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Orthopädieschuhmacher / Orthopädieschuhmacherin
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 784 – 1.050 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3,5 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss i. d. R. Mittlere Reife

Was macht ein Orthopädieschuhmacher (m/w/d)?

Als Orthopädieschuhmacher arbeitest du an der Schnittstelle von Handwerk und Medizin. Du hilfst Menschen, die Schmerzen beim Gehen haben oder orthopädische Probleme mit ihren Füßen. Du fertigst individuelle Schuhe, Einlagen und Anpassungen zu fertigen. Auch vorhandene Schuhe bearbeitest du und passt diese individuell an.

Neben der Arbeit mit Schuhen stellst du im Beruf als Orthopädieschuhmacherin auch Innenschuhe, Einlagen und Schienen her. Auch für Orthesen, Prothesen und andere orthopädische Hilfsmittel bist du zuständig. Dafür liegt dann häufig eine Verordnung vom Arzt vor.

Um Schuhe, Einlagen und Co. anzupassen, nimmst du vom Kunden einen Abdruck. Außerdem untersuchst du den Gang, um diesen mit deinen Anfertigungen zu korrigieren. Die passgenaue Anfertigung überprüfst du in einer Anprobe mit dem Kunden. Sitzt alles oder drückt der Schuh noch irgendwo? Eventuell nimmst du noch Anpassungen vor.

Wo kann ich als Orthopädieschuhmacher arbeiten?

Als Orthopädieschuhmacher arbeitest du in Fachbetrieben, in Klinken oder Sanitätshäusern mit schuhorthopädischem Bereich. Auch in der industriellen Herstellung von orthopädischen Schuhen kannst du arbeiten.

Arbeitszeiten als Orthopädieschuhmacher

Orthopädieschuhmacher haben meist geregelte Arbeitszeiten. In vielen Betrieben arbeitest du von Montag bis Freitag tagsüber. Üblich ist eine 38- bis 40-Stunden-Woche. In Sanitätshäusern mit längeren Öffnungszeiten kann es vorkommen, dass du in Schichten arbeitest oder gelegentlich samstags im Einsatz bist. Nachtdienste oder Rufbereitschaft sind in diesem Beruf sehr selten.

Wie viel verdient ein Orthopädieschuhmacher?

Dein Gehalt als Orthopädieschuhmacher hängt von mehreren Faktoren ab. Wichtig sind zum Beispiel Region, Betriebsgröße, Berufserfahrung und mögliche Tarifverträge. Direkt nach der Ausbildung liegst du meist im unteren bis mittleren Gehaltsbereich im Handwerk. Im Einzelhandel beispielsweise kannst du mit einem Einstiegsgehalt von 2.200 bis 3.800 Euro rechnen.

Mit steigender Berufserfahrung und mehr Verantwortung kann dein Einkommen deutlich wachsen. Zusätzliche Qualifikationen wie ein Meistertitel verbessern deine Chancen auf ein höheres Gehalt. Auch eine spätere Selbstständigkeit kann deine Verdienstmöglichkeiten als Orthopädieschuhmacher erhöhen.

Wie viel verdient eine Orthopädieschuhmacherin in der Ausbildung?

Als Orthopädieschuhmacherin kannst du in der Ausbildung im Schnitt mit folgender Ausbildungsvergütung rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 784 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 907 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 981 Euro
  • im 4. Ausbildungsjahr: 1.050 Euro

Hier erfährst du mehr über das Orthopädieschuhmacher Gehalt.

Wie läuft die Ausbildung als Orthopädieschuhmacher ab?

Die Ausbildung als Orthopädieschuhmacherin findet dual statt. Das bedeutet, du lernst im Betrieb und in der Berufsschule. Im Betrieb zeigt dir dein Ausbilder, wie du Maß nimmst, Leisten bearbeitest, Schuhe baust und Einlagen herstellst. In der Berufsschule bekommst du das theoretische Wissen, zum Beispiel zu Anatomie, Werkstoffen und orthopädischen Grundlagen.

Du schreibst Klassenarbeiten und absolvierst praktische Übungen. Am Ende des 2. Ausbildungsjahres legst du Teil 1 der Gesellenprüfung ab. Am Ende steht Teil 2 der Gesellenprüfung, die aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht. Danach bist du offiziell Orthopädieschuhmacher.

Wie lange dauert die Ausbildung als Orthopädieschuhmacher?

Die Ausbildung dauert regulär 3,5 Jahre. In dieser Zeit durchläufst du verschiedene Bereiche im Betrieb, zum Beispiel Maßnehmen, Werkstatt, Verkauf und Verwaltung. Dadurch bekommst du einen guten Überblick über den gesamten Ablauf von der Diagnose bis zum fertigen Produkt. Wenn du sehr gute Leistungen zeigst und Betrieb sowie Berufsschule zustimmen, kannst du die Ausbildungszeit oftmals verkürzen.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Orthopädieschuhmacher?

