Holzbildhauer / Holzbildhauerin
Ausbildung & Beruf
Was macht ein Holzbildhauer (m/w/d)?
Als Holzbildhauer gestaltest du aus Holz echte Unikate. Von kleineren Handarbeiten bis hin zu großen Möbeln oder Skulpturen kannst du alles herstellen und restaurieren. Du skizzierst Ideen, modellierst Vorformen aus Ton oder Gips und wählst das passende Holz aus. Danach bearbeitest du das Material mit Hobel, Säge, Schnitzeisen und Feilen und bringst dein Werk in Form. Zum Abschluss veredelst du Oberflächen, zum Beispiel durch Beizen, Wachsen, Lasieren oder Bemalen. Auch die sichere Befestigung am späteren Standort gehört dazu.
Neben neuen Stücken übernimmst du als Holzbildhauer auch Restaurierungen, etwa an alten Figuren, Möbeln oder Orgelverzierungen. Hier arbeitest du besonders sorgfältig und behutsam, damit Originale erhalten bleiben. So vereint der Holzbildhauer künstlerisches Auge, handwerkliches Können und viel Geduld.
Wo kann ich als Holzbildhauer arbeiten?
Als Holzbildhauer arbeitest du vor allem in Werkstätten von Handwerksbetrieben, in Ateliers oder in Werkstätten mit Verkauf. Je nach Betrieb kannst du auch im Bühnenbau, in Restaurierungsbetrieben oder in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung tätig sein. Deine Hauptzeit verbringst du als Holzbildhauer an der Werkbank, zwischendurch bist du in Lagerräumen, im Freien bei Montagen oder im Verkaufsraum mit Kunden im Gespräch.
In manchen Projekten kommen neben Holz auch Kunststoffe, Stein oder Metall dazu. Branchen mit Bedarf an einem Holzbildhauer sind zum Beispiel das Holzbildhauerhandwerk, Möbel- und Objektbau sowie Restaurierung und Innenausbau.
Als Holzbildhauer arbeitest du meist werktags. Je nach Auftragslage kann bei Ausstellungen, Messen oder engen Terminen auch mal Wochenendarbeit dazukommen. Gerade vor Abgaben legst du als Holzbildhauer auch Extra-Schichten ein, damit Kunden ihre Stücke pünktlich bekommen. Das ist im Handwerk normal und wird oft im Team organisiert.
In der Werkstatt trägst du Schutzkleidung wie Gehörschutz oder Atemmaske, denn Maschinen sind laut und beim Schleifen entsteht Staub. Du planst deinen Tag zwischen Entwurf, Fertigung und Oberflächen . Dazu kommen Beratungstermine oder Absprachen vor Ort.
Ausbildungsorte als Holzbildhauer
Wie viel verdient ein Holzbildhauer?
Das Gehalt als Holzbildhauer variiert stark je nach Betrieb, Region, Tarif und Erfahrung. Als Holzbildhauer liegt das Einstiegsgehalt in der Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie häufig bei 2.700 bis 3.300 Euro brutto im Monat. Natürlich können diese Beträge schwanken. Mit Erfahrung geht es außerdem weiter nach oben. So steigerst du dein Gehalt beispielsweise mit Verantwortung, Spezialisierung und Meistertitel.
Wie viel verdient ein Holzbildhauer in der Ausbildung?
Wie hoch deine Ausbildungsvergütung ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab – beispielsweise deinem Ausbildungsbetrieb und das Bundesland, in dem du tätig bist. Gilt für dich ein Tarifvertrag, dann ist dein Gehalt einheitlich geregelt.
Wirst du beispielsweise nach dem Tarifvertrag für die Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie bezahlt, kannst du in der Ausbildung als Holzbildhauer bzw. Holzbildhauerin mit diesen Ausbildungsvergütungen rechnen:
- im 1. Ausbildungsjahr: 947 Euro
- im 2. Ausbildungsjahr: 1.023 Euro
- im 3. Ausbildungsjahr: 1.111 Euro
Du möchtest gerne mehr über den Lohn als Holzbildhauer erfahren? Hier geht es zur Gehaltsseite.
