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Arzt / Ärztin
Ausbildung & Beruf

Gehalt im Beruf 6.798 – 9.611 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 11 – 13 Jahre
Ausbildungsart Studium & Facharztausbildung
Empfohlener Abschluss Abitur

Das Wichtigste in Kürze

  • Um Arzt zu werden, brauchst du ein Medizinstudium mit Physikum und drei Staatsexamen, gefolgt von einer Facharztausbildung als Assistenzarzt. 11 bis 13 Jahre dauert deine Arzt Ausbildung insgesamt.
  • Als Arzt kannst du in vielen verschiedenen Bereichen arbeiten, zum Beispiel in Krankenhäusern, eigenen Praxen, spezialisierten Kliniken oder in der medizinischen Forschung.
  • Neben guten schulischen Leistungen sind Eigenschaften wie Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und Belastbarkeit wichtige Voraussetzungen für den Beruf.

Was macht ein Arzt (m/w/d)?

Ein Arzt untersucht Patienten, stellt Diagnosen und legt passende Therapien fest. Egal ob kleine Erkältung oder komplizierte Verletzung, Ärzte hören sich die Beschwerden ihrer Patienten an und finden heraus, was ihnen fehlt. Dafür nutzen sie verschiedene Untersuchungsmethoden wie Röntgen, Computertomografie oder Laboranalysen, um eine sichere Diagnose zu stellen. Anschließend entscheidet der Arzt, ob eine Operation nötig ist oder ob Medikamente ausreichen. Auch Vorsorgeuntersuchungen und Routinechecks gehören zum Alltag als Arzt dazu. Als Arzt trägst du also eine große Verantwortung für die Gesundheit deiner Patienten und musst dich ständig über neue medizinische Entwicklungen informieren, um immer auf dem aktuellen Stand zu sein.

Neben den medizinischen Aufgaben müssen Ärzte auch verwaltende Tätigkeiten durchführen. Dazu gehören das Schreiben von Berichten oder Gutachten oder die Vorbereitung für die Leistungsabrechnung. Sie können aber auch in der Forschung arbeiten und hier an Studien mitwirken oder in Laboren tätig sein.

Arzt ist nicht gleich Arzt. Während der Facharzt-Ausbildung kannst du dich auf ein Fachgebiet spezialisieren. Je nach medizinischer Spezialisierung bist du dann z. B.:

Willst du Tierarzt oder Zahnarzt werden, gibt es dafür eigene Studiengänge.

Wo kann ich als Arzt arbeiten?

Als Arzt kannst du in Krankenhäusern, eigenen Praxen oder spezialisierten Kliniken arbeiten. Viele Ärzte starten ihre Karriere als Assistenzarzt in einer Klinik, bevor sie sich später selbstständig machen oder als Facharzt für Allgemeinmedizin in einer eigenen Praxis tätig werden. Auch als praktischer Arzt in einer Landarztpraxis findest du spannende Aufgaben, gerade weil hier oft ein besonders enger Kontakt zu den Patienten entsteht. Neben den klassischen Arbeitsorten gibt es auch Möglichkeiten in der Forschung, bei Behörden oder im öffentlichen Gesundheitswesen.

Aerztin impft Kind

Deinen Arbeitstag verbringst du in Untersuchungs- und Behandlungsräumen, Sprechzimmern oder Patientenzimmern. Ein Arzt, der Hausbesuche macht, muss auch mobil sein und arbeitet dann in Privatwohnungen.

Arbeitszeiten als Ärztin

Als Ärztin arbeitest du oft in Schichten, denn Krankenhäuser sind rund um die Uhr besetzt. Das bedeutet, dass Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste zum Berufsalltag dazugehören können. In einer eigenen Praxis hast du dagegen meist geregeltere Arbeitszeiten, musst aber trotzdem mit langen Arbeitstagen rechnen, besonders am Anfang deiner Karriere. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit liegt bei etwa 40 Stunden, kann aber je nach Fachgebiet und Arbeitsort stark variieren.

