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Ausbaufacharbeiter / Ausbaufacharbeiterin
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 1.064 – 1.270 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 2 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss mind. Hauptschulabschluss

Was macht ein Ausbaufacharbeiter (m/w/d)?

Als Ausbaufacharbeiter bist du auf Baustellen im Innenausbau unterwegs. Du bereitest Räume so vor, dass später alles gut aussieht und stabil ist. Je nach Schwerpunkt unterscheiden sich deine Aufgaben:

  • Schwerpunkt Estricharbeiten: Estriche als Unterböden oder als Nutzböden herstellen
  • Schwerpunkt Fliesen-, Platten und Mosaikarbeiten: Böden und Wände dämmen und verkleiden
  • Schwerpunkt Stuckateurarbeiten: Putze für unterschiedliche Anwendungszwecke herstellen
  • Schwerpunkt Trockenbauarbeiten: Leichtbauwände herstellen oder vorhandene Wandflächen sanieren
  • Schwerpunkt Wärme-, Kälte- und Schallschutzarbeiten: Dämmstoffe und Isoliermaterialien an Rohrleitungen, Behaältern, Decken und Wänden anbringen
  • Schwerpunkt Zimmerarbeiten: Holzkonstruktionen für Dachstühle, Decken oder Fachwerk sowie Türen und Treppen

Du nutzt verschiedene Werkzeuge und Maschinen und musst genau und sauber arbeiten. Auch das Lesen von Bauplänen gehört dazu.

Wo kann ich als Ausbaufacharbeiter arbeiten?

Ausbaufacharbeiter kannst du in Industrie- und Handwerksbetrieben werden. So unterschiedlich wie die Fachrichtungen sind, so vielfältig sind auch die Betriebe, die dich einstellen. Gerade Bauunternehmen und Handwerksbetriebe freuen sich über engagierte Ausbaufacharbeiter, die sowohl im Neubau als auch in der Sanierung eingesetzt werden können. Viele Firmen sind auf bestimmte Bereiche spezialisiert, zum Beispiel auf Trockenbau, Estrich oder Wärmedämmung.

Du kannst auf Neubauten arbeiten, aber auch bei Sanierungen von alten Häusern eingesetzt werden. Oft bist du auf wechselnden Baustellen unterwegs und lernst viele unterschiedliche Objekte kennen.

Arbeitszeiten als Ausbaufacharbeiterin

Als Ausbaufacharbeiterin hast du meist geregelte Arbeitszeiten, vor allem tagsüber. Du startest morgens auf dem Betriebshof oder direkt auf der Baustelle und arbeitest dann bis zum Nachmittag. Schichtarbeit gibt es in diesem Beruf eher selten. Trotzdem kann es auf Baustellen stressig werden, wenn Termine eingehalten werden müssen. Dann können Tage auch mal länger dauern. Bei schlechtem Wetter kann sich die Arbeit verschieben, vor allem wenn du teilweise im Rohbau arbeitest. Am Wochenende hast du in der Regel frei, außer es gibt besondere Projekte mit Zeitdruck. Insgesamt sind die Arbeitszeiten körperlich anstrengend, aber gut planbar.

Wie viel verdient ein Ausbaufacharbeiter?

Das Gehalt als Ausbaufacharbeiter hängt stark von der Region, dem Tarifvertrag und deiner Erfahrung ab. Nach der Ausbildung startest du z. B. im Bauhauptgewerbe mit 2.800 bis 4.000 Euro brutto im Monat. Mit ein paar Jahren Berufserfahrung kannst du dein Einkommen deutlich steigern, vor allem wenn dein Betrieb nach Tarif zahlt. In großen Bauunternehmen ist der Lohn oft etwas höher als in sehr kleinen Betrieben. Zusätzliche Qualifikationen, zum Beispiel als Vorarbeiter, bringen dir ebenfalls mehr Geld. Auch Zulagen für besondere Baustellen oder Auswärtstätigkeiten sind möglich.

Wie viel verdient man als Ausbaufacharbeiter in der Ausbildung?

Als Ausbaufacharbeiter kannst du in deiner Ausbildung mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 1.064 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.270 Euro

Du möchtest mehr über das Ausbaufacharbeiter Gehalt erfahren? Hier geht es zur Gehaltsseite.

Wie läuft die Ausbildung als Ausbaufacharbeiter ab?

Die Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter ist eine duale Ausbildung. Das heißt, du lernst im Betrieb und in der Berufsschule. Im Betrieb bist du von Anfang an auf Baustellen dabei und machst praktische Arbeiten. In der Berufsschule lernst du die Theorie, zum Beispiel zu Baustoffen, Sicherheit und Arbeitstechniken. Die Ausbildung ist eine sogenannte Stufenausbildung: Nach den zwei Jahren kannst du den Abschluss als Ausbaufacharbeiter machen oder die Ausbildung noch um ein Jahr verlängern. Wenn du weitermachst, kannst du dich in folgenden Berufen weiterqualifizieren.

Am Ende des ersten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt, nach dem zweiten Jahr legst du eine Abschlussprüfung ab. Diese besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Teil.

Wie lange dauert die Ausbildung als Ausbaufacharbeiter?

Die Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter dauert in der Regel zwei Jahre. Sie gehört zu den sogenannten Stufenausbildungen im Bauhandwerk, die du mit einer Weiterbildung auf drei Jahre erweitern kannst.

In besonderen Fällen kann die Ausbildungszeit verkürzt werden, zum Beispiel wenn du sehr gute Noten hast oder schon eine andere Ausbildung abgeschlossen hast. Darüber entscheidet immer die zuständige Kammer zusammen mit deinem Ausbildungsbetrieb.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Ausbaufacharbeiter?

