Buchhalter / Buchhalterin
Ausbildung & Beruf
Was macht ein Buchhalter (m/w/d)?
Als Buchhalter bist du dafür zuständig, alle Einnahmen und Ausgaben eines Unternehmens festzuhalten. Du prüfst Rechnungen, verbuchst Zahlungen und kontrollierst, ob alles zu den Konten passt. Du arbeitest mit Buchhaltungs-Software und achtest darauf, dass Belege vollständig und richtig abgelegt sind. Außerdem erstellst du Übersichten über Kosten, offene Forderungen und Verbindlichkeiten. So hilfst du der Geschäftsleitung, gute Entscheidungen zu treffen.
Zusätzlich kannst du im Bereich der Lohnbuchhaltung oder der Anlagenbuchhaltung tätig werden. Bei all deinen Arbeiten berücksichtigst du die aktuellen Regeln und Vorschriften des Rechnungswesens.
Wo kann ich als Buchhalter arbeiten?
Als Buchhalter kannst du in fast jeder Branche einen Platz finden. Du kannst in Industrieunternehmen, im Handel, bei Dienstleistern oder im Handwerk arbeiten. Auch Krankenhäuser, soziale Einrichtungen, Vereine oder öffentliche Verwaltungen brauchen dich.
Viele Steuerberater- und Wirtschaftsprüferkanzleien stellen ebenfalls Buchhalter ein. In großen Firmen gibt es oft ganze Finanzabteilungen mit verschiedenen Spezialgebieten. In kleineren Betrieben erledigst du als Buchhalter meist viele Aufgaben gleichzeitig. Deine Kenntnisse sind überall gefragt, weil jede Organisation ihre Finanzen ordentlich führen und dokumentieren muss.
Als Buchhalter hast du in der Regel geregelte Arbeitszeiten im Büro. Meist arbeitest du von Montag bis Freitag tagsüber, zum Beispiel zwischen 8 und 17 Uhr. In Zeiten mit vielen Abschlüssen, etwa zum Monats- oder Jahresende, kann es stressiger werden. Dann sind Überstunden möglich, die oft später ausgeglichen werden.
Viele Arbeitgeber bieten flexible Arbeitszeiten oder Gleitzeit an. Mit moderner Software kannst du als Buchhalter in manchen Unternehmen auch im Homeoffice arbeiten. Dadurch lässt sich der Beruf oft gut mit deinem Privatleben vereinbaren.
Ausbildungsorte als Buchhalter
Wie viel verdient ein Buchhalter?
Als Buchhalter hängt dein Gehalt von Branche, Unternehmensgröße, Region und Berufserfahrung ab. In kleineren Betrieben und strukturschwächeren Regionen verdienst du meist weniger als in großen Unternehmen oder Ballungsräumen. In der Regel ist eine Gehaltsspanne zwischen 3.491 und 4.378 Euro denkbar.
Mit einigen Jahren Erfahrung kannst du als Buchhalter ein solides, oft überdurchschnittliches Einkommen erzielen. Spezialisierungen, zum Beispiel in der Lohnbuchhaltung oder im Steuerbereich, wirken sich ebenfalls positiv aus. Zusatzzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind in vielen Firmen üblich. Dein Gehalt steigt in der Regel mit der Verantwortung, die du im Finanzbereich übernimmst.
Wie viel verdient ein Buchhalter in der Ausbildung?
Während du deine Ausbildung zum Buchhalter über einen kaufmännischen Beruf machst, erhältst du eine Ausbildungsvergütung. Die Höhe hängt vom Ausbildungsberuf, der Branche und dem Tarifvertrag ab. In Industrie und Banken ist die Vergütung oft höher als im Handel oder in kleinen Betrieben. Meist steigt dein Gehalt mit jedem Ausbildungsjahr an. Du bekommst also im zweiten und dritten Jahr mehr als am Anfang. Auch Leistungen wie Fahrtkostenzuschüsse oder vermögenswirksame Leistungen sind möglich. Nach erfolgreichem Abschluss hast du als ausgebildeter Buchhalter deutlich bessere Verdienstchancen.
Wirst du Buchhalter über ein Studium, dann erhältst du in der Regel kein Gehalt.
Wie läuft die die Ausbildung zum Buchhalter ab?
In der Buchhalter Ausbildung wirst du auf die Prüfung vorbereitet. Anschließend kannst du dich als geprüfte Buchhalterin oder geprüfter Buchhalter bezeichnen. In Vollzeit kannst du die Ausbildung in 2 bis 6 Monaten absolvieren. Du kannst die Ausbildung aber auch neben deinem Beruf durchlaufen. Die Ausbildung in Teilzeit kann 7 Monate oder mehr betragen. Entscheidest du dich für Fernunterricht, ist eine längere Ausbildungsdauer möglich. Durch die verschiedenen Anbieter und Ausbildungsdauer kannst du die für dich passende Ausbildung zum Buchhalter bzw. zur Buchhalterin verwirklichen.
Während der Ausbildung wirst du auf den Beruf und die Abschlussprüfung vorbereitet. Du lernst natürlich die Grundregeln der Buchführung und was du bei der gesamten Organisation beachten musst. Außerdem wirst du die Erstellung von Jahresabschlüssen und auch Lohnabrechnungen erlernen. Ziel der Ausbildung ist es, dass du dich im Bereich der Buchhaltung auskennst und alleine handeln kannst.
Wie lange dauert die Ausbildung als Buchhalter?