Wichtig ist: Der Beruf verlangt viel Flexibilität und Belastbarkeit, da du oft auch spontan auf Notfälle reagieren musst. Wer sich für diesen Weg entscheidet, sollte sich also auf unregelmäßige Zeiten einstellen, aber auch von einem sicheren und angesehenen Beruf profitieren.

Wie viel verdient ein Arzt?

Als fertig ausgebildeter Arzt verdienst du im Durchschnitt zwischen 6.798 und 9.611 Euro brutto im Monat. Mit steigender Erfahrung und einem Facharzttitel steigt dein Gehalt kontinuierlich weiter an. Wie hoch dein Arzt Gehalt konkret ausfällt, hängt von deiner Berufserfahrung, deiner Spezialisierung und dem Bundesland ab, in dem du arbeitest. Besonders gut bezahlt werden zum Beispiel Radiologen, Chirurgen und Dermatologen. Auch die Größe des Arbeitgebers spielt eine Rolle: In großen Facharztpraxen oder spezialisierten Fachkliniken verdienst du meist mehr als in kleinen Praxen oder kommunalen Krankenhäusern. Regional gesehen zählen Hamburg, Hessen und Baden-Württemberg zu den Bundesländern mit den höchsten Gehältern, während in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen tendenziell weniger gezahlt wird.

Wie viel verdient ein Arzt in der Ausbildung?

Während des Arztstudiums bekommst du kein Gehalt, da es sich um ein reguläres Studium und keine klassische Ausbildung mit Vergütung handelt. Du hast allerdings die Möglichkeit, BAföG zu beantragen, um dich finanziell zu unterstützen. Nach dem erfolgreichen Abschluss deines Studiums steigst du als Assistenzarzt mit einem Gehalt von über 5.000 Euro brutto im Monat ein. Mit wachsender Berufserfahrung steigt dein Gehalt schrittweise an, bis du als Facharzt schließlich rund über 8.000 Euro monatlich verdienen kannst. Die lange und intensive Ausbildungszeit wird also am Ende mit einem attraktiven Gehalt belohnt.

Wie läuft die Ausbildung als Arzt ab?

Wenn du Arzt oder Ärztin werden möchtest, musst du zunächst Humanmedizin studieren. Das Medizinstudium gliedert sich in einen vorklinischen und einen klinischen Abschnitt, in denen du sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Fähigkeiten erwirbst. Dazwischen legst du dein erstes Staatsexamen, das Physikum, ab. Nach dem klinischen Abschnitt folgt das zweite Staatsexamen. Das Studium schließt du nach dem praktischen Jahr mit dem dritten Staatsexamen ab. Dann erhältst du deine Approbation, also die offizielle Erlaubnis, den Beruf auszuüben. In der Regel dauert dein Studium 12 Semester, das sind 6 Jahre. Anschließend folgt die Facharzt-Ausbildung, in der du dich auf ein bestimmtes medizinisches Fachgebiet spezialisierst. Während dieser 5 Jahre bist du als Assistenzarzt tätig. Nach der bestandenen Facharztprüfung darfst du dich offiziell Facharzt nennen.

Möchtest du nicht nur Arzt bzw. Ärztin, sondern Doktor sein, musst du zudem eine Doktorarbeit schreiben.

Weg zum Facharzt im Überblick

  • Vorklinischer Studienabschnitt (Vorklinik): ca. 4 Semester; Grundlagenfächer wie Anatomie, Biochemie und Physiologie
  • Erster Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (Physikum): Abschluss der Vorklinik
  • Klinischer Studienabschnitt (Klinik): ca. 6 Semester; Fächer wie Innere Medizin, Chirurgie und weitere Fachbereiche
  • Zweiter Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M2, schriftlich): Abschluss des klinischen Studienabschnitts, findet vor dem PJ statt
  • Praktisches Jahr (PJ): ein Jahr praktische Arbeit in verschiedenen Fachabteilungen
  • Dritter Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M3, mündlich-praktisch): findet nach dem PJ statt und schließt das Studium ab
  • Approbation beantragen: offizielle Erlaubnis, den Arztberuf auszuüben
  • Facharztausbildung als Assistenzarzt: ca. 5–6 Jahre; Spezialisierung auf ein Fachgebiet, z. B. Allgemeinmedizin, Chirurgie oder Pädiatrie
  • Facharztprüfung: wird bei der zuständigen Landesärztekammer abgelegt
  • Facharzttitel: Berechtigung zur eigenständigen Tätigkeit im gewählten Fachgebiet