Wie lange dauert die Ausbildung als Holzbildhauer?
Die Ausbildung als Holzbildhauer dauert in der Regel 3 Jahre. Je nach Vorbildung oder sehr guten Leistungen kannst du die Dauer in Absprache mit Betrieb oder Schule verkürzen, in Ausnahmefällen ist auch eine Verlängerung möglich. In der dualen Ausbildung wechseln sich Praxisphasen im Betrieb mit Unterricht in der Berufsschule ab. In der schulischen Variante lernst du überwiegend in Schulwerkstätten und ergänzt dies durch Praktika.
Am Ende steht die Gesellenprüfung, oft inklusive eines eigenen Gesellenstücks. Als Holzbildhauer hast du damit einen anerkannten Abschluss in der Tasche und kannst direkt in Betrieben starten, dich spezialisieren oder später den Meister draufsetzen.
Wie läuft die Ausbildung zum Holzbildhauer ab?
Die Ausbildung zum Holzbildhauer läuft oftmals dual ab. Die duale Ausbildung teilt sich dann in Theorie und Praxis. Das heißt, du gehst einerseits zur Berufsschule und hast andererseits deine Praxisphasen in einem Betrieb.
In der Praxis lernst du den Umgang mit Werkzeugen, Maschinen und Hölzern. In der Schule vertiefst du Materialkunde, Gestaltung, Sicherheit und Entsorgung.
Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres steht eine Zwischenprüfung an. Bevor du deine Ausbildung dann beendest und dich als staatlich anerkannten Holzbildhauer bezeichnen darfst, findest noch die Abschlussprüfung bzw. die Gesellenprüfung statt.
Wichtiger Hinweis: Mittlerweile läuft die Ausbildung zur Holzbildhauerin vorwiegend schulisch ab. Lediglich 3 bis 4 Stellen in Deutschland bieten noch die duale Ausbildungsform an. Trotz schulischer Form findet die Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer statt, einschließlich des Baus eines Gesellenstücks. Konkret bedeutet das aber auch, dass du in der Regel keine Vergütung während der schulischen Ausbildung zum Holzbildhauer erhältst.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Holzbildhauer?
Deine Ausbildung findet sowohl in der Berufsschule als auch im Ausbildungsbetrieb statt. Auf diese Weise erlernst du alle Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die du für den jeweiligen Beruf benötigst. Beim Besuch der Berufsschule lernst du vor allem das theoretische Wissen für den Beruf als Holzbildhauer kennen. Dazu gehört beispielsweise, wie du deine Werke richtig lagerst, und wie du die verwendeten Materialien wie Farbe fachgerecht entsorgst.
Duale Ausbildungsberufe erlernst du aber immer auch immer im Betrieb. Hier lernst du den richtigen Umgang mit Werkzeugen kennen, wann du welches Werkzeug nutzt und wie du Schriften, Ornamente und Zeichen entwirfst und herstellst. Daneben kommen während der Ausbildung im Betrieb auch folgende Inhalte auf dich zu:
- Erstellen von Modellen
- Holzverbindungen
- Oberflächenbehandlungsarten
- Bedienen von Maschinen
Für die Holzbildhauer Ausbildung ist kein bestimmter Schulabschluss gesetzlich vorgeschrieben. Oft wird aber die Mittlere Reife bevorzugt. Wichtig sind gute Noten oder Interesse an Kunst, Werken/Technik und Mathe, damit du zeichnen, planen und Maße sicher berechnen kannst. Auch die Arbeitsbedingungen solltest du mögen: Werkstattluft, Schutzkleidung, Maschinenlärm und viel Feinarbeit mit den Händen. Als Holzbildhauer helfen dir darüber hinaus vor allem diese Stärken:
- Handwerkliches Geschick und ruhige Hände
- Kreativität und räumliches Vorstellungsvermögen
- Sinn für Ästhetik und Details
- sorgfältige, selbstständige Arbeitsweise
- Ausdauer und Verantwortungsbewusstsein
Wenn du Holz liebst, gerne zeichnest und Geduld mitbringst, passt die Holzbildhauer Ausbildung sehr gut zu dir.
