinentechnik oder zum Stanz- und Umformmechaniker.

Aber auch ein Studium ist eine gute Option. Passende Studiengänge sind unter anderem:

Fazit: Vielfältige Chancen als Drahtzieher

Der Beruf Drahtzieher passt gut zu dir, wenn du gern praktisch arbeitest und Technik nicht nur spannend, sondern auch verständlich findest. Du hast schon in der Ausbildung ordentliche Verdienstchancen. Wichtig ist nur, dass du weißt: Die offizielle Ausbildung läuft heute unter dem Namen Fachkraft für Metalltechnik, Fachrichtung Umform- und Drahttechnik. Genau darüber findest du auch aktuelle Ausbildungsplätze.

Die Zukunftsaussichten für Drahtzieher stehen gut. Metallprodukte – speziell Drähte – werden in zahllosen Branchen und Kontexten gebraucht. So arbeitest du an der Schnittstelle zwischen Handwerk und Technik und trägst zu wichtigen Produkten des täglichen Lebens bei. Mit Spezialisierungen und Weiterbildungen kannst du deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zusätzlich verbessern. So kann dich ein weiterführendes Studium beispielsweise für Führungspositionen qualifizieren.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Als Drahtzieher hast du aktuell ziemlich gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, weil in der Metallindustrie viele Fachkräfte fehlen. In Ziehereien, kleinen Metallbetrieben und der Industrieproduktion werden ständig neue Leute gesucht. Du bedienst Maschinen, überwachst die Produktion und kontrollierst die Qualität. Mit Berufserfahrung als Drahtzieher kannst du dich später zum Vorarbeiter oder Meister weiterentwickeln.

Ja, der Beruf als Drahtzieher ist auch für Quereinsteiger geeignet, wenn du Lust auf Metall und Technik hast. Oft wirst du direkt im Betrieb angelernt und arbeitest Schritt für Schritt an den Maschinen. Vorerfahrung aus Produktion oder Handwerk ist hilfreich, aber kein Muss. Als Drahtzieher solltest du sorgfältig, zuverlässig und körperlich fit sein.

Um als Drahtzieher zu arbeiten, brauchst du vor allem handwerkliches Geschick und technisches Verständnis. Du solltest gerne mit Metall umgehen, Maschinen bedienen und dich nicht vor etwas Schmutz oder Lärm stören lassen. Wichtig sind außerdem Teamfähigkeit, Konzentration und ein gutes Augenmaß. Als Drahtzieher musst du genau arbeiten und Sicherheitsvorschriften einhalten.

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Bildnachweis:

„Drahtzieher bei der Arbeit“ ©chokniti - stock.adobe.com
„Drahtzieher arbeiten mit verschiedensten Maschinen“ ©winnievinzence - stock.adobe.com