Wie lange dauert die Ausbildung als Arzt?

Das Medizinstudium dauert in der Regel etwa sechs Jahre und schließt mit dem Staatsexamen ab. Danach folgt die Facharztausbildung, die je nach gewähltem Fachgebiet noch einmal vier bis sechs Jahre in Anspruch nimmt. Insgesamt dauert der Weg vom Studienbeginn bis zum fertigen Facharzt also zwischen 11 und 13 Jahren. Wer sich zum Beispiel auf Allgemeinmedizin spezialisiert, durchläuft eine Weiterbildungszeit von etwa 60 Monaten. Die genaue Dauer hängt also stark davon ab, welches Fachgebiet du wählst und wie schnell du die einzelnen Abschnitte deines Studiums abschließt. Insgesamt ist die Arzt Ausbildung damit einer der längsten und anspruchsvollsten Ausbildungswege überhaupt.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Arzt?

Im Medizinstudium lernst du zunächst die Grundlagen der Anatomie, Physiologie und Biochemie kennen, bevor du dich später auf praktische Inhalte konzentrierst. Nach dem vorklinischen Teil folgt der klinische Abschnitt, in dem du unter anderem Innere Medizin und Chirurgie durchläufst. In der anschließenden Facharztausbildung vertiefst du dein Wissen gezielt in einem Fachbereich deiner Wahl. Dabei stehen dir zahlreiche Spezialisierungen offen, die sich stark voneinander unterscheiden. Zu den bekanntesten Fachrichtungen zählen:

  • Allgemeinmedizin, wo du dich um die grundlegende Gesundheitsversorgung kümmerst
  • Innere Medizin, die sich mit Erkrankungen der inneren Organe beschäftigt
  • Chirurgie, in der du operative Eingriffe durchführst
  • Pädiatrie, die sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert
  • Psychiatrie, in der du psychische Erkrankungen behandelst

Jede dieser Fachrichtungen bringt eigene Schwerpunkte und Herausforderungen mit sich, sodass du deine Ausbildungsinhalte ganz nach deinen persönlichen Interessen ausrichten kannst.

Voraussetzungen für die Ausbildung als Arzt

Um Medizin studieren zu können, brauchst du in der Regel ein gutes Abiturzeugnis, da der Numerus Clausus für diesen Studiengang meist sehr hoch ist. Neben guten Noten musst du häufig auch einen medizinischen Eignungstest (TMS) bestehen, bevor du überhaupt einen Studienplatz bekommst.

Wichtig sind außerdem persönliche Eigenschaften wie Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und auch Belastbarkeit und Stressresistenz, denn du musst auch unter Druck einen klaren Kopf bewahren können. Da du später viel mit Menschen zu tun hast, solltest du zudem gerne kommunizieren und anderen helfen wollen. Lateinkenntnisse brauchst du übrigens nicht zwingend, denn die wichtigsten Fachbegriffe lernst du in einem speziellen Terminologiekurs im ersten Semester.

Arzt werden ohne Abitur, geht das? Nicht immer ist das Abitur der einzige Weg zum Mediziner bzw. zur Medizinerin. Hast du eine relevante Ausbildung abgeschlossen, kannst du dich ebenfalls um einen Studienplatz der Humanmedizin bewerben. Wichtig ist, dass du einen mittleren Schulabschluss sowie deine Ausbildung mit einer Note von mindestens 2,5 abgeschlossen hast und mindestens 3 Jahre Arbeit im Beruf vorweisen kannst. Anerkannt wird beispielsweise die Arbeit als Hebamme, Pflegefachmann oder Notfallsanitäter.