- Kunst
- Werken / Technik
- Mathe
- Handwerkliches Geschick
- Kreativität
- Sinn für Ästhetik
- Umfeld: In Werkstätten, Lagerräumen, Verkaufsräumen
- Tragen von Schutzkleidung
- Arbeiten bei Lärm, Rauch, Staub und Gerüchen
Eine Tätigkeit im Bereich Handwerk & Produktion kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:
Ähnliche Ausbildungsberufe
Nach der Ausbildung hast du verschiedene Wege, um dich als Holzbildhauer weiterzuentwickeln. Du kannst eine Weiterbildung zum Holzbildhauermeister und Fach- oder Führungsaufgaben übernehmen, einen Betrieb leiten und Azubis ausbilden. Alternativ bietet sich der Techniker in Holztechnik an oder eine kaufmännische Fortbildung wie Technischer Fachwirt.
Auch ein Studium ist möglich. Passende Studiengänge sind:
- Bildende Künste
- Holztechnik
- Konservierung und Restaurierung
In der Praxis lohnt sich auch eine Spezialisierung, zum Beispiel auf Restaurierung, sakrale Kunst oder moderne Designobjekte. Damit hebst du dich von anderen ab und steigerst oft auch dein Gehalt. Mit Erfahrung sind grundsätzlich höhere Einstufungen, Zuschläge und spannende Projekte realistisch.
Als Holzbildhauer verbindest du Kunst und Handwerk und siehst jeden Fortschritt direkt in deiner Arbeit. Die Ausbildung bringt dir alles bei, was du für Werkstatt, Kundenaufträge und Restaurierungen brauchst. Beim Gehalt gibt es große Unterschiede – mit Tarif, Erfahrung und Spezialisierung kannst du aber gut aufsteigen.
Wenn du Holz liebst, gerne zeichnest und mit Werkzeugen arbeiten willst, ist der Holzbildhauer genau dein Beruf. Starte mit soliden Grundlagen, bleib neugierig, und entwickle deinen eigenen Stil. So baust du dir Schritt für Schritt eine kreative und sichere Zukunft als Holzbildhauer auf.
Als Holzbildhauer hast du einen eher speziellen, aber stabilen Arbeitsmarkt. Viele Stellen findest du in Werkstätten, Ateliers oder Betrieben für Restaurierung und Innenausbau. Oft werden Holzskulpturen, Dekorationen oder Sonderanfertigungen gefragt. Du kannst als Holzbildhauer angestellt arbeiten oder mit etwas Erfahrung in die Selbstständigkeit gehen. Mit guter Qualität, Flexibilität und Weiterbildung steigen deine Jobchancen.
Ja, als Holzbildhauer kannst du auch als Quereinsteiger starten, wenn du bereit bist zu lernen. Am besten suchst du dir zuerst ein Praktikum oder eine Einstiegsstelle im Handwerk. So merkst du schnell, ob dir Schnitzen, Schleifen und Gestalten liegen. Viele Betriebe bilden motivierte Quereinsteiger später gezielt zum Holzbildhauer aus.
Wichtige Fähigkeiten als Holzbildhauer sind vor allem handwerkliches Geschick und Geduld. Du solltest gerne mit den Händen arbeiten und sorgfältig mit Werkzeug umgehen können. Kreativität und räumliches Vorstellungsvermögen helfen dir beim Entwerfen von Figuren und Reliefs. Außerdem brauchst du als Holzbildhauer Konzentration, ein gutes Auge für Details und Spaß an genauer Arbeit.
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