Die übliche Dauer der Ausbildung zum Buchhalter über einen kaufmännischen Beruf beträgt 3 Jahre. Wenn du sehr gute Noten hast oder bereits eine passende Vorbildung mitbringst, kannst du die Zeit oft auf 2,5 oder sogar 2 Jahre verkürzen. In dieser Zeit durchläufst du verschiedene Abteilungen wie Buchhaltung, Einkauf oder Vertrieb. So verstehst du, wie die einzelnen Bereiche zusammenarbeiten. Gegen Ende der Ausbildung wirst du als angehender Buchhalter meist gezielt in der Finanzabteilung eingesetzt. Dort bereitest du dich intensiv auf die Abschlussprüfung vor.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Buchhalter?
In deiner Ausbildung lernst du, wie Geschäftsvorgänge richtig erfasst und gebucht werden. Du beschäftigst dich mit Konten, Steuern, Kosten und rechtlichen Vorgaben. Besonders wichtig ist, dass du Belege sicher zuordnen und Software korrekt nutzen kannst. Die Inhalte sind sowohl theoretisch als auch praktisch ausgerichtet. Typische Themen in der Ausbildung zum Buchhalter sind dabei:
- Grundlagen der doppelten Buchführung und Kontenrahmen
- Bearbeitung von Rechnungen, Mahnungen und Zahlungen
- Lohn- und Gehaltsabrechnung
- Erstellung einfacher Abschlüsse und Auswertungen
- Arbeit mit Buchhaltungs- und Office-Programmen
Nach der Ausbildung kannst du diese Kenntnisse im Berufsalltag sicher anwenden und weiter ausbauen.
Wenn du diesen Beruf gerne ausüben möchtest, musst du vorab eine andere Ausbildung abschließen. Denn die Buchhalter Ausbildung ist keine klassische Ausbildung, die du direkt nach der Schule absolvieren kannst. Da die Bezeichnung frei verwendbar ist, empfiehlt sich eine Weiterbildung mit Abschluss. Dadurch kannst du die nötige Qualifikation nachweisen. Geprüfter Buchhalter wirst du durch eine sogenannte kaufmännische Weiterbildung. Diese kannst du über verschiedene Anbieter durchführen. Während einige Anbieter eine kaufmännische Ausbildung für die Vorkenntnisse empfehlen, fordert die Industrie- und Handelskammer (IHK) bestimmte Voraussetzungen.
Für die Zulassung zur IHK-Prüfung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung nötig. Diese Ausbildung muss in einem Ausbildungsberuf aus verwaltenden oder kaufmännischen Tätigkeiten vorliegen. Hast du beispielsweise die Ausbildung als Steuerfachangestellte/r erfolgreich absolviert, erfüllst du die Voraussetzungen für die Buchhalter Ausbildung. Alternativ ist der Zugang zur Prüfung über Berufserfahrung möglich. Voraussetzung ist häufig eine Berufspraxis von mindestens 5 Jahren in einem kaufmännischen Beruf.
Welche Fähigkeiten braucht ein Buchhalter?
Damit dir der Beruf Buchhalter bzw. Buchhalterin Spaß bereitet, solltest du eine Vorliebe für Zahlen haben. Mathematische Fähigkeiten helfen dir und erleichtern dir die tägliche Arbeit. Da die Buchhaltung ein wichtiger Bereich im Unternehmen ist, ist ein präzises und gewissenhaftes Arbeiten wichtig. Denn bereits kleine Fehler können im Rechnungswesen große Auswirkungen haben. Daher ist es wichtig, dass du deine eigenen Schritte regelmäßig kontrollierst.
- Mathe
- Wirtschaft
- Deutsch
- Ordnung & Präzision
- Rechnerisches Denken
- Merkfähigkeit
- Umfeld: Büro
- Bildschirmarbeit
- Arbeit im Sitzen
Wie viel verdient man als Buchhalter in der Ausbildung?
Um Buchhalter bzw. Buchhalterin zu werden, musst du eine Weiterbildung absolvieren.
Während der Weiterbildung hast du keinen Anspruch auf eine Vergütung. Vielmehr fallen für dich Lehrgangsgebühren an. Auch die Prüfung ist nicht kostenfrei, du solltest mit Prüfungsgebühren rechnen. Nach der Weiterbildung winkt allerdings ein solides Buchhalter Gehalt.
Ähnliche Ausbildungsberufe
Nach ein paar Jahren Berufserfahrung stehen dir als Buchhalter viele Weiterbildungen offen. Du kannst dich zum Beispiel auf Lohnbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung oder Kostenrechnung spezialisieren. Sehr bekannt ist die Fortbildung zum geprüften Bilanzbuchhalter, mit der du komplexe Jahresabschlüsse verantwortest.
Weitere Möglichkeiten sind Fachwirt-Abschlüsse oder ein berufsbegleitendes Studium. Passende Studiengänge sind:
- Finanz- und Rechnungswesen, Controlling
- Betriebswirtschaftslehre (BWL)
- Business Administration
Als Buchhalter arbeitest du in einem Beruf mit hoher Sicherheit und klaren Aufgaben. Du hast täglich mit Zahlen, Daten und wichtigen Entscheidungen zu tun. Durch die Ausbildung zum Buchhalter und spätere Weiterbildungen kannst du dich immer weiterentwickeln. Deine Fähigkeiten werden in nahezu allen Branchen gebraucht, ob im kleinen Betrieb oder im großen Konzern.
Dadurch hast du viele Möglichkeiten, den Arbeitgeber oder sogar den Bereich zu wechseln. Wenn du genau, zuverlässig und gern strukturiert arbeitest, bietet dir der Beruf als Buchhalter langfristig sehr gute Perspektiven.
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