Schulfächer
  • Biologie
  • Chemie
  • Deutsch
Stärken
  • Sorgfalt & Genauigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Empathie
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Arztpraxis, Krankenhaus
  • Schichtdienst
  • Enger Kontakt mit Menschen

Weiterbildung und Karrierechancen als Ärztin

Als Ärztin hast du nach deiner Facharztausbildung zahlreiche Möglichkeiten, dich weiter zu spezialisieren und beruflich aufzusteigen. Viele Ärztinnen entscheiden sich beispielsweise für eine zusätzliche Weiterbildung in einem weiteren medizinischen Teilgebiet, um ihr Fachwissen noch weiter zu vertiefen. Auch der Aufstieg zum Oberarzt oder sogar zur Chefarzt ist mit entsprechender Erfahrung und zusätzlicher Qualifikation möglich. Wer lieber selbstständig arbeiten möchte, kann sich mit einer eigenen Praxis niederlassen, sobald der Facharzttitel erworben wurde. Der Facharzttitel ist zudem Voraussetzung, um Patienten mit gesetzlicher Krankenversicherung behandeln zu dürfen. Insgesamt bietet der Arztberuf also langfristig sehr gute und vielseitige Karriereperspektiven, die sich individuell nach deinen Interessen gestalten lassen.

Fazit: Vielfältige Chancen als Arzt

Der Weg zum Arzt ist lang und anspruchsvoll, bietet aber am Ende viele attraktive Perspektiven. Mit einem erfolgreichen Medizinstudium und der anschließenden Facharztausbildung legst du den Grundstein für einen sicheren und gut bezahlten Beruf. Egal ob du dich für die Allgemeinmedizin, die Chirurgie oder ein anderes Fachgebiet entscheidest – als Arzt kannst du Menschen aktiv helfen und einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Ärzte sind gefragt, schließlich ist der Ärztemangel nicht nur eine leere Phrase. Besonders wichtig ist die hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Hier haben Jungmediziner besonders gute Berufsaussichten und die Möglichkeit, sich mit einer eigenen Praxis niederzulassen.

Auch bei den Arbeitsorten hast du viele Möglichkeiten, von der Klinik über die eigene Praxis bis hin zur Forschung. Wenn du Interesse an Medizin hast, gerne mit Menschen arbeitest und auch stressige Situationen gut meisterst, dann könnte die Ausbildung zum Arzt genau der richtige Weg für deine berufliche Zukunft sein.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Auf dem Arbeitsmarkt hast du als Arzt aktuell sehr gute Chancen: In Kliniken, Praxen und medizinischen Zentren werden ständig neue Leute gesucht. Besonders gefragt sind Fachrichtungen wie Allgemeinmedizin, Innere Medizin und Anästhesie. Du kannst in Vollzeit, Teilzeit oder im Bereitschaftsdienst arbeiten und hast dadurch viele Möglichkeiten, deine Karriere flexibel zu planen.

Für Quereinsteiger ist der Beruf Arzt nur eingeschränkt geeignet, weil du ein komplettes Medizinstudium absolvieren musst. Ohne Abitur oder passenden Hochschulzugang geht es nicht. Viele starten nach einer ersten Ausbildung ein Zweitstudium oder verbessern ihren NC über Wartesemester. Du solltest dir klar machen, dass der Weg lang ist, aber am Ende spannende Aufgaben bietet.

Im Beruf Arzt brauchst du vor allem starke soziale und fachliche Fähigkeiten. Du solltest gut zuhören können, verständlich erklären und geduldig mit Menschen umgehen. Wichtig sind außerdem Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und eine hohe Konzentration. Ein solides Verständnis für Biologie, Chemie und Mathe hilft dir, die Inhalte im Studium und im Alltag sicher anzuwenden.

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