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Hauswirtschafter – Ausbildung & Beruf

Hauswirtschafter unterstützen und betreuen Personen jeden Alters. Sie bereiten in Jugendheimen die Mahlzeiten vor, helfen kranken Menschen bei der Wohnungspflege oder erledigen für die älteren Mitmenschen die Einkäufe.

Was macht ein Hauswirtschafter?

Mit dem Anspruch eine hohe Kundenzufriedenheit zu erzielen, pflegen und beaufsichtigen Hauswirtschafter Räume, Anlagen und ggf. Gärten von Privathaushalten oder hauswirtschaftlichen Betrieben. Neben der Erfüllung von speziellen Kundenwünschen gehören die Essenszubereitung, die Textilreinigung und der Einkauf zu den häufigsten Aufgaben. Besonders in Privathaushalten helfen Hauswirtschafter Menschen verschiedenen Alters bei deren Alltagserleichterung.

In der Hauswirtschaft-Ausbildung lernst du, wie man Bedürfnisse und Ansprüche der Kunden erkennt und diese bestmöglich erfüllt. Dazu ist beispielweise ein ausreichendes Wissen im Bereich Reinigung und Pflege, im Bereich Wareneinkauf, -herstellung und -zubereitung wichtig. Die situative und personengerechte Kommunikation ist ebenso ein unerlässlicher Bestandteil.

Hauswirtschafter werden primär in sozialen Einrichtungen (Alten- und Altenpflegeheim, Jugend- und Erziehungsheim, Wohn- und Pflegeheim) in Küchen, Wohnräumen, Nutzgärten oder Speisesälen eingesetzt. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten Kliniken, Erholungsheime und landwirtschaftliche Betriebe. Eine Beschäftigung in privaten Haushalten als Hauspersonal ist ebenso möglich.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Ausbildungsvergütung

1. Ausbildungsjahr 622 €

So läuft die Hauswirtschaft-Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann stellst du dir bestimmt die Frage: Wie werde ich Hauswirtschafter? In deiner Hauswirtschaft-Ausbildung zum Hauswirtschafter bist du abwechselnd in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb übernimmst du konkrete Aufgaben und lernst so die praktische Seite des Berufsbildes Hauswirtschafter kennen. Das theoretische Hintergrundwissen wird dir in der Berufsschule vermittelt. Während deiner Ausbildung führst du über deine Aufgaben und Tätigkeiten ein Berichtsheft. Es dient als Ausbildungsnachweis und wird regelmäßig von deinem Ausbilder kontrolliert.

Vor Ende des 2. Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Am Ende deiner Ausbildung folgt die Abschlussprüfung, die aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil besteht. Nach Bestehen deiner Prüfung darfst du dich staatlich anerkannter Hauswirtschafter nennen.

Deine Prüfungen legst du vor der jeweils zuständigen hauswirtschaftlichen Berufsbildungsstelle der Länder ab.

Nach Abschluss deiner Hauswirtschaft-Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Meister für Hauswirtschaft oder zum Techniker für Ernährungs- und Versorgungsmanagement. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Ernährungswissenschaft, Diätetik oder BWL.

Hauswirtschafter: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
7%
Mittlere Reife
31%
Hauptschulabschluss
57%
Kein Abschluss
5%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Werken / Technik
Mathe
Deutsch

3 wichtige Stärken:

Selbstorganisation
Eigeninitiative und Entscheidungsfreude
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Büro
Sonn- und Feiertagsarbeit
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Hauswirtschafter kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Eine große Mehrheit der Azubis startet mit einem Hauptschulabschluss in die Hauswirtschaft-Ausbildung, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Danach folgen Azubis mit Realschulabschluss und ein kleinerer Teil beginnt die Ausbildung mit (Fach-)Abitur oder ohne Abschluss.

Gute Noten und Kenntnisse in Werken/Technik zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie bilden die Basis für diesen Ausbildungsberuf. Auch gute Kenntnisse in Mathe und Deutsch können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, beispielsweise bei der Haushaltsführung. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Hauswirtschafter mitbringst. Neben einer guten Selbstorganisation ist in diesem Beruf vor allem eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise von Vorteil, zum Beispiel beim genauen Planen und Überwachen des Budgets. Zudem solltest du über Eigeninitiative und Entscheidungsfreude verfügen, z.B. beim eigenständigen Planen und Erledigen von Einkäufen.

Als Hauswirtschafter kannst du zum Teil auch im Büro arbeiten und das auch an Sonn- und Feiertagen. Dienstreisen fallen nur in Ausnahmefällen an.

Dein Arbeitsumfeld kann unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Als Hauswirtschafter kannst du auch in einem Hofladen arbeiten und bist daher in Kundenkontakt um diese zu bedienen und zu beraten. In einem Altenheim arbeitest du dagegen im Speisesaal oder der Cafeteria und hast Umgang mit alten Menschen. Hier arbeitest du auch an Wochenenden und Feiertagen. In einem Großbetrieb kannst du in der Kantine arbeiten, hast aber in der Regel Schichtdienst. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Frau mit Einkaufstasche" © Minerva Studio / Fotolia