In der dualen Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher können ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche im Vordergrund stehen – je nach Betrieb, Branche und beruflicher Position.

Im Betrieb lernst du viel über die Anatomie, Physiologie und Pathologie. Du führst Untersuchungen an Füßen und Beinen durch, legst Messpunkte fest und protokollierst diese Ergebnisse. Durch die praktische Arbeit im Betrieb fertigst du Einlagen, Schuhe und andere Produkte an.

In der Berufsschule lernst du die theoretischen Grundlagen für orthopädische Einlagen, Innenschuhe und die Orthesen. In den berufsspezifischen Fächern lernst du außerdem alles über die Herstellung, Anpassung und Pflege der Produkte. Zusätzlich erwarten dich in der Berufsschule allgemeinbildende Fächer, wie Deutsch oder Mathe.

Voraussetzungen für die Ausbildung als Orthopädieschuhmacher

Für die Ausbildung brauchst du vor allem handwerkliches Geschick und Interesse an Gesundheitsthemen. Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, häufig wünschen Betriebe aber mindestens einen Haupt- oder mittleren Schulabschluss. Du solltest sorgfältig arbeiten, gut mit den Händen umgehen können und keine Angst vor Werkzeugen haben. Außerdem ist es wichtig, dass du freundlich auf Kunden zugehst und gut zuhören kannst. Da du viel stehst und körperlich arbeitest, brauchst du eine gewisse Fitness.

Wenn du dich in vielen dieser Punkte wiederfindest, hast du gute Chancen, die Ausbildung erfolgreich zu schaffen und in diesem Beruf glücklich zu werden.

Weiterbildung und Karrierechancen als Orthopädieschuhmacherin

Nach deiner Ausbildung stehen dir als Orthopädieschuhmacher verschiedene Wege offen. Eine wichtige Möglichkeit ist die Meisterweiterbildung. Mit dem Meisterbrief kannst du einen eigenen Betrieb gründen, Lehrlinge ausbilden und mehr Verantwortung übernehmen.

Außerdem gibt es zahlreiche Fortbildungen, zum Beispiel in den Bereichen Diabetesversorgung, Sportorthopädie, Kinderorthopädie oder digitale Vermessungstechnik.

Manche Orthopädieschuhmacher entscheiden sich später für ein Studium. Typische Studiengänge sind:

  • Orthopädie-, Rehatechnik
  • Biomechanik
  • Textil-, Bekleidungstechnik

Eine Tätigkeit in den Bereichen Medizin, Pflege und Gesundheit oder Handwerk, Holz und Produktion kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Fazit: Vielfältige Chancen als Orthopädieschuhmacher

Als Orthopädieschuhmacher arbeitest du in einem Beruf mit Sinn, der Handwerk, Technik und Medizin verbindet. Du hilfst Menschen, besser zu gehen und weniger Schmerzen zu haben. In der Ausbildung lernst du Schritt für Schritt, wie du maßgeschneiderte Lösungen entwickelst.

Nach der Ausbildung erwarten dich verschiedene Arbeitsorte und ein sicherer Markt, weil orthopädische Hilfsmittel immer gebraucht werden. Durch Weiterbildungen und einen möglichen Meistertitel kannst du dich weiterentwickeln. Wenn du praktisch veranlagt bist und Menschen unterstützen willst, ist dieser Beruf eine starke Option für deine Zukunft.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Der Arbeitsmarkt ist für Orthopädieschuhmacher aktuell stabil und bietet dir gute Chancen auf einen sicheren Job. Viele Menschen brauchen orthopädische Schuhe, Einlagen und Reparaturen. In Handwerksbetrieben, Orthopädiewerkstätten und Sanitätshäusern werden Fachkräfte gesucht. Als Orthopädieschuhmacher hast du deshalb in vielen Regionen langfristige Jobchancen und kannst dich fachlich weiterentwickeln.

Ja, der Beruf Orthopädieschuhmacher ist auch für Quereinsteiger geeignet, wenn du motiviert bist und gerne praktisch arbeitest. Meist steigst du über eine Ausbildung oder Umschulung im Handwerk ein. Vorerfahrung in handwerklichen Berufen ist ein Plus, aber kein Muss. Wichtig ist, dass du als Orthopädieschuhmacher sorgfältig arbeitest, teamfähig bist und Freude am Umgang mit Kunden hast.

Als Orthopädieschuhmacher solltest du vor allem handwerkliches Geschick und eine ruhige Hand mitbringen. Du arbeitest täglich mit Werkzeugen, Maschinen, Leder und Kunststoffen. Außerdem helfen dir ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und solide Mathe-Kenntnisse. Weil du Kunden berätst und Maß nimmst, sind Freundlichkeit und Geduld für dich als Orthopädieschuhmacher ebenfalls sehr wichtig.

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