Im Ausbildungsbetrieb lernst du, worauf du bei Aufträgen achten musst und wie Baustellen eingerichtet werden. Das Lesen und Verstehen technischer Zeichnungen und Skizzen ist ebenfalls Teil der Ausbildung, genauso wie die sorgsame Arbeit mit den jeweiligen Werkstoffen. Typische Inhalte deiner Ausbildung sind je nach Spezialisierung z. B.:

  • Du lernst, wie du Wärmedämmung richtig anbringst und sorgfältig befestigst.
  • Du übst, Trockenbauwände zu stellen und passende Decken zu montieren.
  • Du lernst, Estrichböden einzubauen und sauber abzuziehen.
  • Dir wird beigebracht, wie du Holzkonstruktionen, beispielsweise für Decken oder Dachstühle herstellst
  • Du beschäftigst dich mit Arbeitssicherheit und dem Schutz deiner Gesundheit.

Die Berufsschule ist nicht nur Theorie, sondern beinhaltet auch immer wieder sehr praktische – und auch gewerkeübergreifende – Teile. Doch neben den fachspezifischen Unterrichtsfächern wie Materialkunde gehören auch Deutsch oder Wirtschafts- und Sozialkunde zur Ausbildung als Ausbaufacharbeiter.

Voraussetzungen für die Ausbildung als Ausbaufacharbeiter

Für die Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter brauchst du meistens keinen bestimmten Schulabschluss, viele Betriebe wünschen sich aber mindestens einen Hauptschulabschluss. Wichtig sind vor allem deine praktischen Fähigkeiten und deine Motivation. Du solltest körperlich fit sein, denn du arbeitest viel im Stehen, Hocken oder auf Leitern. Außerdem solltest du handwerkliches Geschick und Spaß an der Arbeit auf Baustellen haben. Mathekenntnisse helfen dir beim Messen und Rechnen von Flächen oder Materialmengen. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit sind ebenfalls wichtig, weil du im Handwerk eng mit anderen zusammenarbeitest. Ein Praktikum im Bau oder Ausbau kann deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz verbessern.

Eine Tätigkeit im Bereich Bau, Architektur und Vermessung kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung und Karrierechancen als Ausbaufacharbeiterin

Nach der Ausbildung als Ausbaufacharbeiterin hast du viele Möglichkeiten, dich weiterzuentwickeln. Du kannst eine weiterführende Ausbildung machen, zum Beispiel zum Fliesenleger, Stuckateur oder Trockenbaumonteur. Mit einigen Jahren Berufserfahrung sind Meisterschulen im Bauhandwerk interessant, etwa zum Stuckateurmeister oder Fliesenlegermeister. Damit kannst du eigene Azubis ausbilden oder einen Betrieb leiten. Auch Fortbildungen zum Techniker oder Polier im Hochbau oder Ausbau sind möglich. Wenn du dich für Planung interessierst, kannst du später über die Fachoberschule sogar ein Studium im Bauwesen oder Bauingenieurwesen anstreben. So hast du langfristig gute Karrierechancen vom Facharbeiter bis zur Führungsposition.

Fazit: Vielfältige Chancen als Ausbaufacharbeiter

Die Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter bietet dir einen praktischen Einstieg in das Bauhandwerk. Du lernst viele Bereiche des Innenausbaus kennen und bist an sichtbaren Ergebnissen beteiligt. Schon nach zwei Jahren hast du einen anerkannten Abschluss und gute Jobchancen in Handwerks- und Baubetrieben. Besonders attraktiv ist, dass du dich später in viele Richtungen weiterbilden kannst, zum Beispiel im Trockenbau, bei Bodenarbeiten oder als Meister. Wenn du gern anpackst, im Team arbeiten willst und Freude an Baustellen hast, ist dieser Beruf eine gute Wahl. So sicherst du dir eine solide Zukunft in einer Branche mit stabiler Nachfrage.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Als Ausbaufacharbeiter hast du aktuell gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. In vielen Regionen werden Fachkräfte für Innenausbau und Sanierung gesucht. Du findest Jobs bei Bauunternehmen, Handwerksbetrieben und Dienstleistern rund um den Ausbau. Die Nachfrage ist wegen Renovierungen und Modernisierung stabil. Als Ausbaufacharbeiter kannst du dir damit recht sichere Zukunftsaussichten aufbauen. Auch ohne viel Berufserfahrung hast du Chancen, wenn du motiviert bist.

Ja, der Beruf Ausbaufacharbeiter ist auch für Quereinsteiger geeignet. Du kannst über eine Umschulung oder den Einstieg als Bauhelfer starten. Wichtig ist, dass du Interesse am Handwerk hast und zuverlässig arbeitest. Viele Betriebe lernen dich Schritt für Schritt an. So kannst du dich zum Ausbaufacharbeiter entwickeln und später Weiterbildungen nutzen. Praktika und kurze Einstiegsqualifizierungen helfen dir, erste Erfahrungen auf der Baustelle zu sammeln.

Als Ausbaufacharbeiter solltest du vor allem handwerkliches Geschick und Teamfähigkeit mitbringen. Du arbeitest viel mit Werkzeugen im Innenausbau und im Trockenbau. Körperliche Fitness ist wichtig, weil du oft hebst, trägst und auf Leitern stehst. Du solltest sorgfältig messen können und räumliches Denken haben. Als Ausbaufacharbeiter hilft dir außerdem, wenn du zuverlässig und lernbereit bist.

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